
Bluetooth oder 2,4-GHz-Funk: Welche kabellose Verbindung ist besser?
Ob im Homeoffice, beim Gaming oder unterwegs – kabellose Geräte sind längst Standard. Maus, Tastatur, Headset oder Lautsprecher: sie alle brauchen eine stabile Verbindung zum Computer oder Smartphone. Doch dabei stellt sich immer wieder die Frage: Bluetooth oder Funk über 2,4 GHz mit USB-Empfänger – was ist besser? Beide Technologien nutzen denselben Frequenzbereich, unterscheiden sich aber deutlich in Performance und Alltagstauglichkeit.
Wie funktionieren die Verbindungen?
Der klassische 2,4-GHz-Funk funktioniert über einen kleinen USB-Dongle, der in den Rechner gesteckt wird. Das Gerät kommuniziert ausschließlich mit diesem Empfänger – verschlüsselt und ohne Störungen von außen. Ergebnis: eine sehr direkte und schnelle Verbindung, perfekt für Nutzer, die Wert auf Reaktionsgeschwindigkeit legen.
Bluetooth arbeitet ebenfalls im 2,4-GHz-Band, setzt aber auf ein anderes Prinzip. Der Standard teilt das Frequenzspektrum in 80 Kanäle und wechselt bis zu 1600 Mal pro Sekunde zwischen ihnen. Dieses sogenannte „Frequency Hopping“ sorgt für Stabilität auch in Umgebungen mit vielen Funkquellen, verursacht aber eine leichte Latenz. Beim Filmabend fällt das vielleicht nur durch eine minimale Asynchronität von Bild und Ton auf – beim Gaming hingegen kann es stören.
Vorteile von 2,4 GHz
Wer maximale Geschwindigkeit ohne Verzögerung will, setzt auf Funk über 2,4 GHz. Besonders im Gaming-Bereich ist das die bevorzugte Technik. Eine Gaming-Maus reagiert hier sofort auf jede Bewegung, ein Headset liefert Sound in Echtzeit – entscheidend in schnellen Spielen, in denen Millisekunden zählen.
Doch es gibt auch Nachteile: Der Empfänger blockiert einen USB-Port, der bei Notebooks oft knapp ist. Geht der Dongle verloren, ist das Gerät meist unbrauchbar – eine Ausnahme bildet die Logitech Unifying-Technologie, die mehrere Geräte mit einem einzigen Empfänger koppeln kann. Außerdem ist das 2,4-GHz-Band stark frequentiert, etwa durch WLAN-Router oder Babyphones. Günstige Mäuse oder Tastaturen können dadurch gelegentlich Verbindungsabbrüche haben.
Ein Beispiel: Die Oklick 636LWC Maus punktet mit verzögerungsfreier Funkverbindung, ist aber komplett abhängig von ihrem Dongle.
Stärken von Bluetooth
Bluetooth überzeugt durch Flexibilität und universelle Kompatibilität. Es spart USB-Ports und funktioniert nicht nur am PC, sondern auch mit Tablets, Smartphones oder Smart-TVs. Für Menschen, die viel zwischen Geräten wechseln, ist das besonders praktisch.
Ein gutes Beispiel ist die Microsoft Modern Mobile Mouse: schlank, leicht und kompatibel mit praktisch jedem Gerät mit Bluetooth. Ideal fürs Büro oder für unterwegs, für Gaming aber weniger geeignet. Auch Bluetooth-Kopfhörer sind bestens für Musik und Telefonate geeignet – beim Gaming macht sich die leichte Verzögerung allerdings bemerkbar. Die Realme Buds Air 2 mit aktiver Geräuschunterdrückung sind großartig für den Alltag, aber keine gute Wahl für schnelle Shooter.
Hybride Geräte: das Beste aus beiden Welten
Immer mehr Hersteller setzen auf Doppellösungen, die sowohl Bluetooth als auch Funk über 2,4 GHz unterstützen. So kann man flexibel zwischen beiden Modi wechseln.
Die Razer BlackWidow V3 Mini HyperSpeed Tastatur etwa bietet drei Modi: Funk, Bluetooth und Kabel. Die SunWind SW-M300 Maus lässt sich mit dem Dongle an einem Windows-PC nutzen und parallel per Bluetooth an einem MacBook koppeln. High-End-Headsets wie das SteelSeries Arctis Pro Wireless kombinieren ebenfalls beide Technologien – für verzögerungsfreien Sound am PC und gleichzeitige Bluetooth-Verbindung zum Smartphone.
Fazit
Die Entscheidung hängt vom Einsatz ab. Bluetooth ist ideal für mobiles Arbeiten, Büroanwendungen und alle, die ein Gerät flexibel an mehreren Endgeräten nutzen wollen. 2,4 GHz Funk hingegen bietet höchste Geschwindigkeit und Stabilität – unverzichtbar für Gamer. Hybride Modelle schließlich sind die clevere Lösung für alle, die beides wollen: maximale Performance beim Zocken und gleichzeitig universelle Kompatibilität für den Alltag.
Zusammengefasst: Für Office und Multimedia reicht Bluetooth. Für Gaming führt kein Weg am 2,4-GHz-Funk vorbei. Wer beides abdecken möchte, greift zu einem Hybrid-Gerät.
3 kommentare
für büro reicht bluetooth locker
wieso macht nicht jeder hersteller so was wie logitech unifying?
hab mal nen dongle verloren – maus direkt für die tonne 😅