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AMD Ryzen AI 9 HX 470 „Gorgon Point“ im SiSoftware-Leak aufgetaucht

von ytools
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Die nächste Welle an Notebook-Prozessoren von AMD mit integriertem KI-Beschleuniger nimmt langsam Gestalt an, und der neueste Leak richtet den Scheinwerfer auf einen klaren Spitzenkandidaten: den Ryzen AI 9 HX 470 mit dem Codenamen „Gorgon Point“.
AMD Ryzen AI 9 HX 470 „Gorgon Point“ im SiSoftware-Leak aufgetaucht
Ein frischer Eintrag in der Datenbank des SiSoftware-Benchmarks deutet darauf hin, dass AMD an einem aufgefrischten Strix-Point-Design arbeitet: gleiche Zen-5-Basis, aber feinjustierte Taktraten, neue Cache-Konfiguration und ein klares Branding als Ryzen-AI-400-Serie für hochwertige, schlanke Notebooks.

Bereits im Sommer tauchten in Versand- und Logistikdokumenten Hinweise auf Gorgon-Point-APUs auf, was damals eher nach einem stillen Refresh als nach einer komplett neuen Architektur aussah. Jetzt, da das Modell Ryzen AI 9 HX 470 explizit im SiSoftware-Ranker genannt wird, verdichten sich die Indizien. Statt alles umzubauen, versucht AMD offenbar, das ohnehin schon konkurrenzfähige Strix-Point-Paket zu polieren und OEMs eine etwas schnellere, besser vermarktbare Ausbaustufe zu liefern, ohne die Plattform von Grund auf neu zu erfinden.

Ryzen AI 9 HX 470: 12 Zen-5-Kerne mit Boost bis 5,25 GHz

Im Leak wird der Chip eindeutig als Ryzen AI 9 HX 470 geführt und damit klar als Nachfolger des Ryzen AI 9 HX 370 positioniert. An der Grundstruktur ändert sich nichts: Wir sprechen weiterhin von 12 Kernen und 24 Threads auf Basis von Zen-5-Kernen, also einem Setup, das für anspruchsvolle Multitasking-Szenarien, Video-Editing, große Tabellen, komplexe Entwicklungsumgebungen und KI-gestützte Workflows im Alltag mehr als ausreichend dimensioniert ist.

Spannend wird es bei den Taktraten: Während der HX 370 offiziell mit einem maximalen Boost von bis zu 5,1 GHz angegeben wurde, soll der Ryzen AI 9 HX 470 laut SiSoftware bis zu 5,25 GHz erreichen. Die Basisfrequenz bleibt bei 2,0 GHz, was darauf hindeutet, dass AMD vor allem die Spitzenleistung nach oben schiebt und den Sweetspot bei Energieeffizienz und Temperatur im Alltag möglichst unangetastet lässt. Für ein dünnes 14-Zoll-Gerät bedeutet das im Idealfall: mehr Leistung, wenn sie gebraucht wird, ohne dass der Lüfter permanent am Limit dreht.

Radeon 890M mit RDNA 3.5: starke iGPU im Gepäck

Auf der Grafikseite setzt AMD wie gehabt auf eine integrierte Radeon 890M auf Basis der RDNA-3.5-Architektur. Der Name ist also kein Neuanfang, sondern eher ein „Feintuning unter der Haube“. Im Leak wird die maximal mögliche GPU-Frequenz zwar nicht eindeutig genannt, aber erfahrungsgemäß holen die Notebook-Hersteller mit eigenen Power- und Kühllimits noch ein paar Prozentpunkte Performance heraus – je nachdem, ob das Gerät eher auf lange Laufzeit oder maximale Leistung getrimmt ist.

Dennoch ist klar: RDNA 3.5 in dieser Ausbaustufe reicht für E-Sport-Titel, kompetitive Shooter und viele AAA-Spiele in reduzierten Settings völlig aus, vor allem in Kombination mit schneller LPDDR5X-Speicheranbindung. Dazu kommen GPU-beschleunigte Workflows wie Videorendering, Bildbearbeitung, KI-Filter und flüssige Wiedergabe hochauflösender Inhalte. Für viele Nutzer ist eine dedizierte GPU damit nicht zwingend notwendig – gerade bei Business- und Creator-Notebooks, die möglichst leicht, leise und mobil sein sollen.

