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Dan Houser über das Aus von Bully 2

von ytools
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Dan Houser, Mitgründer von Rockstar Games und kreativer Kopf hinter Erfolgsserien wie Grand Theft Auto und Red Dead Redemption, hat nun endlich verraten, warum Bully 2 nie erschienen ist.
Dan Houser über das Aus von Bully 2
In einem exklusiven Interview mit IGN auf der LA Comic Con erklärte Houser, dass es nicht an mangelnden Ideen lag, sondern schlicht an „begrenzten Kapazitäten“.

Das erste Bully, 2006 veröffentlicht, gilt bis heute als Kultspiel. Spieler schlüpften in die Rolle des aufsässigen Schülers Jimmy Hopkins, der sich im Alltag einer versnobten Privatschule behaupten musste. Das Spiel überzeugte durch bissigen Humor, eine clevere Satire und die unkonventionelle Idee, eine Schule in eine Art Mini-Open-World zu verwandeln. Kritiker lobten es damals als eines der originellsten und witzigsten Projekte von Rockstar.

Über viele Jahre forderten Fans ein Sequel, und tatsächlich befand sich Bully 2 Ende der 2000er kurzzeitig in Entwicklung beim Studio Rockstar New England. Doch das Projekt wurde eingestellt, und einzelne Konzepte fanden später Eingang in andere Titel, etwa Red Dead Redemption 2. Auf die Frage nach dem Grund erklärte Houser: „Wenn man nur ein kleines Führungsteam hat, kann man einfach nicht alle Projekte gleichzeitig stemmen.“

Auch bei seiner neuen Firma, Absurd Ventures, stößt Houser auf dieselbe Herausforderung. „Wir arbeiten aktuell mit einem kleinen Team an zwei Projekten. Dabei muss man ständig darauf achten, beide am Laufen zu halten“, so Houser. Für ihn sei es also keine Frage des fehlenden Interesses, sondern eine harte Realität von Zeit, Ressourcen und Teamgröße.

Gerüchte um Bully 2 hielten sich dennoch hartnäckig. 2023 fanden Dataminer Hinweise auf das Spiel in einer geleakten Datenbank von GTA V. Diese Entdeckungen entfachten die Hoffnung vieler Spieler erneut, doch Housers klare Worte zeigen: das Projekt scheiterte an Prioritäten und nicht am Willen.

Seit seinem Ausstieg bei Rockstar im Jahr 2020 konzentriert sich Houser auf transmediales Storytelling. Mit Absurd Ventures will er Geschichten nicht nur in Spielen, sondern auch in Comics und anderen Medien erzählen. Am 12. November 2025 erscheint mit American Caper seine erste große Comicreihe – ein Krimi in zwölf Ausgaben. Zudem gründete Houser 2024 in San Rafael, Kalifornien, ein neues Studio namens Absurd Marin, in dem ehemalige Entwickler von Ascendant Studios arbeiten. Welche Projekte dort entstehen, ist bislang geheim.

Die Geschichte von Bully 2 zeigt: selbst geliebte Fan-Lieblinge können der Realität von begrenzten Ressourcen zum Opfer fallen. Eine Rückkehr nach Bullworth Academy wirkt unwahrscheinlich, doch Houser macht deutlich, dass seine kreative Reise noch lange nicht vorbei ist. Ob in Spielen, Comics oder anderen Formaten – seine Geschichten dürften die Fans weiterhin fesseln.

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1 kommentar

viver October 17, 2025 - 9:57 am

schade, riesiges Potenzial verschenkt

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