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nubia V80 Design: Günstiges 120-Hz-Phone mit KI-Taste und Linkfree

von ytools
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Das nubia V80 Design ist in einigen asiatischen Märkten eher heimlich gestartet – und taucht je nach Region auch unter dem Namen ZTE Blade V80 Vita auf.
nubia V80 Design: Günstiges 120-Hz-Phone mit KI-Taste und Linkfree
Hinter den unterschiedlichen Bezeichnungen steckt aber dieselbe Idee: ein preisgünstiges Smartphone mit moderner Optik, 120-Hz-Display, großer Batterie und einem auffälligen Fokus auf KI-Funktionen, das deutlich edler wirken soll, als es der Preis vermuten lässt.

Auf der Vorderseite dominiert ein 6,75-Zoll-LCD mit einer Auflösung von 900 x 1.940 Pixeln und rund 317 ppi. OLED ist es zwar nicht, aber die Bildwiederholrate von 120 Hz sorgt dafür, dass Feeds, Menüs und leichte Spiele spürbar flüssiger laufen als bei vielen anderen Budget-Phones. Mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 1.000 Nits bleibt der Screen auch im Freien gut ablesbar. Die 16-MP-Selfie-Kamera sitzt in einer unauffälligen Punch-Hole-Aussparung, der Fingerabdrucksensor wandert in den Rahmen und ist seitlich im Power-Button untergebracht – ergonomisch praktisch und optisch aufgeräumt.

Trotz des großen Displays wirkt das Gerät nicht klobig: 7,7 mm Gehäusedicke und 191 g Gewicht sind für einen 5.000-mAh-Akku absolut im Rahmen. Geladen wird mit bis zu 22,5 W, dazu kommt 10 W Reverse Charging über Kabel, sodass das nubia V80 Design im Notfall als kleine Powerbank für Kopfhörer oder ein zweites Smartphone einspringen kann. Die IP64-Zertifizierung bedeutet Schutz vor Staub und Spritzwasser – Regen oder ein umgefallenes Glas sind also kein Drama, zum Schwimmen sollte man das Gerät allerdings nicht mitnehmen.

Im Inneren arbeitet der Unisoc T7280, gefertigt im 12-nm-Verfahren. Er kombiniert zwei Cortex-A75-Kerne mit bis zu 2,2 GHz und sechs Cortex-A55-Kerne mit 1,8 GHz, dazu kommt eine Mali-G57-MP1-GPU. Übersetzt in die Praxis heißt das: Alltagsaufgaben wie Messenger, Browser, Social Media, Streaming und einfache Games laufen flüssig, bei grafisch anspruchsvollen Titeln muss man die Details jedoch zurückschrauben. Das ist kein Performance-Monster, sondern ein solider Alltagschip, passend zur Preisklasse.

In der Top-Version stehen 8 GB RAM zur Verfügung, die per virtuellem Speicher um bis zu 12 GB erweitert werden können. Theoretisch können also bis zu 20 GB für Multitasking genutzt werden – natürlich zulasten des internen Speichers. Davon bietet das nubia V80 Design ab Werk 256 GB, was in diesem Segment großzügig ist. Einen microSD-Slot gibt es jedoch nicht, wer viele Videos, Spiele oder Fotos hortet, sollte das im Hinterkopf behalten.

Bei der Konnektivität gibt es Licht und Schatten. Positiv sind Dual-SIM-Support, NFC (je nach Region), Wi-Fi, Bluetooth und ein klassischer 3,5-mm-Klinkenanschluss für kabelgebundene Kopfhörer. Der große Kritikpunkt steckt im Modem: Der Unisoc-Chip bringt lediglich 4G mit, auf 5G muss man verzichten. In manchen Märkten spielt das 2025 noch keine riesige Rolle, doch im Datenblatt wirkt der fehlende 5G-Support inzwischen wie ein klarer Kompromiss zugunsten des Preises.

