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XploraOne von HMD: hybrides Kinderhandy für sichere erste Smartphone-Schritte

von ytools
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XploraOne von HMD: hybrides Kinderhandy für sichere erste Smartphone-Schritte

XploraOne von HMD: das hybride Kinderhandy mit Sicherheitsfokus

HMD, vielen noch durch klassische Nokia-Designs und robuste Tastenhandys ein Begriff, arbeitet seit einiger Zeit an einer neuen Geräteklasse: sogenannten Hybrid-Handys. Nach dem Touch 4G, der Smartphone-Funktionen in ein vertrautes Feature-Phone-Gehäuse packt, rückt nun eine ganz andere Zielgruppe in den Fokus – Kinder. Gemeinsam mit dem norwegischen Kinderspezialisten Xplora ist daraus das XploraOne von HMD entstanden, ein kompaktes Kinderhandy, das bewusst zwischen Spielzeug, Smartwatch und vollwertigem Smartphone positioniert ist.

Die Grundidee: Kinder sollen erreichbar sein und eigenständig mit einem Handy umgehen können, ohne gleichzeitig in die komplette Welt der Apps, Browser und sozialen Netzwerke katapultiert zu werden. Für Eltern geht es weniger um Megapixel und Benchmarkzahlen, sondern um Sicherheit, Kontrolle und ein verständliches Bedienkonzept, das im Alltag funktioniert.

Hybrid statt Vollgas-Smartphone

Das XploraOne setzt genau hier an. Es ist optisch und haptisch näher an einem klassischen Handy als an einer knallbunten Spielzeuglösung, bietet aber deutlich mehr Komfort als eine reine Tastenlösung. Ein kompaktes Touch-Display sorgt dafür, dass Menüs und Kontakte übersichtlich dargestellt werden, während echte Tasten weiterhin eine wichtige Rolle spielen und Kindern Orientierung geben.

Damit schlägt das Gerät die Brücke zwischen dem HMD Touch 4G und typischen Kinder-Smartwatches. Kinder haben das Gefühl, ein „richtiges“ Handy in der Hand zu halten, Eltern behalten aber die technische und inhaltliche Kontrolle. Gerade in Familien, in denen ein Smartphone noch zu früh ist, aber ein reiner „Notfall-Knochen“ zu wenig, schließt das XploraOne eine spürbare Lücke.

Design: klein, griffig, kindgerecht

Beim Design erkennt man die Verwandtschaft zum HMD Touch 4G. Auf der Vorderseite sitzt ein handliches Touchscreen-Panel, das groß genug für einfache Navigation, Kontakte und Nachrichten ist, ohne das Gerät unhandlich wirken zu lassen. Unter dem Display befindet sich eine deutlich hervorgehobene Home-Taste. Für Kinder ist sie eine Art Ankerpunkt: Ein Druck – und sie landen wieder auf dem Startbildschirm, egal, wo sie sich gerade verklickt haben.

Über dem Display ist eine kleine Selfie-Kamera integriert, mit der Kinder Fotos von sich und ihren Freunden machen können. Auf der Rückseite sitzt eine einzelne Hauptkamera mit LED-Blitz – ausreichend für Schnappschüsse auf dem Schulhof, beim Kindergeburtstag oder auf dem Spielplatz. HMD verzichtet bewusst auf überzogene Kameraversprechen und konzentriert sich auf „gut genug“ statt auf Marketing-Superlative.

Praktisch wird es an den Seiten und Kanten: Links findet sich ein physischer SIM-Schacht, sodass Eltern die Karte einfach einsetzen oder wechseln können. Rechts sitzen der Power-Button und eine Lautstärkewippe, beide so platziert, dass auch kleinere Hände sie bequem erreichen. Oben fällt neben einem weiteren Funktionsknopf noch ein Detail auf, das viele Eltern freuen dürfte: eine klassische 3,5-mm-Kopfhörerbuchse. Kabelkopfhörer sind günstig, gehen im Zweifel weniger schnell verloren als Bluetooth-Stöpsel und sind für ein Kindergerät schlicht die pragmatischere Lösung.

