PC-Spielerinnen und -Spieler, die schon länger auf ein wirklich zeitgemäßes Upgrade für ihren Gaming-Schreibtisch warten, bekommen von AOC jetzt gleich zwei spannende Optionen serviert. 
Die Marke erweitert ihre AOC-Gaming-Reihe um den U27G4XM, einen 27 Zoll großen 4K-Monitor mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, HDR1000-Zertifizierung und cleverem Dual-Mode, sowie um den AOC Gaming 25G4KUR, einen 24,5-Zoll-Sprinter mit extrem hoher Bildwiederholrate für ambitionierte Esport-Fans. Statt nur ein weiteres "auch ganz okayes" Gaming-Display zu bringen, positioniert AOC diese beiden Modelle bewusst als Werkzeuge für sehr unterschiedliche Spielertypen.
Mini-LED hält Einzug in die AOC-Gaming-Familie
AOC war bislang vor allem für solide IPS- und VA-Monitore mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt und hat erst vor Kurzem mit QD-OLED-Modellen die nächste Stufe gezündet. Mit dem U27G4XM geht das Unternehmen nun einen weiteren Schritt und bringt Mini-LED-Technik in eine Preisklasse, die viele Enthusiasten noch erreichen können. Im Unterschied zu klassischen Edge-LED- oder einfachen Direct-LED-Lösungen setzt Mini-LED auf tausende winzige Leuchtdioden, die in viele Zonen aufgeteilt werden. Beim U27G4XM sind es 1152 lokal dimmbare Bereiche, die jeweils getrennt gesteuert werden können, um Helligkeit und Kontrast im Bild sehr fein zu regulieren.
Das Resultat: Szenen mit starken Helligkeitsunterschieden – etwa dunkle Innenräume mit einzelnen Lichtquellen, futuristische Neon-Großstädte oder Weltraumkulissen – profitieren spürbar. Helle Effekte bekommen deutlich mehr Punch, während die Schatten nicht in milchiges Grau abdriften, sondern als tiefe, glaubwürdige Schwarzbereiche stehen bleiben. Genau hier spielt Mini-LED seine Stärke aus und hebt den U27G4XM klar von günstigen IPS- oder VA-Panels mit grober oder gar keiner Zonendimmung ab.
HDR1000 und bis zu 1200 Nits: HDR wie auf dem großen Fernseher
Die hochwertige Hintergrundbeleuchtung wäre halb so interessant, wenn sie nicht konsequent mit einem starken HDR-Konzept kombiniert würde. Der U27G4XM trägt die DisplayHDR-1000-Zertifizierung – und das ist mehr als nur ein Aufkleber. In Spitzen kann der Monitor Helligkeiten von rund 1200 Nits in kleinen Bildbereichen erreichen. Das klingt nach Theorie, fühlt sich im Alltag aber sehr konkret an: Explosionen blenden kurz, Sonnenuntergänge wirken intensiv und detailreich, Reflexionen auf Metall oder Glas bekommen Tiefe, und HDR-Filme sowie -Serien sehen so aus, wie es Streaming-Dienste und Studios ursprünglich vorgesehen haben.
Im Vergleich dazu wirkt klassisches HDR400, das man in vielen Mainstream-Gaming-Displays findet, oft eher wie "HDR light". Der U27G4XM spielt da in einer anderen Liga. Wer seine Konsole oder einen HDR-fähigen Streaming-Client anschließt, bekommt damit ein Setup, das sich deutlich eher nach Wohnzimmer-High-End-Fernseher als nach "nur PC-Monitor" anfühlt – nur eben im Schreibtischformat und mit den typischen Gaming-Features wie hoher Bildwiederholrate und niedriger Latenz.
Dual-Mode: 4K mit 160 Hz oder Full HD mit 320 Hz
Besonders interessant ist der Dual-Mode-Ansatz des U27G4XM. Statt die Nutzerinnen und Nutzer zu zwingen, sich grundsätzlich zwischen hoher Auflösung und sehr hoher Bildwiederholrate zu entscheiden, erlaubt der Monitor bequemes Umschalten. Im ersten Modus läuft das Panel mit nativer 4K-Auflösung (3840 x 2160) und bis zu 160 Hz. Das eignet sich ideal für Singleplayer-Blockbuster, storylastige Titel, grafisch beeindruckende Open-World-Games oder die Nutzung mit aktuellen Konsolen, bei denen Bildschärfe und HDR-Wirkung im Vordergrund stehen.
Im zweiten Modus wird die Auflösung auf Full HD reduziert, dafür dreht die Bildwiederholrate auf beeindruckende 320 Hz hoch. Dieser Modus spricht klar die kompetitive Seite an: schnelle Shooter, Battle-Royale-Spiele, Rennsimulationen oder Actiontitel, bei denen Reaktionszeit und Bewegungsdarstellung wichtiger sind als der letzte Schärfevorteil. Auf diese Weise kann derselbe Bildschirm tagsüber als 4K-HDR-Fenster für spektakuläre Singleplayer-Abenteuer dienen und abends als Trainingsgerät für die nächste Esport-Session mit maximaler Framerate genutzt werden.
