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Skate Story: Glasdämon, Mondmission und Day-One-Start im PS Plus Extra

von ytools
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Skate Story sichert sich einen der auffälligsten Winter-Starts auf PlayStation: Das himmlisch-höllische Skateboardspiel von Devolver Digital und Solo-Entwickler Sam Eng erscheint am 8. Dezember 2025 gleichzeitig für PS5, PC und Nintendo Switch 2 – und landet auf der Sony-Konsole direkt am ersten Tag im Spielekatalog von PlayStation Plus Extra und Premium.
Skate Story: Glasdämon, Mondmission und Day-One-Start im PS Plus Extra
Wer einen der beiden höheren Tarife abonniert, kann den Trip also ohne zusätzliche Kosten ausprobieren. Für PlayStation Plus ist das mehr als nur eine nette Dreingabe, sondern ein Statement: Man will beim Thema Day-One-Releases nicht länger nur zuschauen, sondern aktiv mit Game Pass um Aufmerksamkeit und Spielzeit konkurrieren.

Auf dem Papier klingt Skate Story wie ein weiteres Sportspiel, in der Praxis fühlt es sich eher an wie eine spielbare Großstadt-Legende. Du spielst einen Dämon aus der Unterwelt, eine schlanke, zerbrechliche Gestalt, die buchstäblich aus Glas und Schmerz besteht. Der Teufel drückt dir ein Skateboard in die Hand und gibt dir eine Aufgabe, die wie ein schlechter Witz klingt: Fahr auf deinem Board bis zum Mond, schluck ihn herunter – und du wirst frei. Hinter dieser absurden Prämisse steckt eine überraschend emotionale Reise. Jeder Push nach vorne ist ein kleiner Akt Trotz, jede misslungene Landung ein Moment, in dem du in tausend Splitter zerspringen kannst und trotzdem wieder aufstehst.

Optisch schlägt Skate Story in eine Kerbe, die im Skate-Genre bisher praktisch leer war. Die Levels wirken, als hätte jemand einen Haufen Kristallscherben in einen pechschwarzen Raum geworfen und darüber Neonröhren aufgehängt. Rails glimmen wie Lichtskulpturen, der Boden bricht in geometrische Fragmente auseinander, der Himmel wabert in Ölfarben, und dein gläserner Charakter spiegelt all das, während du über Abgründe grindest, dich drehst und aus eigentlich unmöglichen Winkeln landest. Kein Wunder, dass Fans schon davon sprechen, als würden Swarovski-Steine endlich lernen, wie man auf einem Skateboard richtig shreddert. Unter dem glitzernden Look steckt allerdings ein sehr geerdetes System: hohe Geschwindigkeit, harte Stürze und eine Physik, die Fehler gnadenlos bestraft, aber dafür dieses seltene, intensive Flow-Gefühl belohnt.

Viele ziehen instinktiv Vergleiche zu Tony Hawk’s Pro Skater, nur eben, als hätte jemand die Regler für Stimmung, Kunstfilm und leichte Verpeiltheit komplett aufgedreht. Frühe Anspielberichte beschreiben Skate Story aber als deutlich nachdenklicher. Die Steuerung reagiert präzise und direkt, verlangt aber Geduld und ein gutes Gefühl für Gewicht, Kanten und Timing. Gleichzeitig ziehen Sounddesign und Bildsprache so stark hinein, dass man schnell in genau diesen Skate-Game-Trance rutscht, in dem Zeit keine Rolle mehr spielt und nur noch die nächste Line zählt. Statt Jagd nach immer höheren Punktzahlen steht eher das Gefühl im Mittelpunkt, mit jedem Versuch ein kleines bisschen weniger zerbrechlich zu sein – auch dann, wenn man wieder einmal spektakulär auf dem Asphalt zerspringt.

Der Weg bis zu diesem Punkt war lang. Angekündigt wurde Skate Story bereits 2022, seitdem tauchte es immer wieder in Devolver-Showcases und Indie-Sammlungen auf und blieb durch seine ungewöhnliche Optik sofort hängen. 2024 schaffte es das Spiel sogar ins Programm des Tribeca Festivals, wo die Jury vor allem die enge Verzahnung von Erzählung und Spielmechanik hervorhob. Die Geschichte des Glasdämons ist untrennbar mit dem Akt des Skatens verbunden, Abstürze und Neuanläufe sind kein peinlicher Fehler, sondern Teil der Aussage. Für ein Projekt, das im Kern von einer einzelnen Person getragen wird, wirkt der Produktionswert erstaunlich hoch – genau die Sorte Prestige-Indie, die man eher in Preislisten als in einem Abo-Katalog erwartet.

Mindestens ebenso spannend ist, was der Day-One-Deal für die Abo-Debatte bedeutet. Viele PlayStation-Fans feiern PS Plus Extra seit Monaten als vielleicht bestes Preis-Leistungs-Verhältnis im Konsolenmarkt, verweisen auf den wachsenden Backkatalog und vereinzelte Überraschungen zum Erscheinungstag. Andere rollen nur mit den Augen und erinnern daran, wie dieselben Leute früher Xbox Game Pass kritisierten und predigten, man solle Spiele besser kaufen, um Entwickler zu unterstützen. Jetzt, wo Sony selbst solche Vereinbarungen abschließt, ist die Begeisterung plötzlich groß. Skate Story sitzt genau in dieser Schnittmenge: Für Sam Eng und Devolver bedeutet der Deal Reichweite und finanzielle Sicherheit für ein riskantes, sehr eigenes Projekt, für Abonnentinnen und Abonnenten hebt er die Messlatte für zukünftige Katalog-Updates deutlich an.

Für Spielerinnen und Spieler bleibt die Lage trotzdem angenehm überschaubar. Ab dem 8. Dezember können Besitzer einer PS5 mit Extra- oder Premium-Abo Skate Story direkt aus dem Game-Katalog laden, während PC- und Switch-2-Spieler ganz klassisch zur Kaufversion greifen. Welche weiteren Titel Sony im Dezember 2025 noch in den Dienst schiebt und welche still und leise verschwinden, ist derzeit offen. Klar ist nur: Die Reise eines Glasdämons, der auf einem Skateboard zum Mond fahren und ihn verschlingen soll, gehört zu den ungewöhnlichsten Releases dieses Winters – und rutscht dank PlayStation Plus bei vielen Fans schon jetzt ganz nach oben auf die persönliche Wunschliste.

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1 kommentar

tilt December 11, 2025 - 3:05 am

Der Look ist so krank gut, ich hoffe nur, dass mir bei dem ganzen Neon und Glasreflexen nicht nach zehn Minuten der Kopf explodiert

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