Telefonieren, tippen, sprechen: Funktionen, die zählen

Im Kern bleibt das XploraOne ein Telefon. Kinder können Anrufe tätigen und entgegennehmen, was für den Kontakt mit Eltern, Großeltern oder anderen vertrauten Personen entscheidend ist. Darüber hinaus unterstützt das Gerät klassische Textnachrichten sowie Sprachnachrichten. Letztere sind besonders praktisch für jüngere Kinder, die mit virtuellen Tastaturen noch kämpfen, aber locker eine kurze Sprachnachricht einsprechen.

Die Kameras sind vor allem dafür da, Momente festzuhalten – nicht, um Influencer-Karrieren zu starten. Selfies mit dem besten Freund, ein Foto vom neuen Haustier oder vom ersten selbst gebackenen Kuchen: Solche kleinen Highlights des Alltags lassen sich einfangen, ohne dass diese automatisch in einem sozialen Netzwerk landen. Genau hier unterscheidet sich das XploraOne deutlich von einem frei konfigurierbaren Android-Smartphone.

Strenger Jugendschutz: was das Handy bewusst nicht kann

Der vielleicht wichtigste Punkt aus Sicht der Eltern: Das Gerät ist von Grund auf restriktiv konzipiert. Es gibt keine offenen App-Stores, über die Kinder wahllos Spiele und Anwendungen installieren könnten. Es gibt keinen Browser, mit dem man sich ungebremst durchs Netz klickt. Und es gibt keine Social-Media-Apps, die mit endlosen Feeds, Kommentaren und Likes locken.

Stattdessen stehen umfangreiche Elternfunktionen im Zentrum. Erziehungsberechtigte können festlegen, wer das Kind anrufen oder anschreiben darf und umgekehrt. Die Kontaktliste ist damit ein kontrolliertes Umfeld, kein Wilder Westen zufälliger Nummern. Auch lassen sich Nutzungsregeln deutlich einfacher durchsetzen, wenn die Funktionsbreite bewusst begrenzt ist: weniger Optionen auf dem Display, weniger Ablenkung, weniger Diskussionsbedarf über Bildschirmzeit.

Alternative zu Kinderuhr und Billig-Smartphone

Über Jahre haben sich Kinder-Smartwatches als erste digitale Begleiter etabliert. Sie sind praktisch, aber nicht jedes Kind mag dauerhaft etwas am Handgelenk tragen, und die Bedienung über Mini-Displays ist oft fummelig. Günstige Android-Smartphones wiederum sind zwar verlockend im Preis, bringen aber fast immer den kompletten App- und Internet-Zirkus mit, den Eltern mühsam zähmen müssen.

Das XploraOne positioniert sich genau dazwischen. Es ist ein eigenständiges Telefon mit vertrauter Form, passt in Jacke oder Schulranzen und fühlt sich für Kinder „erwachsen“ an, ohne sie tatsächlich in die Erwachsenenwelt der digitalen Dauerbespaßung zu werfen. Für Eltern ist es ein kompromissbereiter Mittelweg: genug Technik, um erreichbar zu sein, aber nicht so viel, dass sie zum Vollzeit-Moderator des Medienkonsums werden.

Ausblick: wohin sich das Kinderhandy-Segment bewegt

Konkrete Angaben zu Hardware-Spezifikationen, Akkulaufzeit oder Preis stehen noch aus. Dennoch zeichnet sich bereits ab, wohin die Reise geht: Das XploraOne von HMD will kein Konkurrent zu Highend-Smartphones sein, sondern ein bewusst reduziertes Produkt für Familien, in denen Verantwortung und Schutz wichtiger sind als Displayauflösung und Prozessortakt.

Spannend ist vor allem, dass Hersteller wie HMD und Xplora den Kinderbereich nicht länger als abgespeckte Erwachsenenversion betrachten. Statt nur zu fragen, was man Kindern zusätzlich anbieten kann, wird zunehmend hinterfragt, was man lieber weglassen sollte. Das XploraOne ist ein gutes Beispiel für diesen Perspektivwechsel: ein hybrides Kinderhandy, das Nähe und Erreichbarkeit ermöglicht – und gleichzeitig die lautesten Ecken des Internets draußen lässt.

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1 kommentar

CyberClown December 29, 2025 - 6:27 am

Ganz ehrlich, mir ist so ein begrenztes Handy tausendmal lieber als ein billiges Android mit TikTok drauf

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