
Am Ende jedes Jahres wiederholt sich das gleiche Ritual: Die Testgeräte wandern zurück zu den Herstellern, die Benchmarks kommen zur Ruhe und in den Kommentaren, Foren und WhatsApp-Gruppen taucht immer öfter dieselbe Frage auf: Welches Handy hat 2025 wirklich den Unterschied gemacht? Nicht nur auf dem Papier, sondern im echten Alltag – beim Pendeln, auf Reisen, auf der Couch, im Gaming-Abend und in genau diesen Momenten, in denen der Akku eigentlich schon längst hätte leer sein sollen.
2025 war für Smartphones ein ziemlich verrücktes Jahr. Künstliche Intelligenz ist von der Buzzword-Ecke in die Einstellungen und Kameramenüs eingezogen, Akkus sind still und leise deutlich ausdauernder geworden und Foldables haben endlich das Stadien verlassen, in dem sie wie teure Tech-Demos wirkten. Gleichzeitig gab es aber auch Geräte und Plattformen, bei denen man sich nur an den Kopf fassen konnte: große Versprechen, halbgare Umsetzung, viel Marketing – wenig „Wow“ im Alltag.
Für die Phone Awards 2025 haben wir nicht einfach nur Datenblätter übereinandergelegt und die höchste Zahl zur Gewinnerin erklärt. Wir haben monatelange Tests einfließen lassen, Leser-Feedback analysiert, Kameras in mies beleuchteten Kneipen verglichen, Akkus auf Dienstreisen und Wochenendtrips gequält und darauf geachtet, welche kleinen Macken erst nach vier Wochen und nicht nach vier Stunden auffallen. Dazu kamen unzählige „Welches Phone soll ich kaufen?“-Nachrichten, bei denen wir gemerkt haben, welche Geräte wir wirklich immer wieder empfehlen.
Das Ergebnis sind Kategorien, die den Smartphone-Jahrgang 2025 ziemlich gut treffen: bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, größte Überraschung, schönstes Design, das „gereifte“ Vorjahresmodell, das Gamer-Flaggschiff, der beste Kompakte, das stärkste Flip, das überzeugendste Fold, der Gesamt-Champion – plus zwei nicht gerade schmeichelhafte Titel: das langweiligste Handy und der größte Flop des Jahres. Und ja, natürlich tauchen Apple und Samsung ganz oben auf – aber ganz sicher nicht nur, weil ihr Logo glänzt.
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Samsung Galaxy S25 FE
Günstig allein reicht nicht – ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bedeutet, dass man bei möglichst wenigen Punkten das Gefühl hat, zu viel gespart zu haben. In dieser Disziplin setzt sich 2025 klar das Samsung Galaxy S25 FE durch, das Handy, das wir am häufigsten empfohlen haben, wenn jemand gesagt hat: „Es soll stark sein, aber bitte nicht mein Konto sprengen.“
Samsung hat beim S25 FE erstaunlich treffsicher priorisiert. Statt eines Mini-Displays gibt es ein großes, angenehmes Panel, auf dem Filme schauen, Social Media scrollen und Zocken wirklich Spaß machen. Unter der Haube arbeitet ein SoC nur knapp unter Flagship-Niveau, der im Alltag keinen Anlass zum Meckern gibt: Apps starten schnell, Multitasking läuft geschmeidig und selbst aktuelle Spiele haben keine Probleme, solange man nicht jedes Reglerchen ans Limit schiebt.
Besonders positiv fällt auf, dass Samsung bei der Kamera nicht auf Show, sondern auf Nutzen geht. Drei echte Kameras inklusive Teleobjektiv sind in dieser Preisklasse immer noch selten – und machen in der Praxis einen Unterschied. Statt unscharfer Digitalzoom-Matsch bekommt man brauchbare Portraits, nützliche Zoom-Stufen und insgesamt eine Bildqualität, die deutlich über dem Mittelmaß liegt. Dazu kommt ein 4.900-mAh-Akku, der einen ganzen Tag mit Reserven schafft und mit 45-Watt-Schnellladen schnell wieder an der Steckdose auftankt.
