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007 First Light: James Bond, Aston Martin Valhalla und das Comeback des filmreifen 007-Spiels

von ytools
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Diesmal startet ein James-Bond-Abenteuer nicht im verrauchten Casino und auch nicht auf dem Dach eines dahinrasenden Zuges, sondern hinter dem Lenkrad eines tief liegenden, gefährlich wirkenden Aston Martin Valhalla.
007 First Light: James Bond, Aston Martin Valhalla und das Comeback des filmreifen 007-Spiels
Im neuen Xbox Partner Preview zu 007 First Light zeigt IO Interactive endlich genau das, worauf viele Fans seit der Ankündigung warten: Wie wichtig die Fahrzeuge im Spiel wirklich sind – und wie spektakulär die Verfolgungsjagden werden, wenn 007 das Gaspedal voll durchtritt.

Die Valhalla ist dabei nicht nur teure Deko im Hintergrund, sondern eine echte Co-Hauptfigur des Trailers. Man sieht Bond, wie er sich durch enge Altstadtgassen quetscht, den Wagen auf Küstenstraßen frei laufen lässt und mitten in der Nacht durch dichten Verkehr schneidet, während Leuchtspurgeschosse an den Außenspiegeln vorbeizischen. Klar ist schnell: Das ist keine Serienversion aus dem Showroom, sondern ein Q-Branch-Umbau, der vom Rahmen an neu gedacht wurde – eher lenkbares Geschoss als Sportwagen, eingefasst in glänzende Carbon-Haut.

Aus den Scheinwerfern fahren Waffen aus, auf der Windschutzscheibe erscheint ein vollgestopftes taktisches HUD, und die Valhalla spricht mit Bonds restlichem Arsenal: Ziele werden automatisch markiert, Drohnenbilder eingeblendet, Gegenmaßnahmen vorbereitet. IO Interactive greift damit eine der ältesten Fantasien der Reihe auf: In der Welt von 007 ist ein Auto nie nur Fortbewegungsmittel, sondern eine Verlängerung von Körper und Instinkt – Fluchtfahrzeug, Geheimlabor und Rammbock in einem.

Gerade langjährige Spieler fühlen sich dadurch an eine ganz bestimmte Ära erinnert. Viele sehen in dem Third-Person-Titel Everything or Nothing bis heute den Moment, in dem sich ein Bond-Spiel wirklich wie ein Blockbuster anfühlte, den man selbst steuert. Damals verschmolzen Kinoflair, typische Bond-Gadgets und filmreife Verfolgungsjagden zu einem sehr dichten Erlebnis. Der neue Trailer zu 007 First Light wirkt wie ein bewusstes Echo darauf: wieder Schulterkamera, wieder inszenierte Setpieces, die den Übergang von Undercover-Dialogen zu Feuergefechten und schließlich zu eskalierenden Autofahrten fast nahtlos gestalten.

Das Hitman-Erbe von IOI schwingt durch jede Szene mit – und das im positiven Sinn. Die Dän:innen sind dafür bekannt, offene, aber klar strukturierte Schauplätze zu bauen, in denen jede Ecke eine andere Lösung verspricht. Genau diesen Ansatz scheint man nun auf Bond zu übertragen. Missionen folgen zwar einem roten Faden, doch innerhalb dieses Rahmens gibt es Spielraum: Man kann die Wachen mit Charme und Smalltalk einlullen, im richtigen Moment in eine neue Identität schlüpfen oder die diplomatische Fassade fallen lassen und die Valhalla wie eine Abrissbirne einsetzen.

Damit trifft das Spiel einen Nerv vieler Spielerinnen und Spieler, die genug von künstlich aufgeblähten Open Worlds haben. Statt 200 Stunden Sammelobjekte und Copy-and-Paste-Aufgaben wächst der Wunsch nach einer fokussierten Kampagne mit klarer Dramaturgie – etwas im Bereich von 15 bis 20 Stunden, das man gerne mehrmals durchspielt, weil es sich gut anfühlt, verschiedene Wege und Schwierigkeitsgrade auszuprobieren. 007 First Light wirkt, als wolle es genau dieses Format liefern: kompakt, aber intensiv, mit Missionen, die man sich merkt, statt ihnen hinterher eine Checkliste abzuhaken.

