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CloverPit: Slot-Horror-Roguelite auf Xbox Series X|S

von ytools
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CloverPit: Slot-Horror-Roguelite auf Xbox Series X|S

CloverPit: wenn ein dämonischer einarmiger Bandit den Weg auf die Xbox findet

CloverPit hat in Rekordzeit den Sprung vom schrägen PC-Geheimtipp zum großen Konsolenthema geschafft. Das Roguelite der Indie-Schmiede Panik Arcade hat auf Steam in nur rund sechs Wochen die Marke von einer Million verkaufter Exemplare geknackt und steht nun auf Xbox Series X und Series S bereit. Vorgestellt wurde der Konsolenport völlig überraschend während der Xbox Partner Preview im November – wenige Minuten später war der Download schon verfügbar, inklusive Integration ins Xbox-Ökosystem und in den Game Pass.

Auf den ersten Blick wirkt CloverPit wie ein morbides Glücksspiel-Minispiel. Doch hinter der Fassade steckt ein gnadenloser Horror-Loop. Du wachst in einer verrosteten Zelle auf, ohne Fenster, ohne Tür, nur mit einer höhnisch blinkenden Slot-Maschine und einem emotionslosen Geldautomaten. In jeder Runde wird deine Schuld neu berechnet, und du hast genau einen Durchgang Zeit, um den Betrag über die Walzen wieder reinzuholen. Schaffst du es nicht, ist nicht einfach nur der Run vorbei – die Zelle selbst scheint dich zu verschlingen. Jeder Spin fühlt sich an wie ein Deal mit etwas, das definitiv nicht menschlich ist.

Panik Arcade beschreibt CloverPit als teuflisches Kind von Balatro und Buckshot Roulette – und das trifft den Ton erstaunlich gut. Wie Balatro lebt das Spiel von Kombos, Multiplikatoren und dem Gefühl, dass du mit jeder neuen Freischaltung ein Stück tiefer in ein System aus Effekten und Synergien eintauchst. Von Buckshot Roulette übernimmt CloverPit dieses unangenehme Ziehen im Magen, wenn du weißt, dass eine einzige Fehlentscheidung eine eigentlich solide Runde instant begraben kann. Es ist ein Roguelite, in dem du dir Schritt für Schritt deine persönliche Schuldenhölle baust: Du schaltest Modifikatoren, Flüche, Buffs und Debuffs frei, die aus einem harmlos wirkenden Spin entweder einen rettenden Geldregen oder eine brutale Abwärtsspirale machen.

Die Xbox-Version profitiert direkt von Update 1.2, das kurz zuvor auf dem PC erschienen ist. Der neue Hardmode ist standardmäßig mit an Bord und richtet sich an alle, denen die Ausgangslage zu gnädig war: Schulden wachsen aggressiver, der Spielraum für Fehler schrumpft, und die Chance auf rettende Symbolreihen ist spürbar geringer. Parallel dazu wurde das Balancing nachgeschärft und die Benutzeroberfläche gründlich überarbeitet. Die Anzeige von Schuldenhöhe, möglichen Auszahlungen und kommenden Strafen ist deutlich klarer strukturiert, was gerade auf dem Sofa mit Controller Gold wert ist. Statt sich durch kryptische Anzeigen zu kämpfen, siehst du nun auf einen Blick, wie knapp du wirklich am Ruin vorbeischrammst.

Beim Release-Setup geht Panik Arcade ebenfalls in die Vollen. CloverPit ist auf Xbox Series X|S spielbar, läuft über Xbox auf PC, unterstützt Cloud-Gaming und liegt in den Abostufen Xbox Game Pass Ultimate und Premium. Wer ohnehin ein Abo hat, kann ohne Zusatzkosten testen, ob die eigenen Nerven mit der permanenten Schuldenuhr klarkommen. Für ein Spiel, das sich komplett um Risiko und Einsatzhöhe dreht, ist das ein fast schon ironisch niedriger Einstieg. Sobald du aber im Loop drin bist, zahlst du mit etwas anderem als Geld: Konzentration, Geduld und gelegentlich der eine oder andere leise Verzweiflungsschrei gehören zum Paket.

Gleichzeitig blickt CloverPit schon nach vorne. Mit dem Xbox-Auftritt wurde auch das erste große DLC angeteasert: Unholy Fusion. Konkrete Infos hält das Studio noch zurück – weder gibt es ein Datum, noch eine offizielle Feature-Liste. Allein der Name sorgt aber bereits für Spekulationen. Liegt der Fokus auf neuen Symbolen? Auf Effekten, die sich miteinander verschmelzen lassen? Auf Build-Optionen, bei denen ein einziger perfekter Spin aus einem hoffnungslosen Run plötzlich eine absurde Siegesserie macht? Sicher scheint nur: Das Chaos soll noch einmal deutlich angezogen werden.

Ursprünglich ist CloverPit am 26. September 2025 auf dem PC gestartet und hat dort sehr schnell eine Fangemeinde gefunden, die eher auf psychologischen Druck als auf Jumpscares steht. Statt Monster in dunklen Gängen jagst du hier deine eigene Angst vor roten Zahlen und tickenden Timern. Mit dem Schritt auf Xbox erweitert das Spiel seine Bühne und setzt sich in eine Nische, die bislang erstaunlich leer war: ein Slot-Horror-Roguelite, das nicht einfach Glücksspiel simuliert, sondern das mulmige Gefühl davor in Gameplay gießt. Ob weitere Plattformen folgen, ist offen – doch wer auf der Xbox nach einem frischen Horrorerlebnis sucht, das Kopf, Nerven und ein bisschen den Magen beansprucht, kommt an CloverPit kaum vorbei.

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