Das Design spielt keine verrückten Experimente, wirkt aber wertig, aufgeräumt und deutlich weniger „Budget“ als der Preis vermuten lässt. Konkurrenz gibt es reichlich – vom kamera-starken Pixel 9a über das iPhone 16E bis hin zu exotischeren Kandidaten wie Nothing – doch am Ende ist der S25 FE das Gerät, das wir ohne Bauchschmerzen auch Familie und Freunden empfehlen. Ein Tipp aus Erfahrung: Wer kann, sollte direkt zur 256-GB-Variante greifen – 2025 fressen 4K-Videos, Offline-Downloads und App-Daten Speicherplatz schneller auf, als einem lieb ist.
Größte Überraschung: OnePlus 15
OnePlus war lange der Underdog für Smartphone-Fans, dann rückte der Hersteller näher an die große Flaggschiff-Liga heran – und wirkte zwischendurch fast ein bisschen beliebig. 2025 hat der OnePlus 15 aber wieder gezeigt, warum der Name bei vielen noch immer Wärme im Tech-Herz auslöst.
Die erste Überraschung: der Zeitpunkt. Während andere Hersteller noch ihre Leaks und Teaser streuten, stand der OnePlus 15 plötzlich schon im Regal – früher als die Galaxy-S26-Generation und ein gutes Stück vor einigen anderen Top-Androiden. Doch der wahre Blickfänger sitzt im Inneren: ein Akku mit satten 7.300 mAh, der nicht nur auf dem Papier beeindruckt, sondern im Alltag tatsächlich das Gefühl von „zwei Tagen Ruhe vor der Steckdose“ vermittelt.
Wenn es dann doch Zeit zum Laden ist, spielt OnePlus eine altbekannte Stärke aus: extrem schnelles Laden, das in einer kurzen Dusche oder Kaffepause locker Stunden an Laufzeit nachschiebt. Dazu kommt eine ausgezeichnete Temperaturkontrolle. Während andere Flaggschiffe bei längeren Gaming-Sessions drosseln oder unangenehm heiß werden, bleibt der OnePlus 15 vergleichsweise cool und liefert konstante Frame-Rates.
Mit einem Preis um die 900 Dollar sitzt das Gerät genau zwischen gehobener Mittelklasse und Ultra-Flaggschiffen. Für viele Power-User, die keine Lust haben, vierstellige Summen hinzulegen, ist er damit die spannendste Überraschung des Jahres geworden – das Phone, das man anfangs unterschätzt und dann nicht mehr von der Wunschliste streichen will.
Design des Jahres: iPhone Air
2025 haben einige Hersteller optisch alles versucht: riesige Kamerainseln, wilde Farben, noch schärfere Kanten. Der iPhone Air hingegen ist mit einem anderen Anspruch angetreten – nicht lauter, sondern eleganter. Am Ende hat genau das das Rennen um das schönste Design entschieden.
Wenn man den iPhone Air zum ersten Mal in die Hand nimmt, versteht man sofort, warum. Er ist so dünn und so leicht, dass selbst aktuelle Topgeräte daneben fast plump wirken. Trotzdem fühlt sich nichts billig oder wackelig an. Der Titanrahmen bringt Stabilität und ein sehr hochwertiges Gefühl, die glänzenden Kanten sind so dosiert, dass sie schick wirken, ohne zur Fingerabdruck-Orgie zu werden.
Wichtig ist, dass Apple nicht alles der Optik geopfert hat. Die Ergonomie stimmt: Der Air liegt sicher in der Hand, lässt sich einhändig gut bedienen und bleibt selbst bei längerer Nutzung angenehm. Die Akkulaufzeit ist trotz der schlanken Bauweise absolut alltagstauglich. Kurz gesagt: Es ist ein Design, das nicht nur auf Renderbildern gut aussieht, sondern dem Gerät auch im Alltag einen Charakter verleiht, den man 2025 nicht so schnell vergisst.
„Gereifter Jahrgang“: Google Pixel 9 Pro
Upgrades jedes Jahr? Die Realität sieht anders aus. Viele Nutzer behalten ihr Smartphone deutlich länger, und genau dafür ist unsere „Fine Wine“-Kategorie gedacht: Welches Vorjahresmodell ist 2025 immer noch eine richtig gute Empfehlung? Die klare Antwort: das Google Pixel 9 Pro.
