AMD FidelityFX Super Resolution 4 (FSR 4) wurde ursprünglich nur für die kommende RDNA-4-Generation, also die Radeon RX 9000-Serie, angekündigt. Doch erste Tests aus der Community zeigen: Auch RDNA-3-Grafikkarten können FSR 4 nutzen – wenn auch nicht offiziell unterstützt. 
Damit rückt die RX-7000-Reihe wieder stärker in den Fokus von PC-Spielern.
Normalerweise benötigt FSR 4 spezielle FP8-Einheiten, die nur in RDNA 4 vorhanden sind. RDNA 3 bringt diese Hardware nicht mit. Dennoch haben Entwickler einen Weg gefunden: Unter Linux kann Mesa FP8 über FP16 emulieren. Das kostet Leistung, macht den Einsatz von FSR 4 auf aktuellen Karten aber überhaupt erst möglich. Die Ergebnisse sind durchaus spannend.
Einer der ersten, der dies ausprobierte, war @uzzi38. Er testete eine Radeon RX 7800 XT im Spiel Clair Obscur mit aktiviertem FSR 4 über das Tool Optiscaler, das seit kurzem FSR 4 unterstützt. Im nativen 1440p-Ultra-Modus erreichte die Karte rund 95 FPS. Mit FSR 4 stieg die Framerate auf über 100 FPS. Kein gigantischer Sprung, aber ein klares Signal: Die Technik läuft auf RDNA 3.
Zum Vergleich: Mit FSR 3.1 oder Intel XeSS kam die RX 7800 XT auf 120 bis 130 FPS. Der Grund ist klar – die Emulation von FP8 über FP16 kostet ein paar Frames. Aber FPS allein erzählen nicht die ganze Geschichte. Testberichte zeigen, dass die Bildqualität mit FSR 4 sichtbar besser ist: Weniger Flimmern, saubere Kanten, stabileres Bild auch bei schnellen Bewegungen. Selbst die Balanced- und Quality-Presets von FSR 4 sehen besser aus als FSR 3.1 in Ultra.
Für Besitzer von RDNA 3 stellt sich die Frage: Lohnt sich der Einsatz? Wer maximale FPS möchte, greift wohl weiter zu FSR 3.1 oder XeSS. Wer Wert auf Bildqualität legt, sollte FSR 4 eine Chance geben. AMD selbst bietet für RDNA 3 zwar keinen offiziellen Support, aber die Community beweist, dass es funktioniert – wenn auch mit Einschränkungen.
Fazit: Noch braucht es mehr Tests in unterschiedlichen Spielen, um das Bild zu vervollständigen. Doch schon jetzt zeigt sich: RDNA 3 ist keineswegs am Ende, und FSR 4 eröffnet Nutzern neue Optionen, die offiziell gar nicht vorgesehen waren. Ein schönes Beispiel dafür, wie die Gaming-Community immer wieder Grenzen verschiebt.
1 kommentar
ich bleib bei XeSS, mehr Leistung und weniger Stress