Farbtreue, großer Farbraum und Creator-Potenzial
Neben Kontrast und Geschwindigkeit punktet der U27G4XM auch bei der Farbdarstellung. AOC spricht von etwa 151,8 Prozent Abdeckung des sRGB-Farbraums und rund 98 Prozent DCI-P3. Übersetzt heißt das: kräftige, aber nicht zwangsläufig überzogene Farben, saubere Übergänge in Farbverläufen und genügend Spielraum für feine Nuancen. Hauttöne, Himmel, Vegetation oder Partikeleffekte wirken natürlicher und differenzierter als auf einfachen Standardpanels. Wer neben dem Zocken auch Fotos sortiert, Videos schneidet oder Thumbnails und Overlays für YouTube und Twitch baut, profitiert davon doppelt.
Der U27G4XM ersetzt keine reinrassige Referenzlösung für professionelle Bildbearbeiter, doch für typische Gaming-Content-Creator-Szenarien ist er mehr als ausreichend. Man kann Gameplay aufnehmen, schneiden, kolorieren und direkt auf demselben Display prüfen, wie das Endergebnis in 4K HDR wirkt – und sich danach selbst wieder gemütlich in die nächste Story-Kampagne stürzen oder im 320-Hz-Modus aimen trainieren.
AOC Gaming 25G4KUR: kompromisslos auf Esport getrimmt
Der zweite Neuzugang, der AOC Gaming 25G4KUR, verfolgt eine deutlich klarere Agenda: Er will der schnelle, verlässliche Esport-Monitor für Spielerinnen und Spieler sein, die Frame-Peaks lieben. Das 24,5 Zoll große Fast-IPS-Panel setzt auf Full HD und beeindruckende 420 Hz Bildwiederholrate. Kombiniert mit einer Reaktionszeit von 1 ms GtG und G-Sync-Kompatibilität sorgt das für ein extrem direktes Spielgefühl. Bewegungen in CS2, Valorant, Apex oder ähnlichen Titeln wirken scharf, Cursor- und Fadenkreuzbewegungen bleiben gut nachvollziehbar, und Bildrisse werden effektiv reduziert.
Die Diagonale von 24,5 Zoll ist dabei kein Zufall, sondern ein Format, das sich in vielen Trainingszentren und auf Turnieren bewährt hat. Das gesamte Geschehen bleibt kompakt im Sichtfeld, große Kopfbewegungen sind nicht nötig, und GPU-seitig lässt sich Full HD bei sehr hohen FPS deutlich leichter stemmen als 1440p oder 4K. Die DisplayHDR-400-Unterstützung ist zwar vorhanden, spielt aber eher eine Nebenrolle. Beim 25G4KUR geht es darum, einen Bildschirm zu bieten, auf den man sich in hitzigen Gefechten verlassen kann – ohne unnötige Ablenkung.
Preise, Positionierung und Zielgruppen
In der offiziellen Kommunikation beschreibt AOC den U27G4XM als Monitor, der Mini-LED mit HDR1000 und flexiblem Dual-Mode in ein Preisfeld bringt, das für enthusiastische Spielerinnen und Spieler attraktiv ist. Im Vereinigten Königreich soll das Gerät zu einem Preis von rund 399,99 Pfund ab Januar 2026 erhältlich sein. Angesichts von 4K-Auflösung, 1152 Dimming-Zonen, HDR1000 und der Wahl zwischen 160 und 320 Hz kann sich diese Positionierung im hart umkämpften High-End-Segment durchaus sehen lassen.
Der AOC Gaming 25G4KUR richtet sich dagegen klar an Esport-Teams, ambitionierte Ranglisten-Farmer und Gaming-Lounges. Mit einem anvisierten Preis von etwa 209,99 Pfund wirkt er für einen 420-Hz-Fast-IPS-Monitor überraschend erreichbar, gerade wenn mehrere Geräte für einen Trainingsraum angeschafft werden sollen. Wer auf 4K verzichten kann und maximale Reaktionsfreude über alles stellt, bekommt mit dem 25G4KUR ein Werkzeug, das praktisch ausschließlich für diesen Einsatzzweck gebaut wurde.
Was AOC mit diesen Monitoren signalisiert
Zusammengenommen zeigen U27G4XM und 25G4KUR, wohin AOC mit seinen Gaming-Displays steuern möchte. Statt ein einziges Allround-Modell zu entwickeln, das in jedem Bereich ein bisschen, aber nirgendwo so richtig glänzt, teilt die Marke ihre Produktpalette stärker nach realen Nutzungsszenarien auf. Der U27G4XM ist das All-in-One-Flaggschiff für alle, die Bildqualität, HDR-Wirkung und hohe Bildwiederholraten in einem Gerät vereinen wollen. Der 25G4KUR ist der spezialisierte Sprinter, der eine simple Frage stellt: "Wie viele FPS kannst du mir liefern – und wie schnell kannst du reagieren?"
Für PC-Gamer ist das eine erfreuliche Entwicklung. Technologien wie Mini-LED mit HDR1000 oder IPS-Panels jenseits der 400-Hz-Marke waren lange Zeit fast ausschließlich in sehr teuren Nischenprodukten zu finden. Wenn Hersteller wie AOC anfangen, diese Features in vergleichsweise bezahlbare Modelle zu bringen, rückt die nächste größere Monitor-Generation für viele Spielerinnen und Spieler ein gutes Stück näher. Wer 2026 ein Upgrade plant, sollte die Namen AOC U27G4XM und AOC Gaming 25G4KUR deshalb auf dem Zettel haben – egal, ob die Priorität eher bei epischen Einzelspieler-Welten oder bei harten Ranked-Matches liegt.