Seit dem Release von Borderlands 4 diskutiert die Community hitzig über Balance, Bugs und absurde Builds. Zwar hat Gearbox Software bereits einen ersten Patch für PC veröffentlicht, der Abstürze und einige kritische Fehler behebt, doch die große Frage ist: Wie geht es mit den übermächtigen Builds weiter? Die Entwickler haben nun klargestellt, dass sie kurzfristig schwache Waffen und Skills stärken wollen, anstatt sofort die stärksten Builds zu nerfen. Damit bleiben die berüchtigten Instakill-Messer-Builds vorerst unangetastet.
Das bestätigte Kreativdirektor Graeme Timmins in den sozialen Medien. 
Er sprach offen von „Builds, die unbeabsichtigte Interaktionen und/oder das Messer nutzen“. Laut Timmins will man zuerst Buffs verteilen, bevor irgendwann auch Nerfs folgen. Auf lange Sicht wird es also Anpassungen geben, doch aktuell können Spieler weiter mit ihren OP-Builds experimentieren.
Das Messer, das das Spiel bricht
Im Zentrum steht das Vampiric Vivisecting Throwing Knife mit dem Penetrator Augment. Ein Treffer genügt, um für fünf Sekunden sämtliche Angriffe als kritische Treffer zu werten. Kombiniert man dies mit Bleed-Stacks, verursacht jeder Tick ebenfalls kritischen Schaden – die Schadenszahlen schnellen ins Unendliche.
In Verbindung mit den Passivfähigkeiten von Vex, etwa Bloodletter (Krits von Waffen und Skills lösen Blutungen aus) und Contamination (Status-Effekte können bis zu 100% ausgelöst werden), entsteht eine Endlosschleife. Das Resultat: Bosse zerfallen in wenigen Sekunden, selbst auf höchster Schwierigkeitsstufe. Für Loot-Farmer ist das ein Traum – wenn auch ein unfairer.
Community feiert Buff-Strategie
Die Entscheidung von Gearbox, Buffs Vorrang zu geben, kommt bei den Fans gut an. Content-Creator Moxsy bezeichnete das Vorgehen als „riesigen Win“ und erinnerte daran, wie in Tiny Tina’s Wonderlands und Borderlands 3 sofortige Nerfs für Frust gesorgt hatten. Nun setzt das Studio auf eine sanftere Philosophie: Schwache Optionen attraktiver machen, bevor man Spaßbremsen einführt.
Unklar bleibt, wie das Messer später angepasst wird. Wird die Mechanik komplett überarbeitet oder nur leicht abgeschwächt? Konkrete Termine gibt es nicht, also bleibt den Spielern nur das Warten auf den nächsten Balance-Patch.
Technische Probleme im Fokus
Neben der Balance sorgen auch Performance-Probleme für Ärger. Gearbox betont, dass Stabilität auf PC und Konsole höchste Priorität hat. Laut Digital Foundry verschlechtert sich die Framerate mit längerer Spielzeit – selbst auf PS5 Pro und Xbox Series X. Nach 30 bis 60 Minuten treten massive Einbrüche auf, die das Spielgefühl stören. Ein Neustart behebt die Probleme kurzfristig, doch wie DF-Experte Tom Morgan kritisiert: „Niemand sollte gezwungen sein, das Spiel stündlich neu zu starten.“
Randy Pitchford, Chef von Gearbox, bestätigte die Schwierigkeiten und versprach Verbesserungen. Bis dahin bleibt Spielern nur der Workaround. Timmins erwähnte außerdem, dass man auch auf Bewegungs-Exploits wie den „Cricket Jump“ ein Auge hat, der das Überspringen ganzer Kartenabschnitte ermöglicht.
Ausblick für Borderlands 4
Konkrete Daten fehlen, doch Gearbox arbeitet an Quality-of-Life-Features. Auf Konsolen wird endlich der gewünschte FOV-Slider eingebaut, während PC-User weitere Optimierungen erwarten dürfen. Zudem verweist Gearbox auf Community-Hilfen wie SHiFT-Codes, eine interaktive Map und den Build-Planer von Maxroll.
Borderlands 4 befindet sich also in einer spannenden Phase: Manche Spieler genießen ihre übermächtigen Messer-Builds, andere hoffen auf Buffs für vernachlässigte Skills. Ob das Spiel als Highlight der Serie gilt oder alte Fehler wiederholt, hängt nun von den kommenden Updates ab.
2 kommentare
das messer ist einfach zu krank, bosse fallen sofort 😂
in BL3 haben die Nerfs am Anfang echt genervt