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Epic Games erlaubt Fortnite-Creatorn den Verkauf von Items und tritt gegen Roblox an

von ytools
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Epic Games sorgt erneut für Aufsehen: Zum ersten Mal dürfen Creator in Fortnite ihre eigenen Items verkaufen – und das zu deutlich besseren Konditionen als beim direkten Konkurrenten Roblox. Damit setzt Epic ein klares Signal, dass die Zukunft von Fortnite nicht mehr nur im klassischen Battle Royale liegt, sondern immer stärker von Community-Inhalten geprägt wird. Die Entscheidung fällt in einer Phase, in der die Spielerzahlen im Battle-Royale-Modus schwächeln, während Roblox durch virale Hits wie Grow a Garden oder Steal a Brainrot massiv zulegt.

Die Einführung des Item-Verkaufs ist ein strategischer Wendepunkt.
Epic Games erlaubt Fortnite-Creatorn den Verkauf von Items und tritt gegen Roblox an
Jahrelang stützte sich Fortnite auf Battle Passes, spektakuläre Live-Events und Kooperationen mit Marken wie Marvel oder Star Wars. Nun rückt die Monetarisierung von Creator-Inhalten in den Vordergrund. Epic kündigte an, dass Entwickler 50 % des V-Bucks-Wertes von Käufen in ihren Erfahrungen erhalten, nach Abzug der Plattformgebühren. Das ergibt realistisch 37 %. Für eine Übergangsphase bis Ende 2026 wird dieser Anteil sogar verdoppelt: ganze 74 % – fast dreimal so viel wie Roblox mit seinen 25 % auszahlt.

Die Botschaft ist eindeutig: Wer in Fortnite veröffentlicht, verdient pro ausgegebenem Dollar mehr als auf Roblox. Das Vorgehen erinnert an Epics Strategie beim Epic Games Store, als man Entwickler mit besseren Umsatzbeteiligungen von Steam abwerben wollte. Doch eine attraktive Quote allein reicht nicht: Roblox hat eine deutlich größere Nutzerbasis, und viele Entwickler werden dort trotz schlechterer Konditionen mehr Umsatz erzielen.

Zusätzlich hat Epic sein Creator-Payout-System überarbeitet. Belohnt werden nun verstärkt diejenigen, die neue oder abgewanderte Spieler zurückholen. Damit macht Epic klar: Creator-Content soll nicht nur den bestehenden Spielern Abwechslung bieten, sondern als Wachstumsmotor dienen. Auch ein neues Feature wird eingeführt: ein „gesponserter“ Block auf dem Discover-Screen. Creator können sich dort gegen Bezahlung prominente Platzierungen sichern. Bis 2026 gehen 100 % der Einnahmen zurück an die Community, danach behält Epic die Hälfte, um Server, Sicherheit und Entwicklung zu finanzieren.

Ein weiteres Highlight ist der Start des sogenannten „Thin Client“. Auf PC und Mobile wird es künftig eine abgespeckte Fortnite-Version geben, die nur den Modus Blitz Royale sowie die Creator-Spiele enthält. Wer das klassische Battle Royale oder andere Modi spielen will, muss sie zusätzlich herunterladen. Damit können Spieler schnell in Trends wie Steal a Brainrot einsteigen, ohne ein riesiges Paket laden zu müssen. Zugleich deutet dieser Schritt darauf hin, dass Epic das hauseigene Battle Royale nicht mehr als alleinigen Zugpferd betrachtet.

Fortnite hat sich seit dem Launch mehrfach neu erfunden: vom ursprünglichen PvE-Zombie-Survival über das Battle Royale bis hin zur heutigen Social- und Kreativ-Plattform. Doch die aktuelle Transformation könnte die radikalste werden. Battle Royale verschwindet zwar nicht – es bleibt mit Battle Passes und Mega-Events eine wichtige Einnahmequelle –, doch die Dynamik verschiebt sich spürbar in Richtung Creator-Content. Epics Strategie ist klar: der Community mehr Macht und finanzielle Anreize geben, um mit Roblox Schritt zu halten.

Gleichzeitig räumt Epic offen ein, dass man in den letzten Jahren Verluste eingefahren hat. Die stärkere Beteiligung der Community an Einnahmen ist also ein kalkuliertes Risiko. Für Spieler bedeutet es mehr Vielfalt bei kleineren Downloads. Für Creator bedeutet es eine echte Chance, mit fairen Modellen Geld zu verdienen – ohne den Druck, Pay-to-Win-Mechaniken einzubauen. Ob die Rechnung aufgeht, hängt davon ab, ob Epic es schafft, ein sicheres, moderiertes und attraktives Ökosystem aufzubauen, in dem Kreativität belohnt wird.

Eines ist klar: Fortnite entwickelt sich weg von einem reinen Spiel hin zu einer Plattform, in der die Ideen der Community genauso wichtig sind wie die von Epic selbst. Das könnte die spannendste Ära des Spiels seit seiner Entstehung einleiten.

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1 kommentar

ZshZen October 2, 2025 - 5:31 pm

schon besser als bans für blödsinn oder den versuch, das spiel in tinder zu verwandeln

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