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Path to Menzoberranzan: Die ambitionierteste BG3-Kampagne auf Kurs zur Alpha 2026

von ytools
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Path to Menzoberranzan: Die ambitionierteste BG3-Kampagne auf Kurs zur Alpha 2026

Path to Menzoberranzan gilt als das bislang ehrgeizigste Community-Abenteuer für Baldur’s Gate 3. Statt ein paar Quests oder kosmetischen Tweaks entsteht hier eine vollständige, lore-treue Kampagne, die den Weg von den sonnenhellen Handelsgassen Athkatlas hinab in die pechschwarze Umbracht und schließlich in die legendäre Metropole der Drow führt. Hinter dem Projekt steht Modder Lotrich, flankiert von mehr als 1.300 Patreon-Unterstützern und einer Crew von über 130 Mitwirkenden. Das Team arbeitet mit klaren Rollen und zentralen Pipelines: Projektdirektor:innen je Fachbereich, dazu Leads und Seniors, die Abteilungen koordinieren. Öffentlicher Fahrplan: Eine erste spielbare Alpha in der ersten Jahreshälfte 2026 – als erzählerischer Prolog, grob vergleichbar mit dem Nautiloid-Start aus BG3, um Tonfall, Systeme und Beziehungen zu etablieren.

Geplant ist eine eigenständige Dreiakt-Kampagne mit einem neuen Protagonisten und bis zu acht Begleiter:innen, die jeweils eigene Ziele, Konflikte und teils Romanzen mitbringen. Fans von Baldur’s Gate II: Shadows of Amn dürfen mit gezielter Nostalgie rechnen: Einkäufe im Adventurer’s Mart, ein nervenaufreibender Abstecher in das lange verlassene Domizil von Jon Irenicus und eine Reise, die Schritt für Schritt dunkler wird, bis Menzoberranzan mit all seiner Klingenpolitik in Sicht kommt. Laut Team stehen ineinander verzahnte Handlungsfäden im Mittelpunkt – Updates sollen sich wie abgeschlossene Kapitel anfühlen, nicht wie bloße Appetithäppchen.

Die Produktionswerte unterstreichen den Anspruch: Alle Dialoge werden von menschlichen Sprecher:innen vertont, auf KI-Stimmen wird ausdrücklich verzichtet. Hinzu kommen eigene Concept Art und originale 3D-Assets, ein handgefertigter Look für die drowische Metropole, neue Items, Rüstungen und NPC-Modelle sowie eine eigene musikalische Leitmelodie. Neben der Haupthandlung sind mehrschichtige Nebenquests vorgesehen, die Erkundung, Build-Fantasien und Fraktionsspiel miteinander verweben.

Beim Release-Tempo setzt das Team auf Iteration. Die Alpha soll als polierter „Vertical Slice“ beweisen, dass Schreibhandwerk, Levelbau und Performance im Werkzeugkasten von BG3 gleichermaßen funktionieren. Danach folgen in sinnvollen Schritten Gebietserweiterungen und Storyfortsetzungen. Umfang und Takt der Updates hängen von Community-Feedback und Machbarkeit ab – mit einem fixen Prinzip: Jede Lieferung ist ein erzählerisch befriedigender Abschnitt mit runden Abschlüssen und neuen Aufhängern.

Unvermeidlich ist die Frage nach Kanon-Stars: Taucht Drizzt Do’Urden auf? Die Entwickler geben sich zurückhaltend – aus gutem Grund. Mods sind in der Regel nicht-kommerzielle Fanwerke und bewegen sich dadurch freier. Patreon-Unterstützung kann die Lage jedoch rechtlich grau einfärben. Die kluge Linie lautet deshalb: eigene Figuren und Handlungsbögen, fest im Kanon verankert, aber ohne lizenzrechtliche Stolperfallen. Die Atmosphäre der Vergessenen Reiche bleibt erhalten, während das Team sein eigenes Profil schärft.

Ambition hat ihren Preis. Acht voll vertonte Begleiter:innen sind organisatorisch wie redaktionell ein Mammutvorhaben, selbst für Studios mit Gehaltsliste. Technisch fordert die Umbracht mit hartem Kontrast, Biolumineszenz und vertikalen Layouts eine vorsichtige Beleuchtung und klare Sichtachsen – sonst leidet die Lesbarkeit, dann die Performance. Das zentrale Führungsmodell samt klarer Abnahmekriterien, Asset-Budgets und narrativen Gates soll Scope Creep zügeln und Kohärenz sichern.

Auch der Kontext zählt. Die BG3-Modszene ist vielleicht nicht so überbordend wie bei Skyrim, wird aber sichtbar erwachsener. Parallel wächst etwa The Grand Theater – Sell your Lute to the Devil, laut Macher:innen bei rund 25% Fortschritt – ein Signal, dass Teams lernen, im Maßstab der Larian-Tools zu arbeiten. Und wer lieber Klingen kreuzen statt Dialoge führen will, findet im beliebten Versus-Modus den direkten Schlagabtausch. Zusammen ergibt das ein reifendes Ökosystem aus erzählerischen Epen, experimentellen Konzepten und Feature-Mods.

Was muss die Alpha beweisen? Erstens, dass Schreibqualität, Inszenierung und Sprecherführung Produktionsniveau erreichen. Zweitens, dass die Begleiter-Riege dramatisches Gewicht trägt – ohne Krücken berühmter Gastauftritte. Drittens, dass der Update-Rhythmus tragfähig bleibt. Gelingt das, könnte Path to Menzoberranzan zum Vorzeigeprojekt werden, wie weit BG3-Modding tragen kann – ein Kampagnen-Erlebnis, das man selbstverständlich neben Larians Hauptgeschichte empfiehlt.

Darauf lohnt es sich zu achten: Casting-News samt Stimmproben; Einblicke in Athkatla als lebendigen Hub und in die Neuinterpretation des Irenicus-Verlieses; Kampfausschnitte mit neuer Itemisierung und sauberer Begegnungsregie; und „Vertikalschnitte“ drowischer Stadtviertel, die die Handschrift der Art Direction zeigen. Hält das Team Kurs und Fokus, ist die Alpha 2026 mehr Zielmarke als Wunschdenken.

Geplante Highlights im Überblick

  • Dreiakt-Kampagne von Athkatla über die Umbracht bis nach Menzoberranzan
  • Neuer Hauptcharakter plus bis zu acht romanzenfähige Begleiter:innen
  • Vollständige, rein menschliche Vertonung – keine KI-Stimmen
  • Eigene Concept Art, originale 3D-Assets und neue Items/Outfits/NPC-Modelle
  • Update-Strategie mit abgeschlossenen Kapiteln statt bloßer Teaser
  • Alpha in H1 2026, Prolog etwa im „Nautiloid“-Maßstab
  • Handgefertigte Optik für Menzoberranzan und eine originale Titelmelodie

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1 kommentar

Anonymous December 19, 2025 - 7:05 am

Acht Begleiter mit Vollvertonung? Das ist Chefsache auf AAA-Niveau. Hoffe auf strikte Redaktionsguides

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