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AMD FSR Redstone: Der größte KI-Sprung für Radeon-GPUs

von ytools
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AMD steht vor dem größten Sprung in der Geschichte von FidelityFX Super Resolution: Mit dem neuen Paket FSR Redstone will das Unternehmen am 31. 
AMD FSR Redstone: Der größte KI-Sprung für Radeon-GPUs
Dezember 2025 KI direkt in den Render-Workflow seiner Radeon-GPUs schieben – angefangen bei der Serie Radeon RX 9000 auf Basis von RDNA 4.

Redstone ist dabei weit mehr als ein weiterer Treiber mit ein paar Schiebereglern. In einem Teaser auf X hat Jack Huynh, Senior Vice President und Chef der Sparte Computing and Graphics, klar gemacht, dass AMD den nächsten FSR-Ausbau als strategische Plattform versteht. Ziel ist es, nicht nur beim klassischen Upscaling aufzuholen, sondern echte KI-Funktionen rund um Raytracing und Bildrekonstruktion aufzubauen – und das möglichst offen, ohne die harte Herstellerbindung, die viele Nutzer mit NVIDIAs DLSS verbinden.

Herzstück von FSR Redstone sind vier neue Bausteine: Neural Radiance Caching, ML Ray Regeneration, ML Super Resolution und ML Frame Generation. Zusammen bilden sie einen modernen Software-Stack, der Bildqualität, Raytracing und Performance besser ausbalancieren soll, als es mit rein klassischer Rasterisierung und simplen Filtern je möglich war. AMD hat diese Technologien erstmals auf der Computex 2025 ausführlicher gezeigt – Redstone ist nun das Paket, das alles in den Händen der Spieler zusammenführt.

Neural Radiance Caching nutzt ein trainiertes KI-Modell, um das Verhalten von Licht in einer Szene zu erlernen und in Echtzeit vorherzusagen. Statt globale Beleuchtung brutal durchzurechnen, lässt die GPU die Netzwerke einen großen Teil der Arbeit übernehmen: indirekte Lichtreflexe, weiche Schatten und subtile Farbstiche werden so deutlich realistischer dargestellt, ohne dass die Framerate komplett einbricht. Für komplexe Szenen könnte das der Unterschied zwischen „gerade noch spielbar“ und angenehm flüssigen 60+ fps sein.

ML Ray Regeneration kümmert sich um ein anderes Dauerproblem des Raytracings: starkes Rauschen bei wenig Samples. Bisher greifen viele Spiele auf klassische Denoiser zurück, die gerne feine Details glattbügeln. AMD ersetzt diesen Schritt durch einen KI-Filter, der auf verrauschten Renderings trainiert wurde und im Idealfall Kanten, Texturen und Spiegelungen rekonstruieren kann, ohne alles in Matsch zu verwandeln. Das erinnert stark an NVIDIAs Ray Reconstruction, soll aber – typisch AMD – möglichst breit einsetzbar sein, statt an eine einzige Plattform gebunden zu bleiben.

ML Super Resolution wiederum ist die logische Weiterentwicklung dessen, was PC-Spieler schon als FSR kennen. Das Bild wird in einer niedrigeren Auflösung gerendert und anschließend per KI auf das Ziel­format hochgerechnet, beispielsweise auf 4K. Im Unterschied zu rein algorithmischen Upscalern kann das Modell auf Trainingsdaten aus vielen Spielszenen zurückgreifen und so Kantenführung, feine Strukturen und Tiefenwirkung besser erhalten. Wer hohe Auflösung und hohe Bildraten unter einen Hut bringen will, dürfte hier am meisten profitieren.

Den Abschluss bildet ML Frame Generation. Diese Technik fügt zusätzliche, künstlich erzeugte Frames zwischen die real berechneten Bilder ein, ähnlich wie DLSS 3 es bei NVIDIA tut. Das Ergebnis sind sichtbar höhere fps, ohne dass die GPU wirklich doppelt so viel leisten muss. Kritiker verweisen zwar auf mögliche Zusatzlatenz und ein „Video-Feeling“, wenn zu viel interpoliert wird, doch AMD verspricht ein fein einstellbares System, das Spieler wahlweise klassisch oder mit Frame Generation nutzen können.

Ein Vorgeschmack auf Redstone ist bereits in Call of Duty: Black Ops 7 aufgetaucht, wo erste ML-basierte Effekte im Raytracing eingesetzt werden. Die bisherigen Eindrücke deuten auf sauberere Schatten, weniger Flimmern und stabilere Beleuchtung hin – ohne dass die Performance völlig in den Keller geht. Wie gut Redstone im Alltag wirklich funktioniert, wird sich aber erst zeigen, wenn mehr Spiele und ausführliche Benchmarks auf dem Tisch liegen.

In der Community ist die Stimmung gemischt: Die einen feiern Redstone als überfällige Antwort auf DLSS und hoffen, dass AMD bei Qualität und Spiele-Support endlich gleichzieht. Andere sehen vor allem ein Zeichen dafür, dass Raytracing auf aktueller Hardware nach wie vor zu teuer ist und KI eher als „Pflaster“ dient, statt das Grundproblem zu lösen. Zusätzliche Spannung bringt das Gerücht, dass FSR Redstone nicht nur auf Radeon RX 9000 laufen, sondern auch moderne NVIDIA- und Intel-GPUs unterstützen könnte. Sollte AMD das halten, wäre Redstone für Entwickler fast ein Pflichtbaustein. Entscheidend wird außerdem, wie großzügig AMD ältere Generationen wie RDNA 3 und RDNA 3.5 einbindet – denn je breiter die Basis, desto größer der Effekt auf den Markt.

Klar ist schon jetzt: Mit dem Launch von FSR Redstone verschiebt sich der Wettbewerb nicht nur bei reiner Rohleistung, sondern auch bei der Frage, wessen KI-Stack in Zukunft bestimmt, wie PC-Spiele aussehen und sich anfühlen. AMD will hier nicht mehr nur aufholen, sondern im Idealfall eine offene Alternative anbieten, die sich vom High-End bis hin zu Mainstream-Systemen durchzieht.

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1 kommentar

registrazione binance January 9, 2026 - 4:53 am

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