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Alle Day-One-Spiele im Xbox Game Pass vom Xbox Partner Preview

von ytools
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Das jüngste Xbox Partner Preview ist vorbei – und damit auch jede Hoffnung auf einen überraschenden Mega-Blockbuster? Kommt darauf an, wen man fragt. Microsoft hat diesmal keinen einzelnen „Must-have“-Titel in den Mittelpunkt gestellt, sondern den Xbox Game Pass mit einer ganzen Welle an Day-One-Spielen bestückt. Roguelites, Horror, stilvolle Metroidvanias, schräge Koop-Experimente: Vieles davon ist noch weit weg, manches ist per Shadow Drop schon heute im Abo spielbar. Für die einen ist das genau die Art Line-up, für die sie Game Pass lieben.
Alle Day-One-Spiele im Xbox Game Pass vom Xbox Partner Preview
Für andere ist es eher das Zeichen: „Okay, ich kann meine Subscription erstmal ruhigen Gewissens pausieren.“

Genau an diesem Spannungsfeld merkt man, wie unterschiedlich der Wert von Game Pass wahrgenommen wird. Die einen rechnen den Jahrespreis gegen drei, vier Vollpreistitel auf und sagen: „Wozu zahlen, wenn mich gerade mal ein Spiel interessiert?“ Die anderen schwören, dass sie ohne Abo niemals so viele kleine, verrückte und mutige Spiele ausprobiert hätten. Das neue Partner Preview gießt Öl ins Feuer dieser Diskussion: Es liefert keinen großen Heilsbringer, aber ein Bündel Projekte, die sehr gut zu den typischen „Plötzlich redet jeder darüber“-Hits des Service werden könnten.

Armatus: Roguelite-Schlachten im Dämonen-Paris

Den Anfang macht Armatus, ein Third-Person-Roguelite-Shooter vom Godfall-Studio Counterplay Games. In einer apokalyptischen Vision von Paris ist die Stadt von einer Katastrophe und dämonischen Kräften zerfressen. Zwischen eingestürzten Boulevards, verdrehten Monumenten und brennenden Straßenschluchten zieht ein maskierter Krieger los, um Viertel um Viertel zurückzuerobern – im vollen Bewusstsein, dass jeder Versuch im Tod enden und ein neuer Anlauf nötig sein kann.

Armatus will das wuchtige, fast schon slasherhafte Gefühl eines Actionspiels mit der Schleife „Nur noch ein Run“ verbinden, für die Roguelites so gefährlich sind. Jeder Durchgang bringt neue Gegnerkombinationen, andere Modifier, andere Waffen und Masken, die eure Spielweise prägen. Sterben heißt: zurück in den Hub, Build neu denken, Fähigkeiten umverteilen, neue Synergien ausprobieren – und dann wieder ab in die Dämonenstadt. Das Spiel soll 2026 für Xbox Series X|S, PC und die Cloud erscheinen und zum Launch direkt im Xbox Game Pass landen.

Cloverpit: Albtraum-Spielautomat für Balatro-Fans

Weniger Dämonen, mehr Dämonen im Kopf gibt es in Cloverpit, einem Roguelite rund um einen höllischen Spielautomaten. Wer Balatro verschlungen hat, wird sich hier sofort abgeholt fühlen: Jede Drehung kann euren Run zum Himmel katapultieren – oder in Sekunden komplett ruinieren. Buffs, Flüche, riskante Synergien und absurd starke Kombinationen treffen aufeinander, bis ihr selbst nicht mehr wisst, ob ihr noch spielt oder schon zockt.

Cloverpit war bereits auf dem PC verfügbar, bekam im Partner Preview aber die Xbox-Version spendiert – inklusive Shadow Drop. Xbox Game Pass Ultimate-Abonnentinnen und -Abonnenten können das Spiel ab sofort auf Xbox Series X|S, PC und via Cloud starten. Es ist genau die Art Titel, in die man „nur kurz reinschauen“ will und dann plötzlich tief in Wahrscheinlichkeiten, Build-Optimierung und herzzerreißende Pechsträhnen abtaucht.

Crownsworn und Echo Generation 2: Indie-Showcase mit Stil

Auf der stilvollen Seite des Line-ups glänzt Crownsworn, eine düstere Metroidvania mit starkem Fokus auf Bewegung und Kampf. Statt sich nur brav in die Reihe der klassischen Genrevertreter einzureihen, setzt Crownsworn auf flüssige Traversal-Mechaniken und Kombos: Dashes, Luftangriffe, präzise Sprünge und aggressive Ausweichmanöver sind die DNA der Level. Man merkt dem Spiel an, dass sich das Team zuerst gefragt hat: „Wie fühlt es sich an, die Figur zu steuern?“ – und erst danach den Rest drumherum gebaut hat.

