Startseite » Nicht kategorisiert » Ryzen 9800X3D und 7800X3D: Amazon-Dominanz gegen Intels gesamte CPU-Palette

Ryzen 9800X3D und 7800X3D: Amazon-Dominanz gegen Intels gesamte CPU-Palette

von ytools
3 kommentare 3 ansichten

Ryzen 9800X3D und 7800X3D: Amazon-Dominanz gegen Intels gesamte CPU-Palette

Ryzen X3D auf Amazon: Wie 9800X3D und 7800X3D Intels gesamte CPU-Palette in den Schatten stellen

Noch ein Monat, noch ein Denkzettel für Team Blau: Ein Blick auf die Amazon-Bestsellerlisten reicht, um die Richtung zu erkennen. AMDs Ryzen 7 9800X3D und Ryzen 7 7800X3D verkaufen sich zusammen so stark, dass sie mehr Einheiten bewegen als Intels kompletter Consumer-Stack. Teilweise kratzt sogar ein einzelner X3D-SKU an den Stückzahlen der gesamten Intel-Reihe. Für die DIY-Community ist das ein klares Votum: Wer hohe Bildraten und ruhige Frametime will, greift zu X3D.

Wichtig ist der Kontext: Amazon bildet vor allem den Selbstbau-Markt ab, nicht den gesamten PC-Kosmos. Trotzdem ist es ein zuverlässiges Thermometer für echte Nachfrage. In der jüngsten Momentaufnahme liegt AMD bei rund 83,8 % der Stückzahlen auf Amazon – nach Peaks nahe 90 % zwar etwas niedriger, aber weiterhin erdrückend. In den Top-10 taucht seit Monaten kaum ein Intel-Modell auf. Dass die X3D-Chips dort festbetoniert sind, ist kein Zufall: 3D V-Cache reduziert wirksam Latenzen in CPU-limitierten Spielszenen und stabilisiert die Frametimes, gerade auf 144–240-Hz-Displays.

Intels Konter: Rabatte, Raptor Lake Refresh und Pragmatismus

Intel ist nicht verschwunden – doch ohne spürbare Preisnachlässe wird es eng. Lichtblicke gibt es, wenn der Core Ultra 7 265K (bzw. vielerorts der Core i7-14600K) in die Region um unter 300 US-Dollar rutscht. Dann bietet er ein solides Paket für Gaming und Produktivität. Hält der Rabatt nicht an, kippt die Nachfrage allerdings schnell wieder Richtung X3D. Bemerkenswert: Raptor Lake Refresh (14. Gen) schneidet im Retail oft besser ab als die neue Core-Ultra-200-Familie – eine Erinnerung daran, dass ausgereifte Plattformen plus Deals der reinen Neuheit vorzuziehen sind.

Der stille Volumentreiber: günstige Ryzen

Die Schlagzeilen machen die Flaggschiffe, die Stückzahlen holt die Basis. Paradebeispiel: der Ryzen 5 5500. Sechs Kerne, zwölf Threads, „Straßenpreis“ oft im Schnäppchenbereich – damit landet er regelmäßig auf dem Podium und nähert sich in manchen Monaten der Marke von rund 5.000 verkauften Einheiten. Dagegen wirken Intels Einsteiger-Lieblinge Core i3-12100 und Core i3-14100F mit vier Kernen (acht Threads) inzwischen beengend, sobald moderne Engines, Streaming oder Hintergrundprozesse ins Spiel kommen. Zusammen mit häufigen Board-Bundles auf AM4/AM5 kippt die Plattform-Gesamtkostenrechnung oft zugunsten von AMD.

Darum liegt X3D im Gaming vorn

  • Spürbarer Vorteil bei hoher Bildrate: In CPU-Limits (1080p/1440p, E-Sports-Titel, 144–240 Hz) puffert der riesige L3-Cache Lastspitzen und glättet die Frametimes.
  • Plattform-Perspektive: AM5 verspricht einen nachvollziehbaren Upgrade-Pfad. Wer heute kauft, plant den nächsten Drop-in oft schon mit.
  • Preisfächer statt Preisinsel: Auch wenn die Spitzenmodelle nicht billig sind, drücken die starken Verkäufe günstiger Ryzen-SKUs den durchschnittlichen Verkaufspreis und erhöhen die Stückzahl-Anteile.

Retail ist nicht die ganze Welt – aber setzt das Narrativ

Natürlich halten OEM-Fertigrechner und Firmenflotten Intel im Spiel. Doch Retail-Dynamik prägt den Mindshare, und der wandert mit Verzögerung in OEM-Kataloge. Wenn Lager bereinigt werden und die Gaming-Saison anzieht, tauchen mehr Ryzen-Konfigurationen in Komplettsystemen auf – vor allem dort, wo Preis-Leistung zählt.

Blick nach vorn: Hält die Serie?

Manche nennen 3D-Cache eine „Spielerei“. Das greift zu kurz: 3D-Stacking ist ein handfester Packaging-Fortschritt mit konsistenten Gewinnen in latenzsensiblen Workloads. Ja, Microcode-Updates, BIOS-Releases und neue Architekturen können einzelne Titel neu sortieren. Und ja, harte Intel-Rabatte wirbeln Wochencharts durcheinander. Unterm Strich besitzt AMD im Retail aber eine robuste Formel: cache-starke Gaming-Chips ganz oben, preiswerte Sechskerner als Volumenbasis und eine Plattform mit Zukunft.

Schnellratgeber für den Aufbau

  • Reines Gaming mit hoher Hz-Zahl: Ryzen 7 7800X3D oder Ryzen 7 9800X3D.
  • Gaming & Creation im Angebot: Core i7-14600K / Core Ultra 7 265K beobachten; Board- und Kühlerkosten einpreisen.
  • Preiswerte Upgrades: Ryzen 5 5500 (AM4) oder Ryzen 5 5600X, idealerweise im Bundle.

Methodik-Hinweis: Amazon zeigt einen Händler und eine DIY-geprägte Klientel. Der Trend bleibt dennoch stabil: X3D führt im Gaming, günstige Ryzen drücken die ASP und treiben die Volumenanteile – eine unangenehme Doppelpackung für Intel im Retail.

Das könnte Ihnen auch gefallen

3 kommentare

CyberClown November 23, 2025 - 5:14 pm

Mit knappem Budget lieber 14600K im Board-Bundle schnappen – manchmal brutal günstig

Antworten
OrangeHue January 14, 2026 - 10:20 am

Mal schauen, was neue BIOS-Versionen reißen. Retail bleibt spannend

Antworten
Ray8er January 16, 2026 - 11:50 pm

Hab den Ultra 7 265K für 299 gesehen – in DER Preisklasse ist Intel wieder interessant

Antworten

Einen Kommentar hinterlassen