
AMD überholt NVIDIA: IBM führt Quanten-Algorithmus auf Standardchips aus
Ein echter Meilenstein in der Computerwelt: IBM hat bekannt gegeben, dass es gelungen ist, einen Quanten-Fehlerkorrekturalgorithmus (QEC) auf handelsüblichen AMD-Chips auszuführen – ohne spezielle Quantenhardware. Damit hat AMD vorerst die Nase vorn im Wettrennen um die Zukunft der Hochleistungsrechner und Quantenprozessoren.
Laut einem Bericht von Reuters gelang es IBM, den Algorithmus auf AMDs FPGAs (Field Programmable Gate Arrays) zu betreiben – und das mit einer Geschwindigkeit, die zehnmal höher war als ursprünglich erwartet. Jay Gambetta, Vice President für Quantenforschung bei IBM, erklärte, dass dieser Durchbruch zeige, dass IBMs QEC-Algorithmen nicht nur in der Theorie, sondern auch auf realer, bezahlbarer Hardware funktionieren. Mit anderen Worten: Quantenforschung verlässt den Elfenbeinturm der Labore und wird alltagstauglicher.
Doch was genau bedeutet Quanten-Fehlerkorrektur eigentlich? In klassischen Computern arbeitet man mit Bits – sie sind entweder 0 oder 1. In der Quantenwelt gibt es jedoch Qubits, die mehrere Zustände gleichzeitig annehmen können. Diese Qubits sind extrem empfindlich: Schon kleinste Störungen wie Vibrationen oder Temperaturschwankungen können die Berechnungen zerstören. Hier kommen QEC-Algorithmen ins Spiel. Sie erkennen und korrigieren Fehler, ohne das fragile Quanten-System selbst zu zerstören – eine Art Echtzeit-Selbstheilung für Quantenrechner. Und genau dafür sind AMDs FPGAs mit ihrer flexiblen Architektur und geringen Latenz prädestiniert.
Das Besondere an IBMs Ansatz ist, dass er eine Verbindung zwischen klassischer und quantenbasierter Rechenarchitektur schafft. Zum ersten Mal wurde bewiesen, dass Teile der Quantenberechnungen auf herkömmlicher Hardware laufen können – ein Schritt in Richtung Hybridrechner, die beide Welten kombinieren. AMD profitiert hier besonders von der Übernahme von Xilinx, einem Spezialisten für adaptive Hardware, der die Basis für diesen Erfolg lieferte.
NVIDIA hingegen verfolgt eine andere Strategie. Mit seiner CUDA-Q-Plattform und dem DGX-Quantum-System setzt das Unternehmen auf eine tief integrierte Lösung, die künstliche Intelligenz und Quantencomputing in einem umfassenden Stack vereint. Diese Strategie ist langfristig angelegt, hat aber bisher keine Ergebnisse mit handelsüblicher Hardware vorzuweisen. AMD dagegen punktet mit Pragmatismus – es zeigt, dass man Quantenleistung auch mit vorhandenen Mitteln erreichen kann.
Die Quantenrevolution steht damit einen Schritt näher vor der Tür. Während die Welt noch mitten im KI-Boom steckt, zeichnet sich schon der nächste technologische Umbruch ab. Wer es schafft, klassische Rechenleistung mit Quantenmethoden zu verschmelzen, könnte das Fundament der nächsten Computer-Generation legen. Für den Moment gehört dieser Triumph AMD – nicht, weil sie einen Quantenprozessor gebaut hat, sondern weil sie bewiesen hat, dass die Zukunft auch auf ganz normalen Chips beginnen kann.
2 kommentare
NVIDIA sollte langsam Gas geben, sonst war’s das 😎
Das ist Zukunft pur, Quanten auf Standardhardware, irre!