Apples erstes faltbares iPhone scheint endlich Gestalt anzunehmen – und die neueste Überraschung betrifft nicht das Display oder den Prozessor, sondern ein unscheinbares, aber entscheidendes Bauteil: das Scharnier. Laut dem bekannten Analysten Ming-Chi Kuo könnte genau dieses Bauteil deutlich günstiger in der Herstellung werden, als bislang angenommen. 
Das könnte große Auswirkungen auf die gesamte Produktionsstrategie von Apple haben.
Das Scharnier ist das Herzstück jedes faltbaren Smartphones. Es entscheidet darüber, wie sanft sich das Gerät öffnen und schließen lässt, wie robust es über Jahre hinweg bleibt und wie stark die Falte im Display sichtbar ist. Samsung, Huawei und andere Hersteller investieren seit Jahren in diese komplexe Mechanik – mit mäßigem Erfolg, was Kosten und Haltbarkeit betrifft. Apple scheint nun eine Lösung gefunden zu haben, die sowohl technisch elegant als auch wirtschaftlich clever ist.
Laut Kuo wird das Scharnier des faltbaren iPhones in der Massenproduktion nur etwa 70 bis 80 US-Dollar pro Stück kosten – rund 20 bis 40 US-Dollar weniger als der derzeitige Branchendurchschnitt von 100 bis 120 US-Dollar. Für Apple, das jährlich Millionen Geräte fertigt, bedeutet das Einsparungen in Millionenhöhe. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass die Margen in der Smartphone-Industrie hart umkämpft sind.
Technisch soll Apple auf eine neu entwickelte Multi-Achsen-Struktur setzen, die Stabilität und Kompaktheit vereint. Ziel ist eine flache, präzise arbeitende Mechanik, die eine möglichst unsichtbare Falte im Display hinterlässt. Damit könnte Apple eines der größten Probleme bisheriger Foldables endlich lösen. Gleichzeitig würde das Gerät leichter bleiben – ein Aspekt, den Apple traditionell besonders ernst nimmt.
Für die Fertigung der Scharniere sollen laut Kuo zwei Unternehmen verantwortlich sein: Foxconn, Apples langjähriger Produktionspartner, und das taiwanische Unternehmen Shin Zu Shing, das auf hochpräzise Metallkomponenten spezialisiert ist. Gemeinsam sollen sie rund 65 Prozent der gesamten Aufträge übernehmen. Der Rest wird voraussichtlich an Amphenol gehen. Zudem kursieren Gerüchte, dass Luxshare ab 2027 in die Produktion einsteigen könnte, falls das erste faltbare iPhone ein Erfolg wird – ein klares Zeichen dafür, dass Apple langfristig auf diese Produktkategorie setzt.
Auch zum Gehäuse des faltbaren iPhones gibt es neue Details: Angeblich soll eine Kombination aus Titan und Aluminium verwendet werden, um das Gerät gleichzeitig stabil und leicht zu machen. Frühere Berichte hatten von Edelstahl gesprochen, doch Apple ist bekannt dafür, mit verschiedenen Materialien zu experimentieren, bis die perfekte Balance gefunden ist.
Ob die niedrigeren Produktionskosten allerdings auch zu einem günstigeren Endpreis führen, bleibt fraglich. Apple kalkuliert seine Preise bekanntermaßen nicht allein nach Komponenten, sondern auch nach Entwicklungsaufwand, Marketing und Markenpositionierung. Branchenexperten rechnen derzeit mit einem Preis von etwa 2.000 bis 2.500 US-Dollar – also in derselben Liga wie Samsungs Galaxy Z Fold oder Huaweis Mate X-Serie.
Die Markteinführung des Geräts wird laut aktuellen Informationen für Ende 2026 erwartet. Das Design soll dem Buch-Stil ähneln, also ähnlich wie bei der Fold-Reihe von Samsung. Wer jedoch Apple kennt, weiß: Das Unternehmen wird kaum ein gewöhnliches Foldable vorstellen. Stattdessen dürfte es auf ein besonders dünnes Design, eine fast unsichtbare Falte und eine perfekte Integration in iOS setzen, inklusive nahtloser App-Übergänge zwischen den Modi.
Unter Fans herrscht bereits jetzt große Vorfreude. „Ich warte seit Jahren auf ein faltbares iPhone. Wenn Apple es richtig macht, bin ich sofort dabei – egal, was es kostet“, schreibt ein Nutzer in einem Forum. Solche Stimmen zeigen, wie hoch die Erwartungen sind – und wie stark die Marke Apple auch im Foldable-Segment einschlagen könnte.
Sollten sich Kuos Prognosen bestätigen, könnte Apple den Markt der faltbaren Smartphones nicht nur aufmischen, sondern ihn neu definieren – mit präziser Ingenieurskunst, smarter Kostenkontrolle und dem typischen Hauch von Apple-Perfektionismus.
1 kommentar
Für den Preis sollte es sich wenigstens selbst aufklappen 😂