Crucial hat seine neuen LPCAMM2-Speichermodule für Laptops vorgestellt – ein wichtiger Schritt in Richtung leistungsstärkerer, effizienterer und nachhaltigerer mobiler Computertechnik. Mit bis zu 64 GB Kapazität und Geschwindigkeiten von 8.533 MT/s bietet diese Speicherlösung alles, was Entwickler, Kreative und Power-User im KI-Zeitalter benötigen. 
Micron Technology, die Mutterfirma von Crucial, setzt damit ein klares Zeichen, wohin sich der Notebook-Speichermarkt entwickelt.
Im Vergleich zu herkömmlichen DDR5-SODIMMs liefert LPCAMM2 bis zu 1,5-mal mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch. Damit lassen sich aufwändige Simulationen, datenintensive KI-Berechnungen, Rendering-Jobs und parallele Workloads auch unterwegs mühelos bewältigen. Selbst in alltäglichen Szenarien wie Videokonferenzen, Bildbearbeitung oder Office-Workflows spüren Nutzer den Unterschied: weniger Wartezeiten, mehr Stabilität.
Ein großer Vorteil ist das neue kompakte und modulare Design. Die Module sind weniger als halb so groß wie klassische SODIMMs und ermöglichen unkomplizierte Upgrades sowie Reparaturen. Wer bisher mit fest verlötetem RAM hadern musste, dürfte erleichtert sein: Die Lebensdauer von Notebooks verlängert sich, und gleichzeitig wird Elektroschrott reduziert.
Die Module kombinieren die Vorteile von LPDDR5X mit einem offenen Standard, der gemeinsam mit führenden OEMs entwickelt wurde. Lenovo und Dell haben bereits bestätigt, dass ihre kommenden KI-Notebooks LPCAMM2 unterstützen. Weitere Hersteller werden mit hoher Wahrscheinlichkeit folgen. Das zeigt: Hier handelt es sich nicht um ein Nischenprodukt, sondern um einen Standard, der langfristig prägend sein dürfte.
Gerade 2025 ist das Thema entscheidend: Immer mehr KI-Workloads wandern von der Cloud auf persönliche Geräte. Dafür braucht es Speicher, der schnell, effizient und flexibel ist. Mit LPCAMM2 lassen sich lokale KI-Modelle trainieren, große Datensätze verarbeiten und professionelle Workflows direkt auf dem Laptop abwickeln – ohne Desktop-Rechenpower im Hintergrund.
Ein Wermutstropfen ist der Preis: 32-GB-Module starten bei 232,99 US-Dollar, 64-GB-Module bei 451,99 US-Dollar. Mit Steuern und Versand kratzt man schnell an der 500-Dollar-Marke. Während einige den Preis für die gebotene Innovation fair finden, empfinden andere ihn schlicht als überzogen. Zudem hoffen viele, dass Crucial diesmal die Nachfrage bedienen kann – denn frühere Hochkapazitäts-Kits waren oft schwer zu bekommen.
Trotz Kritik steht fest: LPCAMM2 ist mehr als nur ein RAM-Upgrade. Es ist der Beginn einer neuen Ära – upgradbare KI-Notebooks, die Leistung, Nachhaltigkeit und Flexibilität vereinen. Sollte sich der Standard durchsetzen, könnte 2025 als Wendepunkt in die Geschichte der mobilen Speichertechnologien eingehen.
2 kommentare
für KI-Laptops top, aber wehe jemand killt das Teil mit Teppich-Statik lol
64GB-Module sind praktisch nie lieferbar, hoffentlich klappt’s diesmal besser