Die Fahrsequenzen selbst erinnern immer wieder an Arcade-Klassiker. An manchen Stellen fühlt man sich fast an Spy Hunter erinnert: Die Valhalla wechselt abrupt die Spur, um den perfekten Schusswinkel zu erwischen, legt Fallen hinter sich ab, rammt gegnerische Fahrzeuge von der Straße und nutzt Brücken, Tunnel und Kreuzungen als improvisierte Waffen. Es sieht nicht nach langweiligen Pflichtfahrten aus, die man halt miterledigt, sondern nach eigenständigen, schnell getakteten Action-Rätseln, in denen gleichzeitig Präzision am Steuer, gutes Timing und ein wacher Blick für die Umgebung gefragt sind.

Im Mittelpunkt steht ein deutlich verjüngter 007. Patrick Gibson übernimmt den Smoking und spielt einen Bond, der noch nicht völlig abgebrüht wirkt, sondern seine Grenzen erst auslotet. Die typische Arroganz ist da, aber in den Zwischentönen schwingt Unsicherheit mit – die eines Agenten, der noch lernen muss, wie weit man Regeln biegen kann, bevor sie brechen. Unterstützung bekommt er von einer prominenten Besetzung: Gemma Chan und Lennie James bringen Charisma und Gravitas ein und helfen, das Gefühl zu erzeugen, hier eine eigenständige Bond-Interpretation zu erleben, keine bloße Nacherzählung eines bekannten Films.

Auch beim Release denkt IO Interactive groß. 007 First Light soll am 27. März 2026 gleichzeitig für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 erscheinen und damit praktisch alle aktuellen Plattformen abdecken. Dass ausgerechnet der Aston Martin Valhalla im Marketing so prominent in Szene gesetzt wird, ist daher clever: Er zeigt auf einen Blick, wie das Studio die Hardware ausreizen will – viel Verkehr, dynamische Beleuchtung, Funken, Rauch und Trümmerteile, während der Wagen mit irrwitzigem Tempo durch die Levels schießt.

Ein weiterer klassischer Baustein im Bond-Paket ist die Titelmusik – und auch hier brodelt die Gerüchteküche bereits. In der Community wird heiß diskutiert, ob Lana Del Rey tatsächlich hinter dem Theme Song stecken könnte, wie es diverse Hinweise nahelegen. Ein guter Bond-Score ist mehr als nur Hintergrundmusik; er definiert die Stimmung, die Opening-Sequenz und häufig den gesamten Ton des Abenteuers. Wenn 007 First Light einen markanten Song mit den starken Bildern der Valhalla kombinieren kann, hat das Spiel beste Chancen, sich schon vor dem ersten Gameplay-Minute in das Gedächtnis der Fans einzubrennen.

Unterm Strich präsentiert dieser Trailer IOIs Vision von Bond in ziemlich klaren Linien. Indem die Valhalla ins Zentrum gerückt wird, macht das Studio deutlich: Hier entsteht nicht einfach Hitman im Abendanzug, sondern eine vollwertige Bond-Fantasie, in der Autos, Gadgets, Charme und eiskalte Effizienz denselben Stellenwert haben. Für alle, die Everything or Nothing immer noch als Maßstab für einen guten 007-Titel sehen und seit Jahren auf einen modernen Nachfolger hoffen, könnte 007 First Light genau das Spiel sein, das im Kalender fett markiert wird.

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4 kommentare

Rooter November 22, 2025 - 3:44 pm

wenn IOI das Fahrgefühl nicht versemmelt, könnte das das erste Bond-Spiel sein, bei dem ich mich auf die Autolevel mehr freue als auf die Schießereien

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ZloyHater November 27, 2025 - 1:44 am

wenn das wirklich so eine knackige 15–20-Stunden-Kampagne wird, die man auf schwer ein paar Mal durchballert, bin ich komplett dabei 😅

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BenchBro December 15, 2025 - 3:05 am

kriege sofort Everything-or-Nothing-Vibes, das war damals schon mehr Bond-Film als manche echte Kinoausgabe lol

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DevDude007 December 16, 2025 - 12:34 pm

ich bleibe allein für die GIFs, wie die Valhalla halbe Innenstädte zerlegt, diese Karre ist reines Meme-Material 😂

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