Obwohl das Pixel 10 längst im Handel steht, wirkt der 9-Pro-Jahrgang alles andere als abgestanden. Google hält sein Update-Versprechen vorbildlich ein: neue Android-Versionen kommen früh, Sicherheitsupdates zuverlässig, dazu rollen regelmäßig Feature-Drops mit neuen KI-Funktionen und Kamera-Verbesserungen ein. Der Pixel 9 Pro ist heute objektiv besser als an seinem Launch-Tag – und das kann nun wirklich nicht jedes Phone von sich behaupten.
Die Kamera bleibt das große Highlight. Drei 50-Megapixel-Sensoren – Hauptkamera, Ultraweitwinkel und 5x-Tele – bilden ein Setup, das in dieser Kombination noch immer zur Oberliga gehört. Doch die Magie steckt in der Software: Farbtreue, Dynamikumfang, Nachtsichtmodus und Tools wie Objektentfernung oder smarte Retusche sind nach wie vor Benchmark. Wer einfach nur zielen, auslösen und ein gutes Foto erwarten will, liegt beim Pixel 9 Pro weiterhin goldrichtig.
Für viele ist genau das der Punkt, an dem ein Neukauf plötzlich gar nicht mehr so dringend wirkt. Warum auf ein unsicheres Mittelklasse-Experiment umsteigen, wenn man ein Gerät hat, das konstante Updates, eine Top-Kamera und ein sauberes Android-Erlebnis liefert? Genau deshalb holt der Pixel 9 Pro unseren „gereifter Jahrgang“-Award.
Bestes Gaming-Phone: RedMagic 11 Pro
Bei manchen Nutzern ist der Smartphone-Alltag ziemlich klar aufgeteilt: ein bisschen Mails, etwas Messenger – und der Rest ist Gaming. Für genau diese Zielgruppe ist der RedMagic 11 Pro 2025 zum Traumgerät geworden. Er wirbt gar nicht erst damit, ein Allrounder für jedermann zu sein, sondern sagt offen: „Ich bin deine Konsole im Hosentaschenformat.“
Schon der Look macht das deutlich. Die transparente Rückseite gibt den Blick frei auf ein imposantes Kühlsystem, das eher an einen Mini-Gaming-PC erinnert als an ein Handy. Ein Lüfter mit bis zu 24.000 Umdrehungen pro Minute, eine große Vapor-Chamber, ein Flüssigkeitskühlkreislauf mit Keramik-Minipumpe – alles ist darauf ausgelegt, den Snapdragon 8 Elite Gen 5 im Optimum zu halten.
Vorne sorgt eine unter dem Display versteckte Selfie-Kamera dafür, dass die Bildfläche komplett frei ist – kein Punch-Hole, kein Notch, nur Screen. Hohe Bildwiederholrate, Schultertasten mit hoher Abtastrate und Software, mit der sich Leistungsprofile, Aufnahmefunktionen und Benachrichtigungsfilter fein einstellen lassen, machen klar, wer hier im Fokus steht. Der 7.500-mAh-Akku lädt dazu ein, lange Sessions ohne Steckdose zu überstehen.
Ja, die Kamera ist maximal Mittelklasse und die Oberfläche nicht jedermanns Geschmack. Aber wenn die wichtigsten Kennzahlen frames per second, Latenz und Stabilität unter Last heißen, gibt es 2025 kaum ein Gerät, das dem RedMagic 11 Pro ernsthaft das Wasser reichen kann.
Bester Kompakter: iPhone 17
Wirklich kleine Smartphones sind fast ausgestorben, aber der Wunsch danach ist geblieben. Viele wollen kein Tablet im Mini-Format in der Hosentasche, sondern ein Gerät, das man noch bequem einhändig bedienen kann. 2025 trifft das iPhone 17 diesen Nerv am besten.
Der Galaxy S25 ist sogar noch einen Tick kleiner und leichter, und er war definitiv im Rennen. Aber das iPhone 17 punktet am Ende mit dem stimmigeren Gesamtpaket. Es verzichtet nicht auf die Top-Hardware der großen Brüder, sondern schrumpft das Gehäuse, ohne die Kernfunktionen zu kastrieren. Gleiches High-End-SoC, gleichwertige Kamera, gleiche Software-Erfahrung – und das Ganze mit 256 GB Speicher bereits in der Basiskonfiguration.
