
Apple Watch Ultra 3 vs. Huawei Watch Ultimate 2: Wer verdient 2025 wirklich das Prädikat „Ultra“?
Mit der Apple Watch Ultra 3 hat Apple sein neuestes High-End-Wearable vorgestellt – zusammen mit der iPhone-17-Reihe. Der Konzern bewirbt die Uhr als das Nonplusultra seiner Smartwatches: robust, edel, mit Titan-Gehäuse, 49 Millimetern Durchmesser und dem markanten orangefarbenen Action-Button. Aber die Frage, die sich 2025 stellt, lautet: Ist die Ultra 3 wirklich so „ultra“, wie Apple behauptet?
Die Apple Watch Ultra gilt seit jeher als Spitzenmodell im Wearable-Portfolio der Kalifornier. Das neue Modell bringt zwar Verbesserungen – ein etwas größeres OLED-Display mit LTPO3-Technik, leicht verlängerte Akkulaufzeit, schnelleres Laden, SOS über Satellit und erstmals 5G RedCap. Aber gemessen am Wettbewerb wirken diese Schritte eher vorsichtig als revolutionär.
Bekanntes Design, kleine Schritte
Optisch unterscheidet sich die Ultra 3 kaum von ihren Vorgängern. Gehäuse, Krone und Action-Button sind fast unverändert. Der Bildschirm ist minimal größer, durch dünnere Ränder heller und besser ablesbar. Der Akku hält nun etwa 42 Stunden statt 36, und im Stromsparmodus bis zu 72 Stunden. In 45 Minuten lädt er auf 80 Prozent. Alles nette Verbesserungen – aber keine Gamechanger.
Spannender ist die Integration von 5G RedCap, einer abgespeckten 5G-Version, die Reichweite und Energieeffizienz gegenüber Geschwindigkeit priorisiert – sinnvoll für eine Smartwatch. Zusammen mit SOS über Satellit wird die Ultra 3 so tatsächlich tauglicher für Outdoor-Abenteuer. Trotzdem bleibt der Eindruck: Apple setzt lieber auf kleine, sichere Updates, anstatt echte Innovationen zu bringen.
Wo Apple zurückhält
Der größte Kritikpunkt: Für ein „Ultra“-Gerät bleibt vieles ungenutzt. Tauchen ist auf 40 Meter beschränkt – für Profi-Diver zu wenig. Die Akkulaufzeit bleibt in der Praxis bei zwei Tagen, während Konkurrenzmodelle vier bis fünf schaffen. Bei den Gesundheitsfunktionen gibt es kaum Neues; die Rückkehr der SpO2-Messung nach rechtlichen Problemen ist eher ein Comeback als eine Neuerung. Und natürlich bleibt die Uhr exklusiv iPhone-Nutzern vorbehalten – Android-User bleiben außen vor.
Die Strategie dahinter ist offensichtlich: Apple spart sich größere Sprünge für zukünftige Modelle auf. So bleibt das Geschäft mit Upgrades lukrativ, aber die Fans, die auf echte High-End-Features warten, schauen in die Röhre.
Huawei Watch Ultimate 2: Maßstab 2025
Während Apple vorsichtig agiert, zeigt Huawei mit der Watch Ultimate 2, was 2025 technisch möglich ist. Diese Uhr ist mehr als nur ein Wearable – sie ist ein Statement.
- Ein Display mit rekordverdächtigen 3.500 Nits sorgt für perfekte Lesbarkeit selbst in praller Sonne.
- Das Gehäuse besteht aus Zirkonium-Legierung, Saphirglas und nanokristalliner Keramik – härter und widerstandsfähiger als Titan, besonders gegen Salzwasser-Korrosion.
- Wasserdicht bis 150 Meter Tiefe, inklusive Profi-Tauchmodi und sogar Sonar-Kommunikation zwischen Tauchern.
- Ein seitlicher X-TAP-Sensor liefert in nur 60 Sekunden einen kompletten Gesundheits-Check: EKG, Sauerstoffsättigung, Arteriensteifigkeit, Stresslevel, Temperatur und mehr.
- Der Akku hält bis zu 4,5 Tage ohne Always-on-Display oder rund 60 Stunden im Vollbetrieb – fast doppelt so lang wie die Apple Watch Ultra 3.
- Eine riesige 867-mAh-Batterie lädt in etwa einer Stunde vollständig auf.
Dazu kommen stärkere Vibrationen, klarerer Lautsprecher und eine große Auswahl an Sportmodi – von Golfschwung-Analyse bis hin zum Freitauchen. Damit setzt Huawei eine echte Benchmark.
Die Einschränkung: Verfügbarkeit
Der Haken: Huaweis Produkte sind in den USA weiterhin nicht offiziell erhältlich. Dort bleibt die Watch Ultimate 2 ein Blick in eine mögliche Zukunft. In Europa und Asien ist sie jedoch problemlos verfügbar und sorgt dort für Furore. Ihr bloßes Dasein reicht schon, um Apple unter Druck zu setzen.
Was das für die Apple Watch bedeutet
Die Ultra 3 ist zweifellos die beste Apple Watch aller Zeiten – aber nicht die beste Smartwatch des Jahres 2025. Huaweis Modell zeigt, was machbar ist. Für Apple bedeutet das: Die nächsten Schritte liegen auf der Hand.
Mehr Akkulaufzeit – vier bis fünf Tage statt zwei. Erweiterte Tauchfunktionen, die Profi-Standards erreichen. Und Gesundheits-Tracking, das mit einer einzigen Geste umfassende Daten liefert. All das könnte Apple in den kommenden Jahren adaptieren. Wahrscheinlich nicht sofort, sondern dann, wenn es perfekt ins eigene Ökosystem passt – und als „revolutionär“ vermarktet werden kann.
Die Roadmap für eine Ultra 4 oder Ultra 5 scheint damit fast schon geschrieben – von Huawei.
Warum trotzdem viele bei Apple bleiben
Und dennoch: Für viele Nutzer ist die Ultra 3 die bessere Wahl. Wer tief im Apple-Universum steckt, bekommt nahtlose Integration, ausgereifte Software und ein Nutzererlebnis, das kaum jemand anders so bieten kann. Für alle anderen bleibt der Eindruck: Die Ultra 3 ist eine solide, aber vorsichtige Weiterentwicklung – während Huawei zeigt, was ein echter Sprung nach vorn wäre.
Unterm Strich: Die Apple Watch Ultra 3 ist Apples stärkste Uhr. Aber die „Ultra“, die wir eigentlich verdient hätten, hat Huawei gebaut.
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Apple gibt uns Features nur scheibchenweise, die könnten viel mehr rausholen