Ein genaues Releasedatum gibt es noch nicht, aber der Deal steht: Sobald Crownsworn erscheint, ist es vom ersten Tag an im Xbox Game Pass spielbar – in der Cloud, auf PC und Xbox Series X|S. Kleiner Haken: Zum Start wird das Spiel an Xbox Game Pass Ultimate gekoppelt sein. Parallel erscheint es auch auf Nintendo Switch und PlayStation 5, bleibt also multiplattform, dürfte aber über Game Pass von vielen überhaupt erst entdeckt werden.

Mit Echo Generation 2 meldet sich außerdem Cococucumber zurück. Der erste Teil hatte diese typische „Kids auf Fahrrädern gegen das Übernatürliche“-Atmosphäre mit einem kräftigen Nostalgie-Filter. Die Fortsetzung wirkt deutlich erwachsener – eher X-Files als Goonies. Kleinstadt-USA, merkwürdige Vorkommnisse, Verschwörungsflair und schwerere Themen, mit denen die Figuren zu kämpfen haben, bestimmen den Ton. Der markante Voxel-Look bleibt, aber das Lächeln ist einem nervösen Grinsen gewichen. Geplant ist ein Release 2026, inklusive Day-One-Start im Xbox Game Pass auf Cloud, PC und Xbox Series X|S.

Western-Roguelite von Plot Twist und das Comeback von Raji

Aus einer ganz anderen Ecke kommt das neue Projekt von Plot Twist, dem Studio hinter The Last Case of Benedict Fox. Statt viktorianischer Herrenhäuser und psychologischer Albträume gibt es nun staubige Westernstädte, endlose Gleise und einen Himmel, der eher nach letzter Chance als nach Happy End aussieht. Ihr neuer Titel ist ein Western-Roguelite mit markanter 3D-Pixel-Optik, in dem die Welt mit jedem gescheiterten Versuch ein Stückchen weiter verfällt.

Der Clou: Scheitern ist nicht nur persönlicher Rückschritt, sondern rückt die gesamte Spielwelt näher an den Abgrund. Wer zu gierig spielt und einen Run nach dem anderen in den Sand setzt, sieht zu, wie die Umgebung buchstäblich zerfällt. Das zwingt zu einem spannenden Spagat zwischen Risiko und Vorsicht. Der Titel erscheint für Xbox Game Pass (Cloud, PC, Xbox Series X|S), eine Game-Preview-Version auf PC ist für das Frühjahr 2026 geplant.

Auch Fans von Mythologie sollten hellhörig werden: Raji: Kaliyuga, die Fortsetzung zu Raji: An Ancient Epic, führt die Reihe weiter in Richtung Action-Adventure in der Third-Person-Perspektive. Die isometrische Draufsicht ist Geschichte, dafür rückt ihr nun näher an die Figur heran und erlebt Kämpfe, Parkour-Passagen und Zwischensequenzen deutlich cineastischer. Inhaltlich dreht sich wieder vieles um die Auseinandersetzungen zwischen Göttern, Asuras und anderen mystischen Mächten im alten Indien – aber genauso um die Entscheidungen und Opfer der Menschen, die in diesem Konflikt feststecken.

Ein konkreter Termin fehlt auch hier, aber die Game-Pass-Zusage steht: Sobald Raji: Kaliyuga erscheint, wird es in der Cloud, auf PC und Xbox Series X|S zum Release-Tag im Abo verfügbar sein. Für eine Bibliothek, die oft sehr westlich geprägt ist, ist dieser Blick auf indische Mythologie ein willkommener Farbtupfer.

Roadside Research und Total Chaos: von Kicher-Koop bis Albtraum-Horror

Am humorvollen Ende des Spektrums liegt Roadside Research, ein Koop-Simulator mit Comedy-Fokus. Statt Söldnertrupp oder Superheldentruppe spielt ihr hier eine Gruppe Aliens, die undercover an einer Tankstelle irgendwo im amerikanischen Nirgendwo arbeiten. Offiziell geht es darum, das Verhalten der Menschen zu beobachten. Inoffiziell geht es darum, Kunden nicht völlig zu verschrecken, während ihr innerlich verzweifelt versucht, so etwas wie „ganz normaler Mensch“ zu spielen.

Das Ganze schreit nach Voice-Chat, Insider-Witzen und „Weißt du noch, als du…?“-Momenten. Chaos entsteht quasi automatisch, sobald jemand in der Gruppe beschließt, kurzfristig „ein kleines Experiment“ mit den ahnungslosen Erdlingen zu starten. Roadside Research soll Anfang 2026 erscheinen und direkt im Xbox Game Pass Ultimate landen – spielbar über Cloud, PC und Xbox Series X|S. Perfekt für den „Lass mal irgendwas Lustiges im Game Pass ausprobieren“-Abend mit Freundeskreis.