Hinzu kommt die typische Apple-Ökosphäre, die gerade bei einem kompakten Gerät besonders reizvoll ist. Handoff, AirDrop, geteilte Safari-Tabs, universelles Copy & Paste zwischen Mac, iPad und iPhone, Apple Watch als Verlängerung des Phones – all das greift nahtlos ineinander. Wer 2025 eine „handfreundliche“ Lösung ohne große Abstriche sucht, landet über kurz oder lang sehr wahrscheinlich beim iPhone 17.
Bestes Flip-Phone: Motorola Razr Ultra
Klapphandys feiern schon seit ein paar Jahren ihr Comeback, aber 2025 hat sich der Flip-Formfaktor endlich stabilisiert. In diesem Feld setzt sich das Motorola Razr Ultra durch – nicht, weil es auf dem Datenblatt am lautesten schreit, sondern weil es sich wie ein rundes Alltagsgerät anfühlt.
Zum Start war der Preis noch happig, rund 1.300 Dollar. Im Laufe des Jahres ist er aber in Regionen um die 900 Dollar gerutscht und damit direkt auf Augenhöhe mit dem Galaxy Flip 7. Der entscheidende Vorteil des Razr: der Außenbildschirm. Er zieht sich fast randlos über die Front und lässt sich mit Apps nutzen, ohne dass man in experimentellen Einstellungen herumfummeln muss. Kurz mal Nachrichten beantworten, Maps checken oder Musik steuern, ohne das Gerät komplett aufzuklappen – genau das macht im Alltag Spaß.
Motorola setzt außerdem auf einen schnelleren Chip als Samsung und lädt auch flotter. Das Scharnier wirkt robust, der Auf- und Zuklappmoment hat einen befriedigenden „Snap“, ohne billig zu wirken. Optisch ist das Razr Ultra modern, aber nicht überdreht – man muss sich damit nicht fühlen, als würde man permanent „Schaut her, ich habe ein futuristisches Gadget!“ rufen.
Unterm Strich ist es das Flip-Phone, das 2025 am überzeugendsten gezeigt hat: Ja, so ein Gerät kann dein Haupt-Smartphone sein und nicht nur ein cooles Spielzeug für zwischendurch.
Bestes Foldable im Buch-Format: Samsung Galaxy Z Fold 7
Bei den großen Faltphones, die wie ein Buch geöffnet werden, hat sich 2025 einiges getan. Neue Marken wollen mitmischen, doch am Ende holt sich der Samsung Galaxy Z Fold 7 den Titel – vor allem, weil er viele Kritikpunkte der Vorgänger-Generationen endlich ernsthaft adressiert.
Der Fold 7 ist merklich schlanker und leichter geworden, aber der eigentliche Gamechanger ist der Außenscreen. Er ist breiter und hat Proportionen, die sich deutlich näher an einem normalen Smartphone bewegen. Damit lässt sich der Fold 7 geschlossen ganz entspannt als Daily Driver nutzen, ohne dass man sich permanent fragt, warum man auf einem zu schmalen Display tippt. Aufgeklappt bekommt man weiterhin die Tablet-Erfahrung, die sich für Lesen, Arbeiten, kreatives Schreiben, Multitasking oder Medienkonsum einfach großartig anfühlt.
One UI 8 baut die Fold-Erfahrung weiter aus: besseres Fenster-Management, sauberere Übergänge zwischen Innen- und Außendisplay, stabilere Anpassungen der Apps an das Format. Mit Samsung DeX lässt sich der Fold nach wie vor in eine Art Mini-Laptop verwandeln, sofern Bildschirm und Eingabegeräte vorhanden sind. Die Haptik der Scharnier-Mechanik wirkt reifer, und die Falte im Display tritt im Alltag weniger störend in Erscheinung als früher.
Natürlich bleibt das Ganze teuer. Aber wer 2025 ernsthaft nach einem Gerät sucht, das Smartphone und Tablet kombiniert, bekommt mit dem Galaxy Z Fold 7 zum ersten Mal seit Langem ein Paket, bei dem man nicht ständig das Gefühl hat, Pionier in einer wackeligen Beta zu sein.
Smartphone des Jahres: iPhone 17 Pro Max
Und damit sind wir bei der Königsdisziplin: dem Gesamt-Titel. Hier war die Hauptstadt-Auseinandersetzung 2025 wenig überraschend: Galaxy S25 Ultra gegen iPhone 17 Pro Max. Beide sind technisch auf einem extrem hohen Niveau, beide haben eine starke Fanbasis. Am Ende holt sich der iPhone 17 Pro Max den minimalen, aber entscheidenden Vorsprung.
