Huawei hat die Mate-80-Familie nun ganz offiziell enthüllt und damit gezeigt, wohin die Reise im High-End-Segment der Marke geht. Das Unternehmen nennt nun nicht nur den konkreten Starttermin für China, sondern zeigt auch das finale Design aller Modelle, die Farbvarianten und die Speicherkonfigurationen. 
Parallel dazu bekommt auch das neue Foldable Mate X7 seinen großen Auftritt, sodass der Launch-Tag für Huawei praktisch zu einem kleinen Hausmesse-Event wird.
Der Marktstart der Huawei-Mate-80-Serie in China ist für den 25. November bestätigt, die Vorbestellungen laufen bereits über den hauseigenen Online-Shop Vmall. Wer schnell ist, kann sich also schon jetzt Wunschfarbe und Wunschkonfiguration sichern, bevor die ersten Chargen vergriffen sind. Damit sendet Huawei ein klares Signal: Trotz fehlender Google-Services sieht sich die Marke weiter als ernstzunehmender Premium-Anbieter, der optisch auffällige und technisch starke Geräte liefern will, über die man in der Tech-Szene redet.
Die neue Reihe besteht aus vier Modellen: Mate 80, Mate 80 Pro, Mate 80 Pro Max und Mate 80 RS Ultimate Design. Allein der Name Pro Max sorgt bereits für Diskussionen – viele Nutzer sehen darin einen kleinen Seitenhieb auf Apple, weil Huawei damit ganz bewusst eine Bezeichnung aufgreift, die jeder vom iPhone kennt. Hinter der Namenswahl steckt aber eine klare Positionierung: Der Mate 80 ist der „klassische“ Alltags-Flaggschiff, der Mate 80 Pro die etwas kräftiger ausgestattete Variante, der Mate 80 Pro Max das bewusst überzogene Technikpaket für Enthusiasten und der Mate 80 RS Ultimate Design das Luxusmodell für alle, die mit ihrem Smartphone auch Statement und Status zeigen wollen.
Optisch orientieren sich Mate 80 und Mate 80 Pro stark aneinander. Auf der Rückseite sitzt ein großer runder Kamerablock mit drei Sensoren, darunter eine Periskop-Telelinse für echten optischen Zoom statt reiner Digitaltrickserei. Auffällig ist außerdem ein weiterer kreisförmiger Bereich im unteren Teil, der sofort reichlich Spekulationen ausgelöst hat. Die spannendste Theorie: Huawei bereitet eine magnetische Lade- und Zubehörlösung im Stil von MagSafe vor, bei der Hüllen, Halterungen oder Powerbanks einfach andocken. Bestätigt ist das zwar nicht, aber allein die Möglichkeit sorgt schon für Gesprächsstoff.
Auf der Frontseite setzen sowohl Mate 80 als auch Mate 80 Pro auf eine Dual-Frontkamera mit 3D-Gesichtserkennung. Das bringt nicht nur bessere Selfies und Portraits, sondern sorgt auch für ein deutlich sichereres Face Unlock als bei klassischen 2D-Lösungen. Bei den Farben fährt Huawei eine Mischung aus edel und auffällig: Dawn Gold, Obsidian Black, Snowy White und Spruce Green decken sowohl den dezenten Business-Look als auch mehr Persönlichkeit ab. Die Speicherausstattung beginnt bei 12 GB RAM und 256 GB internem Speicher, dazu kommen Varianten mit 12/512 GB und 16/512 GB – reichlich Reserven für Gaming, 4K-Videos, lokale Musikbibliotheken und große App-Sammlungen.
Der Mate 80 Pro übernimmt diese Farbpalette und Speicherstufen, legt aber noch eine Schippe drauf: Es gibt zusätzlich eine Topversion mit 16 GB RAM und 1 TB internem Speicher. Damit bewegt sich das Gerät in einem Bereich, in dem sonst eher Ultrabooks unterwegs sind. Wer viele Fotos in voller Auflösung aufbewahrt, Serien offline in HD oder 4K speichert oder mit großen Dateien arbeitet, bekommt hier praktisch einen Mini-Rechner in Smartphone-Form. Genau diese Mischung aus Alltagstauglichkeit und Reserven macht den Pro für viele Nutzer vermutlich zur attraktivsten Option im Line-up.
Über dem Pro siedelt Huawei den Mate 80 Pro Max an, der faktisch die Rolle des früheren Mate 70 Pro+ übernimmt. Hier steht die Kamera noch stärker im Fokus: Auf der Rückseite sitzt ein Quad-Kamera-Setup mit gleich zwei Periskop-Teleobjektiven. Das soll dafür sorgen, dass auch bei sehr hohen Brennweiten die Details erhalten bleiben und man weniger aggressive digitale Nachschärfung braucht. Vorn bleibt es bei der Dual-Frontkamera, sodass das Gerät insgesamt sehr symmetrisch wirkt. Farblich wird es etwas kühler und technischer: Polar Night Black, Polar Silver, Polar Day Gold und Aurora Blue. Bei der Speicherbestückung stehen 16/512 GB und 16/1 TB zur Auswahl, klar ausgerichtet auf Power-User, Content-Creator und alle, die ungern ständig aufräumen.
Ganz oben thront der Mate 80 RS Ultimate Design, die exklusivste und zugleich teuerste Variante der ganzen Serie. Er ist sofort am achteckigen Kameramodul zu erkennen, das optisch stark an Luxusuhren oder Sportwagen-Design erinnert. Auch hier kommt eine Quad-Kamera mit Dual-Frontkamera zum Einsatz, aber der eigentliche Aufreger sind die Speicherwerte: 20 GB RAM kombiniert mit 512 GB oder 1 TB internem Speicher. Farblich setzt Huawei auf Dark Black und Pure White als Klassiker sowie auf den auffälligen Hibiscus-Ton für alle, die garantiert nicht untergehen wollen. In dieser Ausführung ist der Mate 80 weniger Arbeitsgerät und mehr technisches Schmuckstück.
Parallel zur Mate-80-Serie bringt Huawei das Foldable Mate X7 auf die Bühne. Zu den kompletten Specs schweigt sich der Hersteller noch aus, doch die gemeinsame Präsentation zeigt deutlich, wohin die Reise geht: weg von einzelnen Geräten, hin zu einem Ökosystem aus klassischem „Candybar“-Flaggschiff und großem Falt-Screen für Produktivität, Multitasking, Lesen und Streaming. Wer will, kombiniert beides und deckt so vom schnellen Check unterwegs bis zur längeren Arbeitssession auf dem Sofa alles ab.
Schon jetzt können Interessierte die Mate-80-Modelle über Vmall vorbestellen und sich ihre Wunschvariante sichern. Die ersten Reaktionen aus der Community sind gemischt, aber überwiegend neugierig: Viele finden den runden Kameraring wesentlich eleganter als die kantigen Klötze anderer Hersteller, andere feiern den Pro-Max-Namen als frechen Seitenhieb auf Apple, und nicht wenige wundern sich, dass ein Smartphone nun mehr RAM als so mancher Gaming-PC mitbringt. Wenn Huawei die starke Optik mit guter Akkulaufzeit, stabiler Software und konkurrenzfähiger Kameraqualität verbindet, könnte die Mate-80-Reihe zu einem der spannendsten Android-Starts des Jahres werden.
2 kommentare
Die RS-Version in Hibiscus ist schon maximal laut, aber genau solche Leute kaufen so ein Ding, um aufzufallen
Überlege ernsthaft von meinem alten Mate umzusteigen, Spruce Green hat mich komplett abgeholt, mein Konto eher weniger