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Battlefield 6 dominiert die US-Spielecharts im Oktober 2025

von ytools
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Battlefield 6 hat in den USA einen echten Paukenschlag hingelegt – und der aktuelle Circana-Report für Oktober 2025 ist genau der Stoff, aus dem hitzige Foren-Threads und endlose Twitter-Diskussionen gemacht sind. Laut Branchenanalyst Mat Piscatella hat der neue Shooter von EA nicht nur den ersten Platz im Monatsranking der Premiumspiele erobert, sondern sich gleichzeitig an die Spitze der Jahrescharts 2025 im US-Markt gesetzt.
Battlefield 6 dominiert die US-Spielecharts im Oktober 2025
Für eine Reihe, die nach ein paar schwierigen Releases lange um ihren Ruf kämpfen musste, ist das ein Comeback, das sich tief in die Seriengeschichte einbrennen dürfte.

Direkt dahinter auf Rang zwei steht Pokémon Legends Z-A – ein Schwergewicht, das eigentlich jeder in der Nähe der Chartspitze erwartet hat. Entscheidend ist dabei aber ein Detail, das vielen beim schnellen Blick auf die Liste entgeht: Nintendo meldet seine digitalen Verkäufe traditionell nicht an Circana und andere Marktforscher. Was wir sehen, sind also nur die Retail-Zahlen der verpackten Version. Und schon diese reichen, damit Pokémon Legends Z-A 18 andere Titel hinter sich lässt, darunter Dauerbrenner wie EA Sports FC 26 und NBA 2K26 sowie mehrere frische Veröffentlichungen, die mit großen Werbekampagnen in den Markt gedrückt wurden.

Genau dieser blinde Fleck bei den Downloadzahlen sorgt dafür, dass die geteilten Charts im Netz oft mehr Emotionen als Fakten produzieren. Ein Teil der Community ist überzeugt, dass Pokémon Legends Z-A mit vollständigen Digitaldaten mindestens auf Augenhöhe mit Battlefield 6 läge, wenn nicht sogar davor. Die andere Seite hält sich an das, was offiziell gemessen wird, und feiert Battlefield 6 als klaren Sieger des Monats. Unterm Strich bleibt: Solange Nintendo seine Zahlen nicht öffnet, geht die Krone für das umsatzstärkste Premiumspiel im Oktober an Battlefield – und bei Electronic Arts dürfte man mit diesem „Sternchen“ sehr gut leben können.

Noch beeindruckender wirkt der Triumph, wenn man sich anschaut, welches historische Vergleichsniveau Piscatella zieht. Battlefield 6 ist nicht nur der bisher bestverkaufte Premiumtitel des Jahres 2025 in den USA, sondern hat auch den höchsten in einem einzelnen Monat erfassten Umsatz mit Vollpreisspielen (physisch plus digital) der letzten drei Jahre generiert. Das letzte Spiel, das in einem Monat mehr Geld einspielte, war Call of Duty: Modern Warfare II im Oktober 2022. Für eine Marke, die oft als kleinerer Bruder von Call of Duty wahrgenommen wurde, ist diese Messlatte ein dickes Ausrufezeichen.

Die Gründe für diesen Erfolg liegen zum großen Teil im Produkt selbst und in der Release-Strategie. Battlefield 6 wurde klar als „Back to the roots“-Teil vermarktet: große Karten, Fahrzeuge, moderne Kriegsführung, eine vollwertige Kampagne und ein Multiplayer, der zum Launch nicht im Bug-Chaos versinkt. Dazu kam ein günstiges Zeitfenster. Der Shooter erschien deutlich vor Call of Duty: Black Ops 7 und konnte einen ganzen Monat lang fast ungestört die Shooter-Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Früher Zugang über teurere Editionen, Cross-Promotion mit Hardware-Bundles und ein Publikum, das nach mehreren wackeligen Live-Service-Starts misstrauisch, aber auch hungrig auf einen funktionierenden Großproduktionen war, taten ihr Übriges.

