Terminator 2D: No Fate rückt noch einmal nach hinten – neuer Zieldatum ist der 12. Dezember 2025. 
Es ist die dritte Verschiebung in kurzer Folge, doch entscheidend bleibt: Der 2D-Action-Plattformer erscheint weiterhin 2025 für PC und Konsolen. Anders als bei vielen Vertagungen liegt der Grund nicht im Spielkern, sondern in der Auslieferung der physischen Fassungen. Publisher Reef Entertainment will Disc- und Digital-Käufer am selben Tag starten lassen – ein seltenes, aber sinnvolles Bekenntnis zu einem wirklich einheitlichen Day-One.
Die kleine Chronik der Verschiebungen
- Ursprünglich: 5. September 2025
- Dann: Oktober 2025
- Danach: 26. November 2025
- Aktuell: 12. Dezember 2025 (für alle Editionen gleichzeitig)
In einer Mitteilung bedankte sich Reef bei der Community für Geduld und Support. Zunächst hatten Zoll- und Handelsformalitäten die Produktion der Box-Inhalte ausgebremst; inzwischen sind alle Komponenten angekommen. Der Flaschenhals ist nun die Montage der physischen Editionen – unspektakulär, aber für einen fairen, globalen Start entscheidend. Anstatt Digital-Käufer vorzuziehen, bündelt man alles auf einen Termin, damit niemand hinterherpatchen muss.
Warum das mehr ist als Kosmetik
Ein asynchroner Launch fragmentiert die Wahrnehmung: Tests beziehen sich auf unterschiedliche Builds, Foren diskutieren aneinander vorbei, und Besitzer der Disc-Version hängen nicht selten ein, zwei Patches hinterher. Wer sammelt, kennt das Problem. Die Entscheidung für einen Sync-Start schützt vor genau diesem Kuddelmuddel und stärkt nebenbei die Archivierung: Eine im Handel stehende Version, die ohne Zwangspatch den Kern liefert, bleibt als Zeitdokument relevant – in einer Ära, in der digitale Stores, Server und Lizenzvereinbarungen nicht ewig leben.
Retro-Erwartungen, aber bitte scharf
Der Ton in der Community ist gespalten. Die einen sind müde vom Retro-Hype, die anderen wollen genau das: knackige 2D-Action mit klarer Lesbarkeit, präzisen Inputs und Bühnen, die wie kleine Set-Pieces zünden. Der Anspruch von No Fate ist kein 3D-Kinospektakel, sondern eine fokussierte Seitenansicht, die über Timing, Treffer-Feedback und Gegner-Telegraphie funktioniert. Wenn Bitmap Bureau die Steuerung straff hält, Bossphasen sauber strukturiert und die Lernkurve eher belohnt als bestraft, kann die „Beschränkung“ auf 2D zur Stärke werden.
Technisch zählt im Dezember vor allem das Gefühl am Button: niedrige Eingabelatenz, konstante Bildrate, keine schwammigen Sprünge, keine HP-Schwämme. Lesbare Ebenen, klare Silhouetten, faire Checkpoints – das sind die unspektakulären Details, die Retro-Fans lieben und Skeptiker überzeugen können.
Warum Dezember taugt
Mitten im Dezember zu erscheinen, wirkt riskant – ist aber oft klug. Weniger direkte Konkurrenz im Nischen-Segment, dafür eine lange Feiertags-„Schwanzflosse“, in der neue Hardware und Guthabenkarten den Markt anheizen. Parallel schwebt Terminator: Survivors zwar mit 2025-Fenster, aber ohne Datum. Heißt: No Fate dürfte für viele das erste greifbare Terminator-Spiel zum Jahresende sein – vorausgesetzt, der Termin bleibt endlich stehen.
Fazit: Ein Start, eine Version, eine Debatte
Noch ein Delay tut weh; das dritte erst recht. Aber wenn die Alternative ein zerrissener Launch ist, bei dem Disc und Digital unterschiedliche Realitäten leben, ist das Warten vernünftig. Ein sauberer Tag-1 sorgt für eine gemeinsame Gesprächsgrundlage: ein Patchstand, ein Erlebnis, ein Urteil. Gelingt dieser Spagat, hat Terminator 2D: No Fate die Chance, nicht als „nette Retro-Nummer“ durchzuwinken, sondern als disziplinierter, pointierter Revival-Titel zu landen – kurz im Fokus, lang im Gedächtnis.