Die Reno-Reihe von Oppo bekommt bald Zuwachs – und diesmal sieht alles danach aus, dass das neue Modell nicht in China hängenbleibt. 
Das Oppo Reno15 Pro taucht bereits in mehreren internationalen Zertifizierungsdatenbanken auf und macht damit klar: Dieses Gerät ist als waschechter Global Player geplant und zielt direkt auf das Segment der sogenannten „Upper-Midrange“-Smartphones.
Offiziell vorgestellt werden Reno15 und Reno15 Pro zunächst in China, der Termin steht mit dem 17. November bereits fest. Spannend ist jedoch, was im Hintergrund passiert: Ein Gerät mit der Modellnummer CPH2813, das dem Reno15 Pro zugeschrieben wird, wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Indien und in mehreren europäischen Ländern zertifiziert. Wenn ein Hersteller sich die Mühe macht, all diese Märkte parallel abzudecken, spricht das fast immer für einen breit angelegten internationalen Start – nicht nur für eine einzelne Region oder einen speziellen Netzbetreiber.
Eine der interessantesten Infos aus den Unterlagen: Das Reno15 Pro soll eSIM-Unterstützung bieten. Heißt konkret: Neben einer klassischen physischen SIM können Nutzer auch einen digitalen Tarif direkt im Handy hinterlegen. Vor allem Vielreisende und Menschen mit getrennten Privat- und Geschäftsrufnummern profitieren davon, weil sie nicht mehr mit mehreren Geräten jonglieren oder ständig SIM-Karten tauschen müssen. Und da viele Provider in Europa und Asien eSIM zunehmend pushen, wirkt dieser Schritt sehr zukunftssicher.
Beim Innenleben will Oppo offensichtlich ein rundes Gesamtpaket schnüren. Erwartet wird ein 6,78 Zoll großes Display – ein Format, das sich ideal für Serien-Streaming, Social-Media-Dauerfeuer oder längerfristige Gaming-Sessions eignet. Als Herzstück dient laut aktuellen Informationen der MediaTek Dimensity 8450, ein moderner SoC, der genug Leistung für den Alltag und anspruchsvollere Anwendungen bieten soll, ohne den Akku im Rekordtempo zu leeren.
Gepaart wird der Chip angeblich mit 12 GB oder 16 GB RAM. Das ist für ein Gerät dieser Klasse eine Ansage und bedeutet in der Praxis: Viele Apps parallel offen, zwischen Spielen, Kamera, Browser und Chat-Apps hin- und herspringen – all das sollte flüssig funktionieren. Beim internen Speicher setzt Oppo noch einen drauf: Geplant sind Varianten mit 256 GB, 512 GB und sogar 1 TB. Damit deckt das Reno15 Pro Nutzer ab, die nur gelegentlich Fotos schießen, genauso wie Creator, die 4K-Videos aufnehmen, große Apps nutzen und ihre Mediensammlung lieber lokal statt in der Cloud lagern.
Ein weiterer Wert, der sofort ins Auge fällt, ist der Akku. Dem Reno15 Pro wird eine Kapazität von 6.500 mAh nachgesagt – deutlich mehr als das, was viele klassische Mittelklasse-Modelle aktuell bieten. Im Alltag könnte das bedeuten: Ein langer Arbeitstag mit Navigation, Musik-Streaming, Mails, Kamera und Social Media sollte problemlos zu schaffen sein, ohne dass ständig die nächste Steckdose im Hinterkopf sein muss. Wer eher moderat unterwegs ist, hat gute Chancen, auf anderthalb oder sogar zwei Tage Laufzeit zu kommen. Und weil Oppo traditionell beim Schnellladen vorne mitspielt, dürften die Ladezeiten trotz großem Akku im Rahmen bleiben, auch wenn die genaue Wattzahl noch nicht bestätigt ist.
Softwareseitig will sich Oppo ebenfalls modern aufstellen. Das Reno15 Pro soll direkt mit Android 16 ausgeliefert werden, kombiniert mit ColorOS 16. Diese Kombination verspricht zum einen aktuelle Sicherheitsfunktionen und System-Features von Google, zum anderen die bekannten Extras von Oppo: umfangreiche Personalisierung, praktische Gestensteuerung, Game-Tools, Datenschutz-Einstellungen und viele Detailanpassungen, die man in Stock-Android so nicht findet. Ein Start auf einer frischen Android-Version ist außerdem ein gutes Zeichen für die Update-Perspektive: Wer sein Smartphone mehrere Jahre nutzen möchte, hat damit tendenziell länger Ruhe.
Zum Kamerasetup gibt es noch keine vollständig bestätigten Daten, aber vieles deutet auf ein Triple-Kamera-System auf der Rückseite hin. Angesichts der Historie der Reno-Serie darf man mit einem starken Hauptsensor rechnen, der bei Tageslicht knackige Fotos liefert und auch bei wenig Licht mithilfe von Softwaretricks noch viel herausholt. Ergänzt wird das Ganze aller Wahrscheinlichkeit nach durch ein Ultraweitwinkel für Landschaften und Gruppenfotos sowie ein drittes Modul, beispielsweise für Porträts mit Tiefeninformationen oder Makroaufnahmen. Oppo setzt traditionell stark auf Computational Photography, das heißt: Nachtmodus, Porträtfilter, Video-Stabilisierung und Farboptimierungen werden vermutlich eine zentrale Rolle spielen.
Auch beim Thema Robustheit dürfte das Reno15 Pro besser aufgestellt sein als viele Vorgänger. Zwar gibt es noch keine offizielle IP-Zertifizierung, aber Hinweise auf Staub- und Spritzwasserschutz häufen sich. Schon ein mittlerer Schutzgrad reicht im Alltag oft aus, um kleine Missgeschicke zu entschärfen – vom Regenschauer auf dem Weg nach Hause bis zum umgekippten Wasserglas auf dem Schreibtisch.
In der Summe zeichnet sich das Oppo Reno15 Pro als sehr komplettes Paket ab: großes, vermutlich hochwertiges Display, aktueller Dimensity-Chip, viel Arbeitsspeicher, bis zu 1 TB Speicherplatz, riesiger 6.500-mAh-Akku, eSIM-Unterstützung, Android 16 mit ColorOS 16 sowie ein vielseitiges Kamerasystem. Die zwei großen offenen Fragen bleiben vorerst Preis und Marktstrategie: Wie aggressiv wird Oppo das Gerät im Vergleich zu Konkurrenten wie Samsung, Xiaomi und Co. positionieren – und in welchen europäischen Ländern landet es tatsächlich im Handel? Eines ist aber schon jetzt klar: Wer ein ausdauerndes und leistungsstarkes Smartphone jenseits der klassischen Flaggschiff-Preise sucht, sollte das Reno15 Pro auf dem Radar behalten.
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6500 mAh klingen nach genau dem Akku, den ich brauche, um endlich ohne Powerbank durch den Tag zu kommen