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Rundenmodus in Pillars of Eternity: was sich ändert und warum es zählt

von ytools
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Rundenmodus in Pillars of Eternity: was sich ändert und warum es zählt

Mehr als zehn Jahre später: Pillars of Eternity erfindet seine Kämpfe neu

Obsidian kehrt zu einem seiner prägendsten Werke zurück. Das isometrische Party-RPG Pillars of Eternity bekommt einen optionalen Rundenmodus – zunächst als öffentliche Beta, die am 5. November auf Steam und Xbox PC startet. Nach einem ohnehin dichten Jahr für das Studio wirkt dieser Schritt nicht wie Nostalgie, sondern wie aktive Pflege eines Klassikers: Man lässt das Fundament stehen und legt eine neue Spielschicht darüber.

Was sich ändert – und was bleibt

Wichtig vorweg: Der Echtzeit-mit-Pause-Ansatz (RTwP) bleibt vollständig erhalten. Der Rundenmodus ist eine zusätzliche Option, kein Ersatz. Technisch bedeutet das: rundenbasierte Abläufe ohne strenge Gitterfelder, Initiative-Reihenfolge, klarer sichtbare Zustände und eine fokussierte Ressourcenökonomie für Fähigkeiten. Wer in Pillars of Eternity II: Deadfire bereits mit dem rundenbasierten Experiment gespielt hat, erkennt die Grundidee wieder – nur mit spürbaren Verbesserungen bei Lesbarkeit, Tempo und Encounter-Design, die direkt aus Community-Feedback entstanden sind.

Weil es sich um eine offene Beta handelt, sollten Spieler mit kleineren Fehlern, Hotfixes und Balance-Anpassungen rechnen. Das Testfenster ist bewusst „für eine Weile“ angesetzt, um Daten aus möglichst vielen Builds und Spielstilen zu sammeln. Der Modus lässt sich frei ein- und ausschalten; wer will, vergleicht denselben Kampf nacheinander in beiden Philosophien.

Plattformen, Eingaben, offene Punkte

Zum Start läuft die Beta auf Steam und Xbox PC. Zwei Fragen stehen sofort im Raum: Wie umfassend wird Controller-Unterstützung sein? Und kommt das finale Update auch auf PlayStation? In den Beta-Hinweisen gibt es dazu noch keine Zusagen – beides bleibt also Beobachtungspunkte. Gerade bei taktischen Spielen entscheidet eine saubere Navigation, klare Tooltips und ein nachvollziehbares Aktionsrad über die Couch-Tauglichkeit.

Warum der Rundenmodus 2025 Sinn ergibt

Runden verändern nicht nur das Tempo, sie verändern die Wahrnehmung der Begegnungen. Plötzlich liest sich jeder Kampf wie ein kleines Rätsel: Wer handelt zuerst? Welcher Debuff bricht die gegnerische Synergie? Wann spare ich mir die große Fähigkeit für die nächste Runde? Für Einsteiger reduziert das die Pausenangst des RTwP erheblich; für Veteranen ist es der perfekte Anlass, Klassen neu zu kombinieren und Synergien auszureizen, die in Echtzeit oft untergehen. Selbst die viel diskutierte Dramaturgie des dritten Aktes gewinnt in einem gemächlicheren Takt einen anderen Fluss.

Community-Puls und die alte Budget-Debatte

Wer die Serie verfolgt, ist nicht völlig überrascht: Über einen Runden-Test wurde seit Monaten gemunkelt. Entsprechend gemischt fällt die Reaktion aus: viele „endlich wieder Dyrwood!“, einige RTwP-Diehards (ja, „es gibt Dutzende von uns!“), und die nie endende Diskussion um Josh Sawyers Aussagen zu Budgets und Ambitionen. 2023 meinte er, er würde ein mögliches Pillars 3 mit einem Budget auf der Höhe moderner CRPG-Blockbuster wagen – und dann klar rundenbasiert designen. Kritiker halten den Vergleich mit Baldur’s Gate 3 für schief und sehen Divinity: Original Sin 2 als passendere Messlatte für Deadfire. Unterm Strich bleibt die Einsicht: Ressourcen formen Systeme, und Runden skalieren gut, wenn man cineastische Präsentation und hohe Reaktivität anstrebt.

Worauf man in der Beta achten sollte

  • Stabilität & Balance: Initiative, Crowd-Control und Kostenkurven werden in den ersten Wochen sicher nachgezogen.
  • Controller-Ergonomie: Menüführung, Radialmenüs, Tooltip-Lesbarkeit – kleine Details, großer Effekt auf dem Sofa.
  • Plattform-Perspektive: Steam/Xbox PC sind drin; ob PlayStation beim finalen Patch dazukommt, bleibt offen.
  • Gefühl der Kämpfe: Ikonische Begegnungen spielen sich anders; manche glänzen in Runden, andere brauchen Feinschliff.
  • Saves & Mods: Patch-Notes im Blick behalten – bestimmte Mod-Setups verlangen eventuell einen sauberen Neustart.

Und was kommt als Nächstes?

Ein neues Obsidian-Projekt ist offiziell noch nicht angekündigt. Der Rundenmodus sendet dennoch ein deutliches Signal: Klassiker müssen nicht eingefroren werden, sie können wachsen. Wer marschierend in Runden denkt, bekommt jetzt eine neue Linse; wer den Tanz der Pausen liebt, behält ihn. In beiden Fällen fühlt sich Pillars of Eternity 2025 ein Stück frischer an als gestern – ohne sein Herz zu verlieren.

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