Apple steht offenbar kurz davor, einen völlig neuen Abschnitt in der Geschichte des iPhones einzuleiten: den iPhone Fold. Laut aktuellen Analystenberichten könnte das erste faltbare iPhone bereits 2026 erscheinen und eine Premiere feiern – die Frontkamera wandert unter das Display. 
Damit gäbe es erstmals keinen Notch, kein Dynamic Island und keine sichtbaren Ausschnitte mehr. Ein fast randloses, ungestörtes iPhone-Display rückt damit in greifbare Nähe.
Der Weg zu diesem Ziel begann schon 2017 mit dem iPhone X, das mit seiner markanten „Notch“ für Aufsehen sorgte. Mit dem iPhone 13 wurde der Ausschnitt kleiner, später kam das Dynamic Island, das zwar eleganter wirkte, aber dennoch die perfekte Vollbild-Optik verhinderte. Mit dem Fold will Apple nun weitergehen: Die Kamera soll direkt im Bildschirm verschwinden. Erste Versionen könnten zwar noch Einschränkungen bei Helligkeit oder Bildqualität zeigen, doch Analysten gehen davon aus, dass ein vollständig ausgereiftes All-Screen-Design erst Ende des Jahrzehnts, also zwischen 2028 und 2030, Realität wird.
Auch bei der Biometrie will Apple offenbar neue Wege gehen. Da Face ID mehrere Sensoren benötigt, ist es schwierig, das gesamte System unsichtbar im Display zu verstecken. Deshalb könnte zunächst eine Rückkehr von Touch ID erfolgen – diesmal im Power-Button integriert. Für ein klappbares Gerät klingt das durchaus plausibel und könnte im Alltag sogar komfortabler sein.
Beim Gehäuse selbst sind ebenfalls große Änderungen geplant. Das iPhone Fold soll deutlich dünner sein als aktuelle Modelle und sich in der Bauhöhe am kommenden Galaxy Z Fold 7 orientieren. Zudem arbeitet Apple angeblich an einer besonders robusten Scharnierlösung aus stärkeren Materialien als dem bisherigen Aluminium. Damit will man die typischen Schwächen anderer Foldables vermeiden, etwa die schnell sichtbaren Knicke in der Mitte des Displays, die Nutzer anderer Hersteller oft schon nach wenigen Monaten bemängeln.
Die Vision von Apple bleibt klar: Das Display soll zum Mittelpunkt des Nutzererlebnisses werden. Ohne Unterbrechungen durch Aussparungen könnte Gaming, Streaming und allgemeiner Medienkonsum deutlich immersiver wirken. Es geht also nicht nur um Ästhetik, sondern um ein neues Standardgefühl beim Smartphonegebrauch. Wie so oft bei Apple: Die Firma muss nicht die Erste sein, aber wenn sie einsteigt, dann meist mit Anspruch auf Perfektion. Sollte die Umsetzung gelingen, könnte das iPhone Fold nicht nur die iPhone-Reihe, sondern die gesamte Foldable-Branche neu definieren.
Doch bleibt die Frage: Sind die Nutzer überhaupt bereit? Manche sehen in faltbaren Smartphones nur klobige, überteuerte Spielereien, andere hingegen sind fasziniert von der Möglichkeit, Smartphone und Tablet in einem Gerät zu vereinen. Genau hier könnte Apple den Unterschied machen – und den Fold zum Massenprodukt statt zur Nische machen.
1 kommentar
Apple macht es sicher besser, aber für mich bleibt’s Spielerei