Apple hat nun offiziell bestätigt, was viele Käufer des ersten Vision Pro bereits vermutet hatten: Das Unternehmen will die Geräte nicht zurück. Der erste Vision Pro, der mit einem stolzen Preis von rund 3.500 US-Dollar auf den Markt kam, sorgte bereits zum Start für Diskussionen. 
Viele Nutzer bemängelten den geringen Alltagsnutzen und den unausgereiften Software-Support. Jetzt steht fest: Selbst Apple möchte diese Headsets nicht im eigenen Trade-In-Programm sehen.
Im Kleingedruckten der jüngsten Ankündigung zu den neuen M5 iPad Pro und 14-Zoll-MacBook-Pro-Modellen heißt es unmissverständlich: „Apple Vision Pro ist nicht für den Eintausch berechtigt. Kunden können ein geeignetes Gerät eintauschen und den Gegenwert auf den Kauf eines neuen Produkts oder eine Apple Geschenkkarte anwenden.“ Eine kurze Notiz – aber mit deutlicher Wirkung. Apple scheint den Vision Pro endgültig hinter sich lassen zu wollen, anstatt das Produkt langfristig weiterzuentwickeln. Für ein Unternehmen, das sonst auf langlebige Ökosysteme setzt, ist das ein bemerkenswerter Schritt.
Insider berichten, dass Apple intern bereits einen Strategiewechsel vollzogen hat. Die Entwicklung des nächsten Vision Pro-Modells, das unter dem Codenamen N100 geführt wurde und ursprünglich 2027 erscheinen sollte, soll gestoppt worden sein. Stattdessen konzentriert sich Apple auf ein neues Projekt: intelligente Brillen mit integrierter künstlicher Intelligenz. Diese AI-Brillen sollen bereits 2026 erscheinen und mit Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet sein, die nahtlos mit einer weiterentwickelten Version von Siri zusammenarbeiten. Damit will Apple direkt mit Meta konkurrieren, die mit ihren Ray-Ban Meta AI-Brillen bereits den Markt aufmischen.
Auch der neue M5 Vision Pro startet wieder bei 3.499 US-Dollar und wird in Versionen mit 256 GB, 512 GB und 1 TB Speicher angeboten. Dennoch dürfte der fehlende Eintauschoption viele Käufer enttäuschen. Apples Trade-In-Programm war bislang ein zentraler Bestandteil seiner Produktstrategie – es vermittelte den Nutzern Sicherheit und Loyalität. Dass der Vision Pro davon ausgeschlossen wird, kann als stilles Eingeständnis gesehen werden, dass die Lebensdauer des Produkts kürzer ausfällt als erwartet.
Ein weiterer interessanter Aspekt: Der Vision Pro wird nun nicht mehr in China, sondern in Vietnam gefertigt. Dieser Schritt ist Teil von Apples Bestrebungen, die Lieferkette zu diversifizieren und geopolitische Risiken zu reduzieren. Vietnam hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Produktionsstandort entwickelt – mit stabilen Handelsabkommen und geringerer politischer Abhängigkeit von China.
Am Ende könnte der Vision Pro weniger als gescheitertes Experiment, sondern als Übergangsprodukt in Erinnerung bleiben – ein Zwischenschritt hin zu Apples kommender Generation von AI- und AR-Geräten. Für die frühen Käufer bleibt das Gerät damit ein teures Stück Technologiegeschichte – eines, das selbst Apple lieber vergessen möchte.
2 kommentare
Haha, 3.500 Dollar und nicht mal Apple will das Ding zurück 😂
Apple hat wohl gemerkt, dass das Teil kein Publikum findet