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Apple Vision Pro M5: beeindruckend, aber weiterhin ein Luxus-Experiment

von ytools
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Apple Vision Pro M5: beeindruckend, aber weiterhin ein Luxus-Experiment

Apple Vision Pro M5: leistungsstärker, bequemer – aber noch immer kein Gamechanger

Apple hat die neueste Version seines Mixed-Reality-Headsets vorgestellt – den Vision Pro mit dem neuen M5-Chip. Der Konzern verspricht mehr Leistung, längere Akkulaufzeit und endlich mehr Tragekomfort. Doch trotz der Verbesserungen bleibt der Eindruck, dass dieses Gerät kein großer Sprung nach vorn ist, sondern eher ein Zwischenschritt. Der Vision Pro M5 wirkt wie ein Versuch, Apple im XR-Markt präsent zu halten, während im Hintergrund bereits an etwas viel Größerem gearbeitet wird.

Das Herzstück des neuen Modells ist der M5-Prozessor. Der Chip sorgt für flüssigere Performance, höhere Effizienz und eine bessere Wärmeverteilung. Laut Apple hält der Akku nun bis zu drei Stunden durch – eine halbe Stunde länger als zuvor. Kein Quantensprung, aber für ein Gerät dieser Leistungsklasse durchaus beachtlich. Dank des neuen Chips läuft das System reaktionsfreudiger, und die Ladezeiten wurden spürbar reduziert. Besonders virtuelle Umgebungen und Spiele profitieren von der höheren Grafikleistung.

Auch die Bildqualität wurde leicht verbessert. Apple spricht von rund zehn Prozent mehr Pixeln, was zu einer noch schärferen Darstellung führt. In der Praxis bedeutet das feinere Details und eine beeindruckende Tiefenwirkung. Die Displays des Vision Pro gehörten ohnehin schon zu den besten im Markt – jetzt sind sie noch ein Stück besser geworden. Farben wirken natürlicher, und die Bewegungsschärfe überzeugt selbst bei schnellen Szenen.

Was allerdings gleich geblieben ist: Der alte R1-Chip bleibt weiterhin im Einsatz. Das bedeutet, dass die Erfassung von Kopf- und Handbewegungen keine großen Fortschritte gemacht hat. Wer auf präzisere Sensorik gehofft hatte, wird enttäuscht sein. Offenbar spart sich Apple diese Neuerung für eine zukünftige Generation auf.

Endlich tragbar: das neue Kopfband

Der größte Kritikpunkt am ursprünglichen Vision Pro war sein Komfort – oder besser gesagt: der fehlende. Viele Nutzer klagten über Druckstellen, Nackenschmerzen und ein unausgewogenes Gewicht. Sogar in Apple Stores mussten die Vorführgeräte mit alternativen Bändern ausgestattet werden, um potenzielle Käufer nicht abzuschrecken.

Mit dem Vision Pro M5 will Apple dieses Problem endgültig lösen. Das neue Dual Knit Band verteilt das Gewicht gleichmäßiger und fühlt sich deutlich angenehmer an. Das weiche, atmungsaktive Material sorgt dafür, dass man den Helm länger tragen kann, ohne dass er störend wirkt. Kurz gesagt: Es ist endlich so komfortabel, wie man es bei einem Produkt dieser Preisklasse erwartet hätte. Einziger Haken – das Band muss separat gekauft werden. Bei einem Preis von 3.499 US-Dollar sorgt das für verständliches Kopfschütteln.

Viel Leistung, wenig Nutzen

Leistung hat der Vision Pro M5 im Überfluss. Alles läuft geschmeidig, Übergänge sind nahtlos, und selbst grafikintensive Anwendungen machen einen hervorragenden Eindruck. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wofür eigentlich? Das Software-Ökosystem ist nach wie vor überschaubar, und wirklich überzeugende Inhalte sind rar. Die Unterstützung für PSVR2-Controller ist zwar eine willkommene Ergänzung, aber sie ändert nichts an der Tatsache, dass der Vision Pro immer noch kaum sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten bietet.

Das Headset ist und bleibt ein technologisches Meisterstück – aber eines, das keinen echten Zweck erfüllt. Es zeigt, was möglich ist, aber nicht, was nötig ist. Und genau darin liegt sein Dilemma: Der Vision Pro ist beeindruckend, aber nicht unentbehrlich.

Kaufen oder warten?

Ob sich der Kauf lohnt, hängt davon ab, was man erwartet. Wer tief im Apple-Ökosystem steckt und die modernste XR-Erfahrung sucht, wird vom Vision Pro M5 begeistert sein. Wer hingegen ein vielseitiges, preislich vernünftiges Headset sucht, sollte weiterhin zum Meta Quest 3 greifen – es kostet einen Bruchteil und bietet mehr Inhalte.

Insiderberichte deuten darauf hin, dass Apple seine Pläne für günstigere Vision-Modelle eingestellt hat, um sich ganz auf AR-Brillen zu konzentrieren. Diese sollen langfristig Smartphones ersetzen und den nächsten Technologiesprung markieren. In diesem Kontext wirkt der Vision Pro M5 wie ein Brückengerät – technisch faszinierend, aber mit begrenztem praktischen Nutzen. Eine teure Vorschau auf das, was kommen wird.

Der Vision Pro M5 ist stärker, schöner und bequemer als je zuvor. Doch die grundlegenden Probleme – Preis, fehlende Inhalte, eingeschränkte Alltagstauglichkeit – bestehen weiter. Ein beeindruckendes Stück Technik, das zeigt, wohin die Reise geht, aber noch nicht angekommen ist.

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1 kommentar

sunny January 23, 2026 - 3:20 pm

Akkulaufzeit von drei Stunden ist echt schwach für den Preis

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