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Apple schlägt Elon Musks xAI und übernimmt das KI-Startup Prompt AI

von ytools
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Apple sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal nicht mit einem neuen iPhone oder Mac, sondern mit einem cleveren Schritt in Richtung künstliche Intelligenz. Laut einem Bericht des Wirtschaftssenders CNBC steht Apple kurz davor, das Startup Prompt AI zu übernehmen, ein junges Unternehmen, das sich auf Computer Vision spezialisiert hat.
Apple schlägt Elon Musks xAI und übernimmt das KI-Startup Prompt AI
Mit diesem Schritt will Apple seinen Rückstand im Bereich KI aufholen und gleichzeitig Talente und Technologie sichern, die perfekt in seine Strategie für Smart-Home- und Geräteintelligenz passen.

Prompt AIs bekannteste Entwicklung ist die App Seemour – ein Wortspiel mit „See more“. Diese nutzt künstliche Intelligenz, um Live-Bilder von Sicherheitskameras zu analysieren. Sie erkennt Personen, Haustiere und Gegenstände und sendet Textmeldungen oder Warnungen, wenn etwas Ungewöhnliches im Sichtfeld passiert. Die App zeigt eindrucksvoll, wie weit KI-gestützte Bildanalyse bereits ist – und warum Apple genau diese Expertise will.

Wie CNBC berichtet, informierte die Geschäftsführung von Prompt AI ihre Mitarbeiter in einer internen Besprechung, dass ein Deal mit Apple kurz vor dem Abschluss steht. Wer sich nicht dem Apple-Team anschließt, müsse mit Gehaltseinbußen rechnen und solle sich nach neuen Jobs umsehen. Investoren sollen zwar eine Auszahlung erhalten, aber keinen vollständigen Rückfluss ihres eingesetzten Kapitals. Außerdem bat die Geschäftsführung die Mitarbeiter, bei Gesprächen mit Freunden oder Familie den Namen Apple nicht zu erwähnen – typisch für die diskrete Akquisitionspolitik aus Cupertino.

Besonders interessant: Apple setzte sich dabei gegen starke Konkurrenz durch – unter anderem gegen Elon Musks Firmen xAI und Neuralink. Damit unterstreicht der Konzern, dass er es mit dem Aufbau eigener KI-Kompetenzen ernst meint. Über die Höhe des Kaufpreises ist nichts bekannt, doch Apple ist dafür berüchtigt, keine spektakulären Großübernahmen zu machen, sondern gezielt kleinere Unternehmen zu kaufen, um deren Technologie still in eigene Produkte zu integrieren.

Prompt-AI-Mitgründer und CEO Tete Xiao erklärte, dass die Technologie und das Seemour-System tadellos funktionierten, das Geschäftsmodell aber gescheitert sei. Daher werde die App eingestellt und sämtliche Nutzerdaten gelöscht, um die Privatsphäre zu schützen. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass das Team und die Technik in Apples HomeKit-Abteilung integriert werden – also dort, wo die Zukunft von Apples Smart-Home-Produkten gestaltet wird.

Die Seemour-App, einst im App Store verfügbar, wurde inzwischen entfernt – ein klarer Hinweis darauf, dass die Übernahme bereits läuft. Apple dürfte es weniger auf die App selbst als vielmehr auf das Know-how und die Algorithmen des Startups abgesehen haben. Diese könnten nicht nur die Kameraerkennung in HomeKit verbessern, sondern auch zukünftige Produkte wie das Apple Vision Pro bereichern.

Zum Vergleich: Apples bislang größte Übernahme war der Kauf von Beats Electronics für 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014. Damals ging es weniger um Kopfhörer als um den Musikdienst Beats Music, der später zu Apple Music wurde – inzwischen mit über 108 Millionen zahlenden Abonnenten. Prompt AI könnte für Apple eine ähnliche Rolle spielen: eine kleine Übernahme mit großer strategischer Wirkung.

In den letzten Jahren wurde Apple oft dafür kritisiert, bei künstlicher Intelligenz hinterherzuhinken. Das Projekt Apple Intelligence sollte eigentlich den Sprachassistenten Siri revolutionieren, hat sich aber verzögert. Die geplante „Persönliche Siri“-Funktion, die den Bildschirminhalt erkennt und automatisch passende Informationen aus Mails, Safari, Nachrichten, Fotos oder Kalendern zieht, soll erst im Frühjahr mit iOS 26.4 erscheinen. Der Kauf von Prompt AI dürfte genau diese Entwicklung beschleunigen.

Auch wenn Apple im Bereich generativer KI bisher kaum überzeugt, glänzt der Konzern weiterhin durch Hardware-Innovationen. Der Vision Pro wurde trotz seines stolzen Preises von 3.499 Dollar für seine herausragende Computer-Vision-Technologie gelobt. Ebenso sind die KI-basierten Fotoerkennungsfunktionen des iPhones – etwa zur Identifikation von Freunden, Tieren und Objekten – bereits fortschrittlich. Mit Prompt AIs Technologie könnten sie noch präziser und intelligenter werden.

Die Börse reagierte derweil nervös: Apples Aktien fielen um 3,45 % (–8,77 US-Dollar). Ursache waren jedoch nicht die KI-News, sondern die Entscheidung der US-Regierung, Einfuhrzölle für chinesische Produkte auf 100 % zu erhöhen. Das dürfte Apple zwingen, Preissteigerungen an Kunden weiterzugeben – ein Risiko, das manche Käufer zu günstigeren Android-Alternativen treiben könnte.

Unterm Strich zeigt diese Übernahme: Apple will endlich ernsthaft in die KI-Zukunft einsteigen. Mit Prompt AI holt sich das Unternehmen nicht nur smarte Köpfe, sondern auch präzise Technologie, die Siri, HomeKit und Vision Pro auf ein neues Level heben könnte. Kleine Übernahme – große Wirkung: ganz nach Apples Art.

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1 kommentar

MacMuse October 18, 2025 - 8:27 am

Vielleicht wird Siri ja endlich wirklich smart 🤞

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