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RTX 50 SUPER-Gerüchte: Preise, Timing und das GDDR7-Rätsel

von ytools
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Die Gerüchteküche rund um NVIDIAs GeForce-Generation RTX 50 SUPER läuft heiß – nur zeigen die Hinweise nicht in dieselbe Richtung. Ein Lager behauptet, die SUPER-Modelle seien real, aber weit nach hinten geschoben; ein anderes hält die ganze Debatte für verfrüht, weil Add-in-Board-Partner (AICs) bislang keinerlei technische Unterlagen, Referenzplatinen oder BIOS-Hooks erhalten haben.
RTX 50 SUPER-Gerüchte: Preise, Timing und das GDDR7-Rätsel
Als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor kommt die Preisentwicklung bei GDDR7 ins Spiel: Die neue Speichertechnik gilt als teurer, unklar ist jedoch, ob die Teuerung von den RAM-Herstellern, vom Ökosystem rund um die GPU – oder von beiden Seiten – getrieben wird. In Summe entsteht ein seltener Fall, in dem fehlende Leaks selbst zur Aussage werden: Wer kurz vor dem Launch steht, hinterlässt normalerweise Spuren.

So bewerten wir Gerüchte

Unser Raster besteht aus vier Säulen: Quelle, Bestätigung durch unabhängige Stimmen, technische Plausibilität und Zeitplan-Realismus. Danach ist ein SUPER-Refresh auf Basis von Blackwell wahrscheinlich, der genaue Zeitpunkt jedoch beweglich. Überschlägig taxieren wir die Chance auf eine Veröffentlichung im Jahr 2026 auf rund 70 %. Nicht, weil ein Master-Leak alles verraten hätte, sondern weil mehrere mittelverlässliche Signale dieselbe Richtung andeuten – während auf Partnerseite Funkstille herrscht.

Was genau behauptet wird

Die eine Seite sagt: NVIDIA habe intern bestätigt, dass RTX 50 SUPER nicht gestrichen sei, der Start habe sich jedoch Richtung drittes Quartal 2026 verschoben. Die Gegenposition: Von Verschiebung zu reden sei Unsinn, solange AICs keinerlei Designdaten besitzen – ohne PCBs, Thermikvorgaben und Firmware-Hooks gibt es schließlich nichts, das man verschieben könnte. Beides kann zugleich stimmen: Ein Produkt kann existieren und dennoch so weit entfernt sein, dass Partner heute schlicht keinen Stoff zum Arbeiten haben.

Historisch gilt: Wenn eine GeForce-Serie (oder ein Mid-Cycle-Refresh) näher rückt, erhalten Boardpartner frühzeitig Guidelines zu Layout, Leistungsaufnahmen und Kühlergrößen. Das hinterlässt Spuren, etwa neue Device-IDs in öffentlichen Treiberzweigen, EEC-/Zertifizierungs-Einträge oder vorschnelle Händlerlistings. Ende Herbst/Frühwinter fehlten solche Indizien für die SUPER-Reihe nahezu vollständig. Daraus folgt: Ein kurzfristiges, messetaugliches „Überraschungs-Release“ wirkt unrealistisch.

Das GDDR7-Rätsel

GDDR7 verspricht höhere Bandbreite und strengere Signal- sowie Energievorgaben – mit entsprechend höherer Stückliste (BOM). In vielen GeForce-Generationen organisiert NVIDIA die Speichermodule zentral und liefert sie zusammen mit den GPU-Dies an Partner. Steigen die Kosten, muss das nicht beim AIC hängen bleiben. Ebenso wenig bedeutet teurerer Speicher automatisch höhere Straßenpreise. Zwei robuste Schlussfolgerungen lassen sich dennoch ziehen:

  1. Steigende VRAM-Kosten erschweren eine SUPER-Reihe, die auf „mehr Speicher pro Euro“ setzt – genau das, worauf viele Preis-Leistungs-Fans gehofft hatten.
  2. Ob die UVP steigt, ist eine Strategiefrage: In einem abgekühlten Markt kann NVIDIA Preise stabil halten und Margen teilweise opfern, um Stückzahlen und Marktanteile zu schützen.

Die Diskussion ist damit weniger technisch („geht das?“) als ökonomisch („lohnt sich das?“). Nach dem Boom 2020–2022 ist die Nachfrage rationaler; ungebremste Preiserhöhungen riskieren Gegenwind.

Wettbewerb, Takt und der 4090-Effekt

Rutscht RTX 50 SUPER tatsächlich in Richtung Ende 2026, kollidiert das Zeitfenster teilweise mit dem, was Beobachter für die nächste große Runde – nennen wir sie der Einfachheit halber „RTX 6000“ – im Jahr 2027 erwarten. Dieses Überlapp komprimiert die Phase, in der SUPER die Produktpalette neu sortieren könnte. Profiteur der langen Pause dürfte ironischerweise NVIDIAs eigene GeForce RTX 4090 sein: Der Halo-Effekt bleibt länger bestehen, Wiederverkaufswerte halten sich, und der Wettbewerb erhält keinen bequemen Anlass, das Deck neu zu mischen. Für Spielerinnen und Spieler mit schmalem Budget, die auf mehr VRAM im Mittelklasse-Segment gehofft hatten, ist das ernüchternd.

Woran man echte Bewegung erkennt

  • Partner-Kits: Sobald PCB-Guides und Thermikvorgaben auftauchen, sickern Kühlervarianten, BIOS-Tools und Layout-Details durch.
  • Treiber-Indizien: Neue PCI IDs in öffentlichen Branches sind seit Jahren ein verlässlicher Frühindikator.
  • Regulatorik & Retail: EEC-/Zertifizierungslisten und verfrühte SKU-Einträge tauchen meist Wochen bis Monate vor einem Launch auf.
  • Event-Kalender: Bleibt es bis zur Jahresmitte still, wird „spätes 2026“ vom Szenario zur Basisannahme.

Fazit

Für eine Absage der RTX 50 SUPER gibt es keine harten Belege. Für einen zeitlichen Drift jedoch eine Menge Anzeichen – und die GDDR7-Ökonomie macht ein aggressives Preis-Leistungs-Versprechen schwieriger. Solange Partner keine Schematics und Firmwares besitzen, bleiben kurzfristige Daten Wunschdenken. Unsere Position: SUPER ist real, aber später; die Endpreise hängen weniger an der reinen DRAM-Preisliste und stärker an NVIDIAs Abwägung zwischen Marge und Marktanteil im nüchternen, post-boomigen PC-GPU-Zyklus.

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3 kommentare

BenchBro November 19, 2025 - 10:44 pm

Sieht so aus, als ob die 50er länger atmen – Konkurrenz ist eh mau 😅

Antworten
Baka December 1, 2025 - 10:14 am

Kein SUPER für dich! *Seinfeld-Stimme* 🤣

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tilt December 20, 2025 - 4:35 am

Q3/2026? Dann rempelt das schon an 6000er in 2027, awkward Timing tbh

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