Am meisten Diskussionen löst das Kameramodul aus. Optisch suggeriert der große rechteckige Block mit mehreren Ausschnitten ein klassisches Triple-Kamerasystem. In Wahrheit arbeitet hinten aber nur ein 50-MP-Hauptsensor zusammen mit einem sehr einfachen 2-MP-Tiefensensor. Die zusätzliche Öffnung dient eher der Symmetrie als der Bildqualität – ein Trick, den man aus vielen anderen günstigen Geräten kennt. Nubia bewirbt das Ganze als 50MP AI Camera, und ja, KI-Algorithmen können HDR, Nachtmodus und Porträts sichtbar verbessern. Trotzdem bleibt das Setup im Kern eine einfache Hauptkamera: für Instagram und WhatsApp völlig okay, aber weit entfernt von der Vielfalt eines Ultraweitwinkels oder Telezooms.

Die 16-MP-Frontkamera ist auf Selfies, Videocalls und kurze Clips für Reels oder TikTok ausgelegt. Beautify-Filter, Hintergrundunschärfe und automatische Optimierungen gehören zum Standard. Videoaufnahmen zielen eher auf schnell geteilte Alltagsmomente als auf cineastische Meisterwerke – passend zur restlichen Hardware.

Spannender ist eine Funktion, die man in dieser Preisklasse selten sieht: nubia Linkfree. Dahinter steckt eine Off-Grid-Kommunikationslösung, bei der mehrere V80-Design-Geräte über Bluetooth miteinander sprechen können – inklusive Sprach- und Textkommunikation, selbst wenn kein Mobilfunknetz verfügbar ist. Unter Idealbedingungen reicht die Verbindung mehrere hundert Meter weit, in der Praxis hängt es stark von Gebäuden, Bäumen und Gelände ab. Satellitenkommunikation ersetzt das nicht, kann aber bei Festivals, Wanderungen oder in Kellern, in denen das Netz regelmäßig abbricht, durchaus praktisch sein.

Softwareseitig läuft eine Oberfläche auf Basis von Android 16, gespickt mit KI-Features. Dazu zählen Echtzeitübersetzung, Erkennung verdächtiger Anrufe und Nachrichten, ein Schreibassistent mit Vorschlägen für Antworten, diverse Tools zur Bildbearbeitung und -transformation sowie eine Wallpaper-Generierung. All diese Funktionen lassen sich über eine dedizierte AI-Taste am Gehäuserand direkt aufrufen. Für manche Nutzer ist das ein echter Mehrwert, andere sehen darin eher den Versuch, möglichst viel KI-Buzzword auf ein klassisches Budget-Phone zu kleben.

Optisch gibt sich das nubia V80 Design Mühe, nicht langweilig zu wirken. Vier Farbvarianten stehen zur Wahl: das schlichte Midnight Black, das warme Pale Amber, das frische Celadon Cyan und das verspielte Peach Fuzz. Zusammen mit den flachen Seiten und dem auffälligen Kamerablock verpasst das dem Gerät eine deutlich hochwertigere Anmutung, als der Preis vermuten lässt.

Preislich positioniert sich das Smartphone klar in der Einstiegsklasse: In Malaysia kostet die Version mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher rund 570 MYR, umgerechnet etwa 140 US-Dollar beziehungsweise 120 Euro. In den Philippinen startet die 4/256-GB-Variante bei etwa 5.800 PHP (rund 100 Dollar/85 Euro), die 8/256-GB-Ausführung liegt bei ungefähr 6.500 PHP (circa 110 Dollar/95 Euro). Damit konkurriert das nubia V80 Design mit einer Vielzahl günstiger Android-Phones, die oft bei Display, Speicher oder Verarbeitung sparen.

Unterm Strich richtet sich das Gerät an Nutzer, die in erster Linie ein großes, flüssiges Display, lange Laufzeiten, klassische Anschlüsse und ein bisschen Tech-Spielerei rund um KI und Off-Grid-Kommunikation suchen – und dafür bereit sind, Abstriche bei 5G, Kamera-Vielseitigkeit und Speichererweiterung zu akzeptieren. Wer nur auf den Kamerabuckel schaut, könnte sich vom scheinbaren Triple-Setup tatsächlich leicht in die Irre führen lassen. Wer die Specs dagegen bewusst liest und mit den Kompromissen leben kann, bekommt ein interessantes, wenn auch nicht perfektes Budget-Smartphone mit eigener Nische.

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