Spannend ist, dass er nicht durch ein einzelnes Killer-Feature gewinnt, sondern durch viele kleine Verbesserungen, die zusammengenommen den Alltag wirklich angenehmer machen. Die neue, quadratische Frontkamera wirkt im Datenblatt wie ein Detail, entpuppt sich aber als ziemlich clever für alle, die viel zwischen Hochkant und Querformat wechseln – etwa Creator, die gleichzeitig Shorts, Stories und klassische YouTube-Videos drehen.
Der 4x-Zoom ist ein weiteres Beispiel. Während extrem lange Periskop-Zooms gerne für Marketinggrafiken taugen, aber im Alltag nur selten genutzt werden, hat Apple einen Sweet Spot getroffen: 4-fach ist weit genug, um wirklich näher ranzugehen, bleibt aber noch lichtstark und gut stabilisiert. In diversen Tests und Touren hat sich gezeigt, dass diese Brennweite tatsächlich oft zum Einsatz kommt – und nicht nur ein theoretischer Wert ist.
In Sachen Akkulaufzeit liegt der 17 Pro Max im Alltag minimal, aber messbar vor dem S25 Ultra. Nach einem typischen intensiven Tag mit Kamera, Navigation, Social Media und Messaging hat der iPhone-Akku tendenziell noch ein bisschen mehr Reserve übrig. Gleichzeitig ist das Laden endlich schnell genug geworden, um nicht mehr als altbacken durchzugehen. Bleibt man bei der Performance, ist das Paket aus Chip, Speicher, Display und optimierter iOS-Software ohnehin weiterhin eine Bank.
Der vielleicht größte Trumpf bleibt aber die Apple-Welt drumherum. Wer Mac, iPad und Apple Watch nutzt, spürt beim iPhone 17 Pro Max sehr schnell, wie tief das Gerät in diese Umgebung eingebunden ist: nahtlose Übergabe von Tabs und Apps, Nachrichten am Mac, Health-Daten am Handgelenk, Dateien per AirDrop ohne Nachdenken. Genau das ist der Grund, warum viele in den Kommentaren halb scherzhaft sagen: „Es wäre kein echtes Ranking, wenn Apple nicht ganz oben steht.“ Im Falle des iPhone 17 Pro Max kommt der Platz auf dem Thron aber nicht vom Logo, sondern vom Gesamtpaket.
Langweiligstes Handy: iPhone 16E
Nicht jedes Smartphone muss eine Revolution lostreten. Es ist völlig okay, einfach ein solides Gerät ohne große Show abzuliefern. Problematisch wird es, wenn ein Gerät so wirkt, als hätte jemand im Lager noch ein paar alte Teile gefunden und daraus schnell „noch ein Modell“ gebaut. 2025 trifft das leider ziemlich gut auf das iPhone 16E zu.
Im Kern ist es ein recyceltes iPhone 14 mit USB-C-Port, minimalen Anpassungen und sehr wenig sichtbarem Fortschritt. Nur zwei Farben, ein langweiliger Look, den wir schon mehrfach gesehen haben, und eine einzelne Kamera auf der Rückseite – in einem Jahr, in dem selbst viele Mittelklasse-Handys Triple-Kameras mit Ultraweitwinkel und Tele anbieten. Das Display schlägt sich bei Sonne nicht gerade ruhmreich, was bei einem 600-Dollar-iPhone schlicht enttäuschend ist.
Ja, es ist der günstigste Einstieg in die iOS-Welt, und ja, für manche Zielgruppe reicht das völlig. Aber emotional ist das 16E ungefähr so aufregend wie eine Bürotischlampe. Angesichts dessen, was ältere iPhones im Angebot oder spannende Android-Alternativen in ähnlichen Preisregionen leisten, fällt es schwer, hier irgendwem mit Begeisterung zum Kauf zu raten.
Größter Flop: Apple Intelligence
Der Preis für den größten Flop geht 2025 nicht an ein Gerät, sondern an eine Plattform – beziehungsweise an einen nicht eingelösten Anspruch. Apple Intelligence, also Apples große KI-Offensive, sollte eigentlich der große Schritt in die Zukunft sein. Am Ende wurde daraus vor allem ein Showcase dafür, wie hoch Erwartungen klettern können, wenn Marketing und Realität nicht im selben Tempo unterwegs sind.
