Das Internet erwacht langsam wieder zum Leben, nachdem ein massiver Ausfall der Amazon Web Services (AWS) weite Teile des Netzes lahmgelegt hat. Stundenlang kämpften Unternehmen, Plattformen und Nutzer weltweit mit Ausfällen – besonders betroffen waren große Gaming-Dienste wie Fortnite, Roblox und das PlayStation Network (PSN). 
Jetzt scheint sich die Lage endlich zu beruhigen: Die wichtigsten Plattformen melden allmählich eine Rückkehr zur Normalität.
Der AWS-Ausfall führte dazu, dass viele Server und APIs unerreichbar waren. Selbst große Publisher verloren kurzzeitig die Verbindung zu ihren Spielnetzwerken. Epic Games gab als eine der ersten Firmen Entwarnung: Sowohl der Epic Games Store als auch Fortnite, Rocket League und die Unreal Engine laufen wieder ohne Einschränkungen. Für Millionen Spieler weltweit, die mitten in Matches oder Turnieren waren, ist das eine große Erleichterung.
Roblox hatte es dagegen etwas schwerer. Auf der offiziellen Statusseite blieb der Hinweis „Aktiver Vorfall“ lange bestehen, obwohl AWS den Dienst bereits als funktionsfähig gemeldet hatte. Viele Nutzer berichteten von Lags und fehlenden Spielfunktionen – typische Nachwirkungen, wenn Datenbanken und Cloudsysteme nach einem Crash neu synchronisiert werden müssen.
Auch das PlayStation Network ist wieder vollständig online. Spieler können wieder einkaufen, sich anmelden und Multiplayer-Partien starten. Electronic Arts bestätigte ebenfalls, dass alle Onlinedienste – darunter Battlefield 6 und FIFA – wieder stabil laufen. Der Vorfall zeigt deutlich, wie stark die Spielebranche inzwischen auf Cloud-Dienste angewiesen ist und wie verwundbar das System sein kann, wenn ein zentrales Glied wie AWS ins Wanken gerät.
Derzeit ist laut AWS nur noch die Region Nord-Virginia teilweise beeinträchtigt, während alle anderen Rechenzentren wieder normal arbeiten. Einige Verbindungsprobleme könnten jedoch weiterhin auftreten, da Netzwerke und Datenströme neu verteilt werden. Wenn also das Matchmaking oder der PlayStation Store noch nicht richtig funktioniert, liegt das wohl nicht an eurer Internetverbindung, sondern an den letzten Restarbeiten der Server.
Insgesamt sieht es aber nach einer klaren Entspannung aus. Die meisten Systeme sind wieder stabil, und Gamer können ihre Lieblingsspiele endlich weiterspielen. Der Vorfall erinnert uns daran, wie abhängig die digitale Welt inzwischen von wenigen großen Anbietern ist – und wie schnell eine kleine Störung in der Cloud das gesamte Online-Erlebnis lahmlegen kann.
1 kommentar
epic war echt schnell, respekt!