Bei Apple verschärft sich die Krise im Bereich künstliche Intelligenz zunehmend, und die jüngsten Abgänge zeigen deutlich, dass das Unternehmen im globalen KI-Rennen ins Hintertreffen gerät. Laut Bloomberg hat Jian Zhang, leitender KI-Forscher für Robotik bei Apple, das Unternehmen verlassen und wechselt zum Meta Robotics Studio. Meta bestätigte den Schritt offiziell. 
Zhangs Abgang ist Teil einer regelrechten Welle von Kündigungen: In den letzten Wochen haben rund ein Dutzend Mitarbeiter aus Apples KI-Teams den Konzern verlassen – ein ernstes Warnsignal für eine Firma, die immer stolz darauf war, ihre wichtigsten Talente zu halten.
Zhang ist bei weitem nicht der Einzige. Erst kürzlich gaben drei weitere Ingenieure der Foundation-Models-Abteilung ihren Abschied bekannt: John Peebles und Nan Du wechselten zu OpenAI, während Zhao Meng sich Anthropic anschloss. Diese Gruppe sollte eigentlich das Herzstück von Apple Intelligence bilden, jener Plattform, die im vergangenen Jahr groß angekündigt wurde. Doch statt Innovation und Führungsrolle lieferte Apple bislang nur schwache Ergebnisse. Während Google mit Gemini, OpenAI mit GPT-4o und Anthropic mit Claude Maßstäbe setzen, hat Apple den Anschluss verloren. Das Scheitern offenbarte interne Probleme und gilt mittlerweile als einer der peinlichsten Momente in der jüngeren Unternehmensgeschichte.
Die Lage ist so ernst, dass Apple inzwischen Optionen prüft, die man früher für undenkbar hielt. Insider berichten von Gesprächen über eine Lizenzierung von Googles Gemini, um Siri endlich intelligenter zu machen. Dass Apple erwägt, die Technik eines Rivalen einzusetzen, zeigt, wie groß die Not ist. Parallel dazu schaut sich das Unternehmen nach Übernahmen um: Im Gespräch sind etwa das französische Start-up Mistral AI sowie Perplexity AI, bekannt für eine der populärsten KI-Suchmaschinen. All das verdeutlicht, wie stark Apple unter Druck steht, aufzuholen – selbst wenn es bedeutet, Abhängigkeiten von Dritten einzugehen.
Währenddessen ziehen die Wettbewerber davon. Samsung und Google integrieren modernste KI-Funktionen in ihre Geräte. Der kommende Pixel 10 und das Galaxy S25 werden direkt mit den neuesten Gemini-Versionen ausgeliefert und versprechen intelligentere Assistenten und tiefere Systemintegration. Apples iPhone 16 hingegen, das groß mit „gebaut für Apple Intelligence“ beworben wird, wirkt schon jetzt altbacken. Ein fatales Signal für eine Marke, die einst den Smartphone-Markt revolutionierte.
Der nächste große Auftritt folgt am 9. September mit der Präsentation des iPhone 17. Offiziell wird Apple wohl nicht über die internen Probleme sprechen, sondern den Fokus auf Design, Hardware und Marketing legen. Doch Branchenbeobachter achten auf Zwischentöne – etwa mögliche Partnerschaften, überraschende Demos oder Hinweise auf Übernahmen. Denn klar ist: Apple muss jetzt beweisen, dass es im KI-Segment mehr kann als Ankündigungen.
Für treue Apple-Fans ist die Situation ernüchternd. Die Firma, die einst mit iPhone, iPad und MacBook neue Maßstäbe setzte, droht ausgerechnet bei der Zukunftstechnologie KI den Anschluss zu verpassen. Sollte Apple den Abfluss an Talenten nicht stoppen und keine überzeugenden Durchbrüche liefern, bleibt Siri ein Witz – und Apple könnte als der Konzern in Erinnerung bleiben, der die nächste große Revolution verschlafen hat.
2 kommentare
wenn Siri wirklich mit Google Gemini läuft, ist das pure Ironie 😂
fühlt sich an als würde Apple schlafen, während alle anderen Vollgas bei KI geben