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Bigme HiBreak S: das Telefon für Leserinnen und Leser

von ytools
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Das Bigme HiBreak S will etwas schaffen, woran viele Hersteller scheitern: den Komfort eines E-Ink-Readers in ein Telefon zu gießen, das man wirklich täglich benutzt. Bigme, seit Jahren eine feste Größe im E-Ink-Kosmos, bringt zwei Varianten des kompakten 5,84-Zöllers: klassisch monochrom für maximale Schärfe und Ausdauer sowie Kaleido 3 für Farbe bei Magazinen, Webseiten und Comics.
Bigme HiBreak S: das Telefon für Leserinnen und Leser
Beide Displays arbeiten mit 24 Hz und bieten 36 Stufen Farbtemperatur – von kühlem Weiß bis warmem Papier-Look für abends.

Die Kompromisse sind offen kommuniziert: Das Mono-Panel löst mit 1440 × 720 auf und ist für Text in dieser Größe angenehm scharf. Beim Farbmodell sinkt die effektive Auflösung auf 480 × 240; gut genug für Diagramme, Karten, Cover und farbige Hervorhebungen, aber nichts für Pixel-Perfektionisten. Wer butterweiches Scrolling, 60–120-Hz-Videos oder kompetitive Games sucht, ist hier falsch – das HiBreak S priorisiert Lesbarkeit, Fokus und niedrige Augenbelastung.

Innen werkelt ein nicht näher benannter Octa-Core mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher. Das reicht locker für Bücher, Notizen, Messenger, Mail, Banking, Karten und 2FA – 3D-Gaming steht nicht auf dem Pflichtenheft. Telefon-Basics sind an Bord: 4G LTE mit Dual-SIM, eine 13-MP-Hauptkamera (perfekt zum Dokumente scannen) sowie 5 MP vorn und ein 3300-mAh-Akku, der dank E-Ink sehr genügsam ist. Software-Seite: Android 14 mit vollem Google-Play-Zugang – also installieren statt sideloaden.

In der Hand erinnert das Format eher an die Buchrücken-Breite eines Taschenbuchs – Hosentaschen-tauglich und einhändig in Bus und Bahn angenehm. Unter Sonne spielt E-Ink seine Reflexions-Stärke aus, nachts hilft die fein dosierbare Warmton-Beleuchtung. Und ja, 24 Hz klingen im 120-Hz-Zeitalter archaisch, aber für Seitenwechsel, Listen und Tippen genügt das – die Anzeige will Text dienen, nicht Animationen.

Preise und Farben sind bodenständig: Black oder White. Das Mono-Modell kostet 249 US-Dollar, die Farbversion 279 US-Dollar. Gegen LCD-„Papier-Modi“ (z. B. Nxtpaper) punktet E-Ink weiterhin bei Sonnenlicht, Ruhe für die Augen und weniger Doom-Scrolling. Gegen dedizierte Reader bringt das HiBreak S Telefonie, mobiles Netz, Karten und Messenger – ohne Zweitgerät.

Für wen? Pendler:innen, Viel-Leser:innen, Wissenarbeiter:innen, Menschen mit empfindlichen Augen. Nicht für wen? Kamera-Fans, Video-Junkies, Gamer. Farbiges Manhwa/Webtoon ist auf Kaleido 3 machbar, aber mit sichtbarer Pixelstruktur. Wer genau diese Grenzen akzeptiert, bekommt ein sehr spezielles Werkzeug: ein Lesegerät, das zufällig auch telefoniert.

Fazit: Kein Alleskönner, sondern ein klar fokussiertes, fair bepreistes Nischen-Phone. Mit bewusstem 4G, 24 Hz und reduzierter Farbauflösung liefert das HiBreak S vielleicht das komfortabelste „Hosentaschen-Papier“ – plus Klingelton.

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1 kommentar

TurboSam December 27, 2025 - 1:35 am

Gibt’s eine wirklich taugliche Farb-Option für Manhwa? SW ist top für Romane, aber Cover dürfen gern knallen 😭

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