Neues L3-Cache-Layout und Plattformdetails

Eines der interessantesten Details im SiSoftware-Eintrag ist die L3-Cache-Konfiguration. Der Ryzen AI 9 HX 470 wird mit 3 × 16 MB L3-Cache geführt, also insgesamt 48 MB. Diese Aufteilung passt gut zu einem modularen Chiplet-Ansatz und könnte gerade in speicher- und latenzsensiblen Szenarien kleine, aber spürbare Vorteile bringen. Große Code-Basen in der IDE, lokale Datenbanken, analytische Workloads oder CPU-lastige Spiele profitieren häufig von mehr und besser strukturiertem Cache.

Der gesichtete Engineering-Sample soll in einem HP EliteBook X G2a mit 14-Zoll-Display gelaufen sein – einer Geräteklasse, die aktuell Modelle mit Ryzen AI 9 HX 370 anbietet. Das nährt die Vermutung, dass HP und andere Hersteller Gorgon Point bereits als Drop-in-Upgrade für bestehende Designs testen: Gehäuse, Konzept und Zielgruppe bleiben gleich, im Inneren zieht eine modernisierte APU-Generation ein.

Gorgon Point als Basis der Ryzen-AI-400-Familie

Der HX 470 ist dabei nur die Speerspitze eines breiteren Portfolios. Aus älteren Leaks geht hervor, dass Gorgon Point die Basis für die gesamte Ryzen-AI-400-Serie bilden soll, mit Konfigurationen von kompakten 4-Kern-/8-Thread-Varianten bis hin zu leistungsstarken Modellen mit mehr Kernen und höherem TDP. Die bisher getrennt geführten Codenamen wie Kraken Point sollen damit perspektivisch in einer einheitlicheren Nomenklatur aufgehen.

Für Käufer bedeutet das: Wo Ryzen AI 400 draufsteht, steckt Zen 5 mit KI-Beschleunigung, RDNA-3.5-Grafik und je nach Ausbaustufe ein Fokus auf Laufzeit, Performance oder eine ausgewogene Mischung aus beidem drin. Der Ryzen AI 9 HX 470 dürfte sich dabei im oberen Segment wiederfinden – in schlanken 14-Zöllern, die im Büro-Alltag genauso überzeugen sollen wie beim abendlichen Gaming oder beim Rendern eines Videos für den nächsten Kundentermin.

Vorsicht Leak – aber die Community ist schon angefixt

Wie bei allen Benchmark-Leaks gilt: Nichts davon ist offiziell. AMD hat den Ryzen AI 9 HX 470 bislang weder angekündigt noch Spezifikationen, Taktraten oder Cache-Größen bestätigt. BIOS-Versionen, Firmware und Energieprofile können sich bis zum Marktstart noch mehrfach ändern, und OEMs setzen oft unterschiedliche Limits, je nach Gerät. Der SiSoftware-Eintrag ist daher ein starkes Indiz, aber noch lange kein finales Datenblatt.

Gerüchte deuten auf einen Launch-Zeitraum rund um den Jahresanfang hin, was gut zu den üblichen Refresh-Zyklen der großen Notebook-Marken passt. Sollte sich dieses Zeitfenster bestätigen, dürften neue EliteBooks und andere Premium-Geräte recht unauffällig mit Ryzen-AI-400-Logos aufschlagen – mehr Leistung, mehr KI-Funktionen, etwas mehr Zukunftssicherheit im Vergleich zur aktuellen Generation.

In Foren und Kommentarspalten laufen die Diskussionen derweil schon heiß: Die einen feiern 12 Kerne im Ultrabook, die anderen zweifeln, ob 5,25 GHz im Alltag überhaupt gehalten werden können, und wieder andere machen Witze darüber, wer als Letzter unter den Leak-Post kommentiert. Unterm Strich zeigt das aber vor allem eines: Der Hunger nach leistungsstarken, KI-fähigen Notebooks ohne dicke Gaming-Gehäuse ist groß – und Gorgon Point hat gute Chancen, genau diese Nische ein Stück weiter nach oben zu schieben.

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1 kommentar

LunaLove January 5, 2026 - 4:20 pm

Wenn HP den HX 470 ins EliteBook packt und die Kühlung nicht versaut, wird das mein nächster Arbeitslaptop, ganz klar

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