Nach der großen Ankündigung 2024 waren viele überzeugt: 2025 ist das Jahr, in dem iPhone, iPad und Mac einen wirklich cleveren Assistenten bekommen, der Kontext versteht, Inhalte zusammenfasst, Workflows automatisiert und Siri aus ihrem Dornröschenschlaf weckt. Stattdessen war das Jahr geprägt von Verschiebungen, regionalen Einschränkungen, eingeschrumpften Funktionsumfängen und einer generell sehr vorsichtigen Einführung.
Natürlich gibt es Gründe dafür: Datenschutz, der Fokus auf On-Device-Verarbeitung, die Herausforderung, eine riesige Nutzerbasis nicht mit halbgaren Experimenten zu überfordern. Aus technischer Sicht ist das alles nachvollziehbar. Nur hilft das dem Gefühl von Nutzerinnen und Nutzern wenig, wenn sie von Apple Intelligence im Alltag kaum etwas spüren – während andere Hersteller teils chaotische, aber ambitionierte KI-Funktionen ausrollen.
Selbst eingefleischte Apple-Fans konnten sich in den Kommentaren Kommentare à la „Das war’s jetzt mit der großen KI-Revolution?“ nicht verkneifen. Vielleicht wird 2026 das Jahr der Aufholjagd, mit einer runderneuerten Siri und KI-Funktionen, die tiefer in Apps und Workflows greifen. 2025 bleibt Apple Intelligence aber vor allem als das Projekt in Erinnerung, das sehr laut angekündigt und sehr leise umgesetzt wurde.
Fazit: Ein bunter Jahrgang – und eure Liste?
Damit steht unser Phone-Awards-Jahrgang 2025: Das Galaxy S25 FE zeigt, wie viel in der Mittelklasse steckt, wenn man die richtigen Kompromisse macht. Der OnePlus 15 beweist, dass es noch echte positive Überraschungen gibt. Der iPhone Air bringt die Leichtigkeit zurück ins High-End-Segment, der Pixel 9 Pro zeigt, wie gut ein Smartphone altern kann. Der RedMagic 11 Pro ist die portable Konsole für die Hosentasche, der iPhone 17 die Antwort für alle, die keine Lust mehr auf Riesendisplays haben.
Der Motorola Razr Ultra holt den Titel als bestes Flip-Phone und macht klar, dass dieser Formfaktor nicht nur Nostalgie ist, der Galaxy Z Fold 7 präsentiert sich als das reifste große Foldable des Jahres. Über allem thront der iPhone 17 Pro Max als Gesamt-Sieger, weil er Stabilität, Kameraqualität, Ausdauer und Ökosystem am überzeugendsten bündelt. Auf der anderen Seite erinnern das blasse iPhone 16E und das enttäuschende Apple Intelligence daran, dass selbst Branchenriesen danebenliegen können, wenn sie zu sehr auf Routine oder Marketing vertrauen.
Und jetzt kommt der Teil, der jedes Jahr am meisten Spaß macht: eure Sicht der Dinge. Für manche ist der persönliche „Phone of the Year“ vielleicht ein Nischen-Gaming-Phone, für andere ein günstiger Android, der im Ausland gekauft wurde, oder ein älteres Modell, das dank Updates noch einmal aufblüht. Unsere Awards sind kein endgültiges Urteil, sondern eher eine Landkarte, wie wir 2025 erlebt haben.
Fest steht: Der Markt ist weit davon entfernt, langweilig zu sein. Es gibt Geräte für Akku-Fans, für Kamera-Fans, für Gamer, für Foldable-Nerds, für Minimalisten, für Power-User und für Menschen, die einfach nur ein verlässliches Werkzeug wollen. 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, dass „das beste Smartphone“ immer auch eine Frage davon ist, wer es benutzt – und wofür.
2 kommentare
Apple Intelligence als größter Flop ist on point, so viel Hype für so wenig greifbare Features, fühlt sich wie ewige Beta an 😂
OnePlus 15 klingt wie der alte OnePlus-Spirit in modern, irre Akku plus Leistung – genau das hat mir die letzten Jahre gefehlt