
Was wirklich mit „Batman: The Brave and the Bold“ im neuen DC-Universum passiert
Kaum ein Superheld sorgt für so viel Aufregung wie Batman – und in James Gunns neuem DC-Universum ist die Spannung noch größer. Seit der Ankündigung von „Batman: The Brave and the Bold“ Anfang 2023 warten Fans auf Neuigkeiten. Doch bis heute bleibt das Projekt im Schatten – geheimnisvoll, spekulativ und von Schweigen umgeben. Jetzt gibt es endlich Anzeichen, dass sich hinter den Kulissen tatsächlich etwas bewegt.
Regie führen soll Andy Muschietti, bekannt durch Es und Es Kapitel 2, sowie den umstrittenen The Flash. Trotz der durchwachsenen Resonanz auf seinen letzten Film vertraut Gunn ihm das wohl wichtigste Puzzleteil seines neuen DCU an. The Brave and the Bold soll Batman gemeinsam mit seinem Sohn Damian Wayne zeigen – dem frechsten Robin der Comicgeschichte. Doch was passiert wirklich mit dem Film?
Ein Schweigen mit Bedeutung
In einem Interview mit Variety zur HBO-Serie It: Welcome to Derry bestätigten Andy und Barbara Muschietti, dass das Projekt lebt – nur reden dürften sie (noch) nicht. Barbara sagte: „Ja, die Absicht ist da, weiterzumachen, aber wir dürfen nichts sagen.“ Andy fügte hinzu: „Wir müssen noch ein paar Monate warten, bevor wir darüber sprechen können.“ Und dann, halb scherzhaft: „Verdammt, das war schon zu viel.“
Dieses kleine „Ausrutschen“ sorgte bei Fans sofort für Spekulationen: Wenn er von „ein paar Monaten“ spricht, könnte das heißen, dass schon bald offizielle Neuigkeiten folgen. Variety interpretierte das als klares Zeichen – die Geheimhaltung ist streng, aber der Motor läuft.
Was bisher bekannt ist
Auch wenn DC nichts offiziell preisgibt, lassen sich einige Fakten zusammenfassen:
- Regisseur: Andy Muschietti bleibt gesetzt.
- Drehbuch: Laut James Gunn befindet sich der Text „in Bewegung“, aber er „mag, wo wir stehen“.
- Charaktere: Batman trifft auf seinen Sohn Damian Wayne – den wohl kompliziertesten Robin, den es gibt.
- Überraschungen: Gunn deutete an, dass einige Aspekte geändert wurden – darunter Damians Alter und Batmans familiäre Situation.
- Kein Doppelgänger: Robert Pattinson bleibt Teil von Matt Reeves’ eigenständigem Batman-Universum. Auch Alan Ritchson und Chris Pratt sind nicht im Rennen.
Gunns Vision eines neuen Batman
James Gunn macht deutlich, dass er keinen weiteren austauschbaren Batman-Film will. „Batman braucht einen Grund zu existieren“, sagte er. „Wir können nicht einfach einen Film drehen, nur weil er die größte Figur bei Warner ist.“ Der neue Batman solle sich vom Rest abheben – ernst, relevant, aber nicht düster um des Düsternis willen.
„Ich will keinen campy Batman, keinen Witzbold im Cape“, so Gunn weiter. Sein Ziel: einen Helden, der sich natürlich in die neue DCU-Struktur einfügt. Gleichzeitig soll er sich deutlich vom Tonfall des Matt-Reeves-Batman unterscheiden. Eine neue, geerdete, aber nicht zynische Version des Dunklen Ritters.
Ein Schatten im neuen Universum
Den ersten flüchtigen Auftritt hatte Batmans Silhouette bereits – in der Animationsserie Creature Commandos. In Episode 6 sieht man ihn auf einem Dach, wie er den Gangster Doctor Phosphorus beobachtet. Gunn erklärte später, er habe darum gebeten, die Figur nur als Umriss zu zeigen, da man für mehr Details noch nicht bereit sei. Das zeigt: Batman existiert bereits im neuen DCU, auch wenn seine Geschichte noch nicht erzählt wurde.
Gunn bestätigte außerdem, dass dieser Batman Seite an Seite mit Superman auftauchen wird: „Ich liebe Batman. Ich liebe ihn seit meiner Kindheit. Und ich verspreche: Wir werden Großes mit ihm machen – zusammen mit Superman.“ Diese Aussage allein genügte, um Fans wieder Hoffnung zu geben.
Wann kommt der Film?
Eine offizielle Startzeit gibt es nicht. Das DCU ist voll: Supergirl, Clayface und Man of Tomorrow sind für 2026–2027 geplant. Hinzu kommt Matt Reeves’ The Batman 2 (ebenfalls 2027) – was bedeutet, dass zeitgleich zwei unterschiedliche Batmen auf der Leinwand erscheinen werden. Eine kommunikative Herausforderung, die Gunn bewusst angeht: Sein Batman gehört zur Kernwelt, Reeves’ Version bleibt ein Parallelprojekt.
Insider berichten, dass Warner Bros. die Kommunikation bewusst zurückhält, bis die Umstrukturierungen abgeschlossen sind. Erst danach werde man konkrete Ankündigungen machen – womöglich inklusive Besetzung, Logo oder Teaser. Kurz gesagt: Die Stille ist Strategie, kein Stillstand.
Warum dieser Batman entscheidend ist
Jede neue Batman-Inkarnation trägt ein gewaltiges Erbe. Zwischen Adam Wests Humor, Christopher Nolans Realismus und Pattinsons Noir-Stil bleibt wenig Raum für Neues. Doch genau hier setzt Gunn an: Er will einen Batman schaffen, der nicht nur funktioniert, sondern gebraucht wird – emotional, erzählerisch und filmisch.
Wenn The Brave and the Bold überzeugt, könnte es der Grundstein für die gesamte DCU-Erzählung werden. Scheitert es, droht eine Wiederholung alter Fehler: zu viele Reboots, zu wenig Vision. Deshalb hält Gunn die Zügel fest in der Hand – und lässt Muschietti die Zeit, die er braucht.
Worauf man achten sollte
- Offizielle Bekanntgabe des Batman-Darstellers.
- Erster Blick auf das neue Kostüm.
- Bestätigung von Damian Waynes Rolle im Film.
- Einordnung des Films im DCU-Zeitstrahl.
- Ein mögliches Startfenster zwischen 2026 und 2027.
Bis dahin gilt: Geduld. Wenn Muschiettis „ein paar Monate“ tatsächlich stimmen, könnte das Jahresende endlich Licht ins Dunkel bringen. Und wer weiß – vielleicht bekommen wir bald das erste echte Bild des neuen Dunklen Ritters.
Fazit
„Batman: The Brave and the Bold“ lebt – auch wenn es sich anfühlt, als stünde alles still. Andy Muschietti bleibt an Bord, James Gunn feilt am Skript, und das Projekt bewegt sich langsam, aber zielstrebig. Wenn der richtige Moment gekommen ist, könnte dieser Batman die DCU neu definieren – als Symbol für Neubeginn, Mut und Identität. Der Schatten des Helden ist schon da. Jetzt fehlt nur noch das Licht.
3 kommentare
Zwei Batmen gleichzeitig im Kino? Wird bestimmt lustig für normale Zuschauer
Ich bin mega neugierig, wer die Rolle bekommt – hoffentlich kein 08/15-Hollywoodgesicht
Endlich kein Origin-Story-Wiederkauen! Mutiger Schritt, find ich gut