Google arbeitet weiter daran, Android zu verfeinern – diesmal mit einem Fokus auf den Alltag vieler Nutzer: das Teilen von Fotos über die Google-Nachrichten-App. Bisher war der Ablauf zwar funktional, aber nicht besonders elegant. Um ein Bild zu verschicken, öffnete man eine Unterhaltung, tippte auf das runde „+“-Symbol links im Texteingabefeld und wählte „Galerie“. 
Dort wurden nur die lokal gespeicherten Fotos angezeigt. Wer jedoch ein Bild aus der Cloud, also aus Google Fotos, senden wollte, musste zusätzlich unten auf „Ordner“ tippen – ein unnötiger Zwischenschritt, der den Ablauf verlangsamte.
Doch das Problem ist größer als reine Bequemlichkeit. Der bisherige, von Google angepasste Mediapicker verlangte Zugriff auf die gesamte Galerie des Geräts. Das bedeutet: die App sah alles, auch Dateien, die man gar nicht teilen wollte. Der Android-System-Fotowähler hingegen ist deutlich sicherer – er erlaubt es Apps, nur auf jene Fotos zuzugreifen, die der Nutzer explizit auswählt. Um diesen Widerspruch zwischen Komfort und Datenschutz aufzulösen, bringt Android 16 nun einen integrierten Fotowähler, der beide Welten vereint.
Dieser neue Fotowähler ist tief in Android verankert und lässt sich nahtlos in Apps wie Google Nachrichten einbinden. Er sieht aus wie ein Teil der App, funktioniert aber nach den Sicherheitsstandards des Systems. Fotos aus der Cloud und lokale Bilder erscheinen nebeneinander – kein zusätzliches Tippen, keine komplizierten Menüs. Laut Android-Experte Mishaal Rahman, der die Funktion auf einem OnePlus 13 mit OxygenOS 16 getestet hat, funktioniert der neue Picker flüssig und zeigt Cloud-Inhalte direkt neben lokalen Medien an. So entsteht eine einheitliche, moderne Galerieansicht.
Das Beste daran: Sobald der neue Fotowähler aktiv ist, muss die Google-Nachrichten-App keine Berechtigung mehr für „Fotos und Videos“ erhalten. Nutzer können diese Freigabe sogar vollständig widerrufen, ohne dass das Teilen von Medien eingeschränkt wird. Das System selbst sorgt dafür, dass Apps nur auf die vom Nutzer ausgewählten Inhalte zugreifen. Obwohl die technischen Grundlagen bereits seit Android 14 bestehen, wird der integrierte Fotowähler erst mit Android 16 für alle sichtbar und nutzbar.
Diese Neuerung mag auf den ersten Blick klein wirken – sie ist jedoch ein wichtiger Schritt hin zu mehr Datenschutz und Benutzerfreundlichkeit. Google zeigt damit, dass Komfort und Sicherheit sich nicht ausschließen müssen. Anstatt pauschale Zugriffsrechte zu verlangen, gibt Android 16 den Nutzern mehr Kontrolle, ohne den Workflow zu verkomplizieren. Für viele dürfte das Teilen von Bildern künftig deutlich entspannter, sicherer und vor allem moderner ablaufen. Der neue Fotowähler ist ein stilles, aber bedeutendes Update – genau jene Art von Verbesserung, die Android im Alltag besser macht.