
Was viele Smartphone-Nutzer befürchten, ist nun tatsächlich passiert: Ein Galaxy S25 Plus aus Südkorea ist plötzlich in Flammen aufgegangen – ohne dass es geladen wurde. Der Besitzer, bekannt unter dem Nutzernamen Cheoeuijan-ah, schilderte das beängstigende Erlebnis online. Sein Bericht hat sofort Diskussionen ausgelöst – über die Sicherheit moderner Geräte, Samsungs Verantwortung und die Grenzen der Lithium-Ionen-Technologie.
Nach seinen Angaben befand sich das Gerät im normalen Gebrauch, als es plötzlich anfing, ungewöhnlich heiß zu werden. Sekunden später ertönte ein lautes Knacken, und das Smartphone begann zu rauchen. In Panik warf er das Gerät zu Boden, wo es kurz darauf Feuer fing. Das Gehäuse brannte an, das Display verformte sich – das teure High-End-Gerät wurde innerhalb weniger Augenblicke unbrauchbar.
Cheoeuijan-ah brachte das ausgebrannte Galaxy S25 Plus in ein offizielles Samsung Service Center. Doch die Techniker konnten keinen klaren Grund feststellen. Die Diagnose lautete: „Ursache unbekannt“. Diese Antwort sorgt bei vielen Kunden für Stirnrunzeln – schließlich hatte Samsung nach dem legendären Galaxy Note 7-Debakel versprochen, die Sicherheit seiner Akkus drastisch zu verbessern.
„Ich hielt das S25+ in der Hand, es wurde plötzlich extrem heiß und machte ein lautes Geräusch. Ich warf es auf den Boden, und dann begann es zu qualmen,“ berichtete der Nutzer. „Samsung sagte mir später, die Ursache sei unklar.“
Das Galaxy S25 Plus gilt eigentlich als technisches Meisterstück, ausgestattet mit einem großen Dampfkühlsystem, das die Wärme effizient ableiten soll. Trotzdem berichten zahlreiche Nutzer im Internet, dass das Modell beim Videotelefonieren, Spielen oder sogar beim Aufladen auffällig warm wird. In Foren häuften sich seit dem Verkaufsstart Beiträge über „spürbare Hitzeentwicklung“, die Samsung jedoch bislang als normal einstufte.
Ein Reddit-Nutzer schrieb im Februar: „Mein S25+ wird oben richtig heiß, auch ohne große Belastung.“ Ein anderer berichtete im April: „Bei einem zehnminütigen WhatsApp-Videoanruf stieg die Temperatur auf 40 Grad.“ Die meisten dieser Fälle blieben harmlos – bis jetzt.
Experten warnen schon lange davor, dass Lithium-Ionen-Akkus empfindlich auf Beschädigungen reagieren. Ein winziger Herstellungsfehler, zu hoher Druck im Gehäuse oder extreme Temperaturen können zu Kurzschlüssen und sogenannten „thermischen Durchgehreaktionen“ führen – chemischen Kettenreaktionen, die in Sekunden zur Explosion oder zum Brand führen können. Und auch wenn Hersteller wie Samsung inzwischen auf aufwändige Kühlmechanismen setzen, bleibt das Risiko bestehen.
Gerüchte besagen, dass es bereits früher zu einem ähnlichen Vorfall mit einem internen Testgerät gekommen sei, der aber nie öffentlich gemacht wurde. Offiziell bestätigt ist das nicht, doch der Verdacht, dass Firmen interne Probleme lieber intern lösen, ist nicht neu. Befürworter argumentieren, dass solche Einzelfälle statistisch unvermeidlich sind, wenn Millionen Geräte weltweit verkauft werden. Kritiker hingegen fordern mehr Transparenz – gerade nach Samsungs Vergangenheit.
Auch wenn dieser Vorfall weit entfernt von einem massenhaften Rückruf ist, steht Samsung nun unter Zugzwang. Das Unternehmen muss glaubwürdig nachweisen, dass es sich um einen Ausnahmefall handelt und kein Serienproblem vorliegt. Vertrauen entsteht schließlich nicht nur durch technische Leistung, sondern durch Offenheit im Krisenfall.
Bislang hat Samsung keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht. Die Community beobachtet die Situation genau – in der Hoffnung, dass der Galaxy S25 Plus kein zweiter Note 7 wird.
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Erinnert mich an das Note7-Debakel – Geschichte wiederholt sich anscheinend