Das lang erwartete Apple Vision Pro 2 sorgt endlich für Schlagzeilen – doch die neuesten Leaks deuten darauf hin, dass es kein Gamechanger wird. Obwohl es im September beim iPhone-17-Event fehlte, hat Apple im Hintergrund fleißig an einem Nachfolger seines Mixed-Reality-Headsets gearbeitet. 
Nun zeigen Dokumente der US-Behörde FCC, die Apple eigentlich unter Verschluss halten wollte: Vision Pro 2 wird dem ersten Modell erstaunlich ähnlich sein.
Der Preis bleibt das größte Problem. Offensichtlich plant Apple erneut, das Gerät für stolze 3.499 US-Dollar auf den Markt zu bringen. Schon beim ersten Vision Pro war dieser Betrag für viele unerschwinglich. Experten warnen, dass die zweite Generation mit diesem Preisschild praktisch chancenlos ist – insbesondere, da Konkurrenzprodukte deutlich günstiger sind.
Das Hauptproblem: Apples Rolle im XR-Markt (Extended Reality) ist immer noch unklar. Der erste Vision Pro beeindruckte mit aufwendiger Technik, wurde aber wegen überflüssiger Features kritisiert. Bestes Beispiel: EyeSight, ein externes Display, das das digitale Gesicht des Nutzers zeigt. Eine nette Idee, aber teuer und wenig sinnvoll. Gerüchte deuten darauf hin, dass Apple dieses Feature beim Vision Pro 2 streichen könnte, um die Produktionskosten zu senken. Am Endpreis dürfte das aber kaum etwas ändern.
Insider berichten zudem, dass Apples wahres Ziel längst ein anderes ist: Tim Cook will unbedingt leichte, alltagstaugliche AR-Brillen entwickeln, um Meta direkt Konkurrenz zu machen. Vor diesem Hintergrund wirkt Vision Pro 2 eher wie ein Übergangsprodukt – ein Platzhalter, bis Apple bereit ist, die „echte“ Innovation zu präsentieren.
Technisch gibt es immerhin Fortschritte. Statt des M2-Chips soll Vision Pro 2 den neuen M4-Prozessor erhalten, gefertigt im modernen 2-nm-Verfahren. Das verspricht mehr Leistung und Effizienz, bessere Grafikdarstellung und eine flüssigere Nutzung. Doch die entscheidende Frage bleibt: Reicht Hardware allein, wenn es weiterhin kaum spannende Inhalte gibt?
Genau hier liegt die Schwäche: Ohne eine breite Auswahl an Apps und Spielen ist VisionOS für viele Nutzer uninteressant. Meta hingegen punktet mit dem Quest 3, das nur einen Bruchteil kostet und eine große Software-Bibliothek bietet. Im Vergleich wirkt Apple Vision Pro 2 dadurch eher wie ein Luxusspielzeug für Enthusiasten als ein Produkt für die breite Masse.
Branchenanalysten gehen daher von überschaubaren Verkaufszahlen aus. Für Apple zählt aber etwas anderes: die Daten der frühen Nutzer. Diese Informationen helfen, kommende Produkte besser auf den Markt abzustimmen. Währenddessen baut Meta seinen Vorsprung im XR-Segment weiter aus.
Sollte Apple Vision Pro 2 tatsächlich noch vor Jahresende erscheinen – voraussichtlich zeitgleich mit Samsungs Project Moohan – könnte der XR-Markt zwar belebt werden. Doch ohne Preissenkung oder eine echte Innovation droht das Gerät eher als Zwischenschritt in Erinnerung zu bleiben statt als große Revolution.
1 kommentar
Quest 3 ist tausendmal besser