Apple wagt nun einen größeren Schritt in Richtung künstliche Intelligenz und hat intern eine App mit dem Codenamen Veritas eingeführt. Sie funktioniert ähnlich wie ChatGPT oder Googles Gemini und erlaubt natürliche Konversationen über mehrere Chats hinweg. 
Derzeit ist die Anwendung ausschließlich für Mitarbeiter zugänglich und dient gleichzeitig als Testumgebung und als Fundament für das kommende Apple-Intelligence-Ökosystem.
Lange Zeit wurde Apple dafür kritisiert, im KI-Wettlauf hinter Rivalen wie Google, Samsung und Microsoft zurückzubleiben. Während andere ihre Produkte bereits weltweit ausrollen, hielt Apple an seiner typischen Vorsicht fest. Mit Veritas könnte sich dies nun ändern: Die Mitarbeiter können mit der App nicht nur in natürlicher Sprache interagieren, sondern auch persönliche Daten abfragen, bearbeiten und die neue Generation von Siri ausprobieren, die für 2025 geplant ist. Alles geschieht wie gewohnt in Apples streng kontrollierter Umgebung.
Offen bleibt jedoch die Frage, ob Nutzer jemals selbst Zugang zu Veritas erhalten. Im Moment ist die Firmenleitung unsicher, ob ein separates Chat-Tool den Alltag der iPhone-User wirklich verbessern würde. Falls nicht, könnte das Projekt nie im App Store erscheinen. Stattdessen würden die Funktionen still in iOS integriert und gemeinsam mit dem iPhone 17 vorgestellt. Damit wäre Siri das Herzstück von Apples KI-Strategie.
Gleichzeitig dient Veritas als Prüfstein für die neue Siri. Die Assistentin soll künftig kontextsensitiver agieren und komplexere Aufgaben meistern können. Apple peilt einen Marktstart im März 2025 an, hält sich jedoch bewusst bedeckt. Grund dafür sind die negativen Erfahrungen von der WWDC 2024, als groß angekündigte KI-Funktionen bis heute nicht ausgeliefert wurden. Dieses Mal setzt man klar auf Zurückhaltung und Feinschliff, bevor man sich an die Öffentlichkeit wagt.
Einige Experten sehen darin keinen Nachteil, sondern den typischen Apple-Weg. Die Firma war selten die erste am Markt, hat aber regelmäßig Produkte geliefert, die in Sachen Qualität und Integration Maßstäbe setzten. Dass nun nicht nur Ingenieure, sondern auch breite Mitarbeitergruppen in die Tests eingebunden werden, zeigt eine neue Richtung: Feedback soll praxisnah und realitätsnah sein, nicht nur aus dem Labor. Gelingt dieses Vorgehen, könnte Apple am Ende eine Assistentin präsentieren, die zuverlässiger und nahtloser ist als die Lösungen der Konkurrenz.
Dennoch steht Apple unter Druck. Während andere Anbieter ihre KI-Apps bereits millionenfach nutzen lassen, diskutiert Apple noch über den Nutzen eines eigenen Angebots. Die kommenden Monate werden entscheiden, ob Veritas den Grundstein für eine stark verbesserte Siri bildet oder lediglich ein spannendes, aber internes Experiment bleibt.
2 kommentare
finds gut dass sie mit echten mitarbeitern testen, könnte echt was bringen
hab siri schon mit ios 26 getestet, ist besser aber noch nicht wow