Auf der komplett anderen Seite wartet Total Chaos, ein Survival-Horror aus der Ego-Perspektive vom Macher von Turbo Overkill. Hier ist nichts witzig. Die Welt ist verrottet, Ressourcen sind knapp, und jedes Geräusch im Dunkeln könnte ein Monster ankündigen, das man beim besten Willen nicht sehen möchte. Total Chaos setzt auf beklemmende Atmosphäre, knappen Munitions- und Itemhaushalt und Jump Scares, die man schon beim Zuschauen im Trailer spürt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Titeln der Show müsst ihr hier nicht lange warten: Total Chaos ist bereits als Shadow Drop im Xbox Game Pass Ultimate verfügbar – auf Cloud, PC und Xbox Series X|S. Wer nach der Präsentation dachte „Ganz nett, aber etwas zu harmlos“, findet hier die Horror-Keule, die das Gegenteil beweist.

Vampire Crawlers: die nächste Stufe nach Vampire Survivors

Zum Schluss kam der vielleicht spannendste Name für Indie-Fans: Vampire Crawlers von poncle, dem Studio hinter dem Überraschungserfolg Vampire Survivors. Statt das Prinzip eins zu eins zu wiederholen, verlegen sie ihr Chaos nun in Dungeons und ergänzen es um Deckbuilding. Bekannte Motive wie die heilige Bibel, die um euch kreist, und Knoblauch, der alles wegätzt, was zu nahe kommt, feiern ihr Comeback – aber diesmal scheint die Kraft der Builds in Kartensynergien und klug konstruierten Decks zu stecken.

Auch hier ist das Datum noch offen, aber die Game-Pass-Strategie steht fest: Vampire Crawlers wird ein Day-One-Titel im Xbox Game Pass Ultimate für Cloud, PC und Xbox Series X|S. Nach dem Siegeszug von Vampire Survivors, den viele erst durch Game Pass und Social-Media-Hype auf dem Schirm hatten, wirkt das wie der logischste Schritt der Welt. Innerhalb des Line-ups ist es wohl der Titel mit dem größten Potenzial, sofort zum Gesprächsstoff zu werden.

Was dieses Line-up über den Game Pass verrät

Schaut man sich das Partner Preview als Gesamtpaket an, ergibt sich ein klares Bild. Das Event ist keine Antwort auf die Forderung nach mehr großen Exklusivtiteln, es ist ein Statement zum Selbstverständnis von Game Pass. Der Dienst soll eine Fläche für Risiken, Nischen und Experimente sein – insbesondere in Genres wie Roguelites, Horror und Indie-Abenteuer, die perfekt ins „Einfach mal ausprobieren“-Modell passen.

Daraus ergibt sich zwangsläufig eine gespaltene Reaktion. Wer ausschließlich auf die nächsten AAA-Brecher schielt, findet hier kaum Argumente, sofort zum Abo zurückzukehren. Es fehlen große Marken, viel wirkt noch weit entfernt, manches sieht auf den ersten Blick nach „kleinem Kram“ aus. Wer aber Game Pass ohnehin als Experimentierlabor nutzt, dürfte sich über genau diese Mischung freuen: lieber fünf schräge, neue Ideen, die man leicht anspielen kann, als noch ein generischer Open-World-Brei, den man ohnehin nie durchspielt.

Und es gibt noch einen subtilen Vorteil: Wenn kein gigantischer Blockbuster alles überstrahlt, können Spiele wie Roadside Research oder Cloverpit viel leichter zu den heimlichen Stars eines Wochenendes werden. Die Einstiegshürde ist minimal – Abo vorhanden, Download starten – und plötzlich ist der „komische Alien-Koop“ oder der „kranke Slot-Roguelite“ das Spiel, über das im Freundeskreis gesprochen wird. Die neue Welle an Day-One-Titeln vom Xbox Partner Preview löst den Grundsatzstreit um Preis-Leistung nicht, zeigt aber sehr deutlich, was Microsoft mit Game Pass derzeit sein möchte: eine ständig rotierende Schatzkiste voller Kuriositäten, möglicher Kult-Lieblinge und kleiner Überraschungen. Ob man darin Gold oder nur Gerümpel sieht, hängt am Ende stark vom eigenen Geschmack ab.

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1 kommentar

Guru December 29, 2025 - 2:57 am

Die Hälfte der Liste sieht aus wie digitaler Trödel, aber erfahrungsgemäß ist genau so ein „Trödelspiel“ in ein paar Monaten der neue Geheimtipp

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