Shaun of the Dead ist einer dieser Filme, der sich für immer in die Köpfe der Fans eingebrannt hat und als wahres Meisterwerk des Genres gilt. 2004 von Edgar Wright inszeniert, brachte der Film nicht nur das Zombie-Komödien-Genre wieder auf die Karte, sondern wurde auch zu einem kulturellen Phänomen mit seinen scharfsinnigen Dialogen, unvergesslichen Charakteren und seinem einzigartigen Humor. In der Hauptrolle sehen wir Simon Pegg und Nick Frost, wobei Shaun, ein Mann ohne Ziel und Perspektive, mitten in einem Zombie-Apokalypse-Chaos landet. 
Während des Films durchlebt Shaun eine riesige Wandlung: Vom Loser zum Helden, während er versucht, seine Freunde und Familie in einer Welt zu retten, die von Untoten überrannt wird.
Für viele Fans ist Shaun of the Dead der Inbegriff eines perfekten Films, in dem Humor, Horror und Herz auf eine Weise miteinander verschmelzen, die nur wenige Filme je erreichen. Zitate wie „Lass uns ins Winchester gehen, ein kaltes Bier trinken und abwarten, bis das alles vorüber ist“ sind zu echten Memes geworden, und der Film wird von Fans weltweit immer wieder zitiert. Er war sogar der Startpunkt für die Cornetto-Trilogie, zu der auch Hot Fuzz (2007) und The World’s End (2013) gehören. Der Erfolg von Shaun of the Dead ließ viele sich fragen: Sollte es eine Fortsetzung geben? Gibt es noch etwas, das über Shaun und seine Freunde zu erzählen ist?
Die Antwort darauf, so Edgar Wright selbst, ist ein klares „Nein“. In zahlreichen Interviews äußerte der Regisseur seine Ablehnung gegenüber einer Fortsetzung, und seine Begründung macht durchaus Sinn. In einem Gespräch mit Polygon erklärte Wright, dass er zwar nach dem Erfolg des ersten Films zu einer Fortsetzung aufgefordert wurde, aber schnell ablehnte. Warum? Weil, so Wright, einfach keine weitere Geschichte mehr zu erzählen sei.
„Wir waren nicht wirklich interessiert, weil wir nicht dachten, dass es noch eine Geschichte zu erzählen gibt“, sagte Wright. Er erklärte weiter, dass es nach Shauns Entwicklung im ersten Film – vom Loser zum Helden – extrem schwierig wäre, eine Fortsetzung zu entwickeln, die denselben Impact hätte. „Wenn ein Charakter eine so drastische Veränderung durchgemacht hat, ist es sehr schwer, eine zweite Geschichte zu erzählen“, sagte er. „In Shaun of the Dead geht Shaun von einem ziemlich traurigen Typen zu einem Helden am Ende des Films. Es ist also sehr schwer, einen nächsten Film zu starten, wenn es keinen offensichtlichen Handlungsbogen mehr gibt.“
Wrights Entscheidung, Shaun of the Dead als eigenständigen Film zu belassen, wird auch von Simon Pegg unterstützt, der ebenfalls gegen die Idee einer Fortsetzung ist. In einem Interview im Mai erklärte Pegg, dass eine Fortsetzung das Original nur verwässern würde. „Shaun of the Dead ist eine Geschichte mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende“, sagte Pegg und fügte hinzu, dass eine Fortsetzung die Originalität und den Charme des Films zerstören könnte, ähnlich wie Alien 3 es mit Aliens tat. „Ein weiterer Film – wie bei Aliens – würde das Original nur beeinträchtigen.“
Was die Zukunft von Wright und Pegg betrifft, so können die Fans auf völlig neue Projekte hoffen. Wright arbeitet derzeit an einer Adaption des klassischen Films The Running Man aus dem Jahr 1987, was darauf hindeutet, dass er sich von der Zombie-Komödie entfernt und neue kreative Wege geht.
Am Ende bleibt Shaun of the Dead ein einzigartiger Film, der keine Fortsetzung braucht, um seinen Platz in der Filmgeschichte zu sichern. Wie Rait selbst sagt: Die Geschichte ist erzählt, und es ist besser, es dabei zu belassen, als das Erbe des Originals zu gefährden. Eine Fortsetzung mag in der kurzen Sichtweise verlockend sein, aber die Langlebigkeit von Shaun of the Dead zeigt, dass weniger manchmal mehr ist. Lass uns die Geschichte von Shaun genau dort lassen, wo sie ist: in der Vergangenheit, als perfektes Stück seiner Zeit.
Aber das bedeutet nicht, dass Wright, Pegg und Frost nicht irgendwann für ein neues Projekt zusammenarbeiten könnten. Fans von ihren Arbeiten werden vielleicht keinen Shaun of the Dead 2 bekommen, aber sie können sicher sein, dass das nächste Projekt genauso unterhaltsam, kreativ und unvergesslich sein wird.
1 kommentar
Gut so, nicht alles muss eine Franchise werden