Während Battlefield 6 die Schlagzeilen dominiert, marschiert Pokémon Legends Z-A auf einer parallelen Spur. Schaut man ausschließlich auf physische Verkäufe in den USA im bisherigen Jahr 2025, ist die Pokémon-Episode der bestverkaufte Titel des Jahres. Das passt perfekt zum bekannten Muster der Marke: Nicht der ganz große Knall am ersten Wochenende, dafür extrem lange, stabile Verkaufszahlen. In einer Branche, in der viele Releases nach wenigen Wochen aus dem Gespräch verschwinden, wirkt diese Langzeitkurve fast schon altmodisch – aber genau sie macht Pokémon für Nintendo so wertvoll.

Spannend ist auch der Blick auf den Rest des Oktober-Rankings. Der US-Spitzenreiter aus dem September, Borderlands 4, rutscht in nur einem Monat auf Platz zehn ab. Das ist kein Drama, zeigt aber sehr deutlich, wie brutal der Kampf um Sichtbarkeit geworden ist. The Outer Worlds 2 landet auf Rang sieben – ein respektables Ergebnis für ein erzählgetriebenes Rollenspiel in einem Monat, in dem große Shooter und Sportreihen die Regale dominieren. Little Nightmares III sichert sich Platz acht und beweist, dass atmosphärische, eher kompakte Horror-Erlebnisse trotz Live-Service-Trend noch ihren Platz im Mainstream haben. Ninja Gaiden 4 schafft es als weiterer Traditionsname immerhin in die Top 20, bleibt mit Rang elf aber knapp außerhalb der Top 10 hängen.

Mindestens genauso interessant wie die Software-Charts sind die Hardware-Zahlen. Die Nintendo Switch 2 bleibt in den USA die meistverkaufte Konsole – und das mit einem Tempo, das selbst erfahrene Analysten staunen lässt. Laut Circana liegt die Switch 2 rund 68 Prozent über dem Verkaufstempo der ersten Switch im gleichen Zeitraum nach Launch und etwa 3 Prozent über der legendären Startkurve der PlayStation 4. Anders gesagt: Die neue Nintendo-Plattform bewegt sich in Richtung „All-time-Hit“ und könnte am Ende ganz oben in den Bestenlisten der erfolgreichsten Konsolen landen.

Auch im PC-Bereich tut sich etwas, vor allem im jungen Segment der Handheld-Rechner. Die Ausgaben für portable ASUS-PCs sind im Oktober laut Report um den Faktor 4,8 gestiegen – vor allem angetrieben durch den ROG Ally und das aufgebohrte Modell ROG Ally X. Diese Geräte besetzen die Nische zwischen klassischer Konsole und Gaming-Laptop: vollwertiger Windows-PC im Handheld-Formfaktor, mit Zugriff auf Steam, Game Pass und Co., aber eben mit der Bequemlichkeit eines Geräts, das man auf Sofa, Balkon oder im Zug zücken kann. Der Wachstumssprung zeigt, dass „Handheld-PC“ dabei ist, vom Enthusiasten-Spielzeug zu einer ernstzunehmenden Alternative für viele Spieler zu werden.

In der Summe war der Oktober 2025 für den US-Games-Markt ein klar positives Signal. Circana meldet ein Plus von rund 3 Prozent bei den Gesamtausgaben im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2024 – kein explosionsartiger Boom, aber ein solides Wachstum in einem Umfeld, in dem andere Entertainment-Sparten eher stagnieren oder schrumpfen. Blockbuster à la Battlefield 6, Dauerbrenner wie Pokémon, neue Hardware-Zyklen mit der Switch 2 und die wachsende Handheld-PC-Nische ziehen an einem Strang und halten den Markt in Bewegung.

Und der spannendste Teil des Jahres steht erst bevor. Mit Call of Duty: Black Ops 7 im Handel kommt es im November zum direkten Duell der beiden großen Shooter-Marken. Gelingt es Battlefield 6, den frisch eroberten Thron in den US-Charts zu verteidigen, oder holt sich Call of Duty seine traditionelle Spitzenposition zurück? Die Antwort wird erst der nächste Circana-Report liefern. Sicher ist nur: Battlefield 6 hat sich mit seinem Oktober-Auftritt bereits einen festen Platz in den Jahresrückblicken gesichert – und die Screenshots der Charts werden noch eine Weile durch Kommentarspalten und Timelines geistern.

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