Alibaba soll eigenen Angaben zufolge einen neuen KI-Chip entwickelt haben, gefertigt im 7-nm-Prozess von SMIC. Damit reiht sich der chinesische Konzern in die wachsende Bewegung ein, unabhängiger von NVIDIA und US-Technologien zu werden. 
Laut dem Wall Street Journal ist der Chip vor allem für Inferenz-Aufgaben gedacht – also für das Ausführen bereits trainierter Modelle.
Peking drängt seine Tech-Giganten zunehmend zu heimischen Lösungen. Firmen wie Huawei, Cambricon oder MetaX investieren schon länger massiv in eigene Chips, und mit Alibaba steigt nun ein weiterer Schwergewichts-Konzern ein. Huawei Ascend-Chips sind etwa bei Inferenz stark, können aber beim Training großer Modelle nicht mit NVIDIA mithalten.
Die größten Hürden für China bleiben Produktionskapazitäten und veraltete Maschinen wie DUV-Lithografie. Das macht eine Fertigung in großen Stückzahlen schwierig. NVIDIA bleibt daher unverzichtbar, wenn es um das Training modernster Sprachmodelle geht. Der US-Konzern arbeitet sogar an Blackwell-basierten Produkten, die speziell für den chinesischen Markt angepasst werden sollen.
Trotzdem ist die Richtung klar: Immer mehr chinesische Unternehmen entwickeln eigene Prozessoren. Auch wenn sie NVIDIA technologisch noch nicht das Wasser reichen können, schreitet der Weg zur technologischen Unabhängigkeit spürbar voran. Mit dem Einstieg von Alibaba gewinnt dieses Wettrennen zusätzlich an Dynamik.
4 kommentare
Nvidia-Fanboys heulen wieder und geben Trump die Schuld, einfach köstlich
Wie schnell jede chinesische Firma nen eigenen Chip raushaut zeigt, dass Nvidia ne Blase ist
Wartet ab, Xiaomi zieht bald nach
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