Der Konkurrenzkampf zwischen Apple und Samsung geht in die nächste Runde – diesmal mit einem klaren Fokus auf Video. Während Apple mit seinem ProRes-Format seit Jahren Kreative anspricht, plant Samsung mit der Galaxy-S26-Serie einen Gegenschlag. Herzstück soll der neue APV-Codec (Advanced Professional Video) sein, der nicht nur mithalten, sondern in entscheidenden Punkten sogar besser sein will.
APV: Ein neuer Standard für mobiles Video
Laut dem bekannten Leaker @UniverseIce wird die Galaxy-S26-Reihe als erste Smartphones überhaupt den APV-Codec nutzen. 
Vorgestellt wurde er bereits 2023, Google hat ihn inzwischen in Android 16 integriert. Während ProRes den Ruf hat, professionell und flexibel in der Nachbearbeitung zu sein, kämpft es mit riesigen Dateien und enormem Speicherhunger. Genau hier setzt APV an – Qualität auf Pro-Niveau bei deutlich höherer Effizienz.
Samsung verspricht, dass APV bis zu 20 % effizienter arbeitet als HEVC oder ProRes. Das bedeutet: mehr Details, größere Dynamik, präzisere Farben – und trotzdem weniger Speicherverbrauch. Für Videomacher könnte das den entscheidenden Unterschied machen: professionelle Clips ohne ständiges Jonglieren mit dem Speicherplatz.
Farbtiefe und HDR: 12 Bit für mehr Spielraum
APV soll 12-Bit-Farbtiefe unterstützen – ein klares Upgrade gegenüber herkömmlichen Standards. Dadurch verschwinden unschöne Farbtreppen, und Übergänge wirken flüssiger
. Mit HDR10 und HDR10+ sollen Videos zudem beeindruckend kontrastreich und realistisch wirken. Dank 4:4:4-Chroma-Subsampling bleibt die Farbgenauigkeit auch bei schwierigen Lichtbedingungen erhalten.
Das ist nicht nur ein technisches Detail, sondern ein echter Vorteil für alle, die in der Postproduktion kreativ arbeiten. Mehr Daten bedeuten mehr Freiheit beim Color Grading.
Von der IETF standardisiert
Ein weiterer Pluspunkt: Der APV-Codec wurde von der Internet Engineering Task Force (IETF) standardisiert. 
Damit ist er kein proprietärer Sonderweg, sondern ein potenzieller Branchenstandard. Dazu kommt die Möglichkeit, stereoskopische 3D-Videos aufzunehmen – perfekt abgestimmt auf Samsungs geplante XR-Headsets. Damit denkt Samsung schon jetzt an die Zukunft immersiver Medien.
LOG-Profile und LUTs integriert
Für Profis ist das Filmen in LOG-Profilen unverzichtbar. Auch das soll APV bieten: neutrale Farbkurven für maximale Freiheit in der Nachbearbeitung. Gleichzeitig integriert Samsung LUTs direkt in die Galerie- und Studio-Apps. So können Nutzer mit wenigen Klicks cineastische Looks exportieren, ohne extra Software bemühen zu müssen.
Flexibel bei Auflösung und Bildrate
Samsung legt Wert auf Vielseitigkeit
. Mit APV sollen verschiedene Auflösungen von Full HD über 4K bis hin zu 8K verfügbar sein, kombiniert mit unterschiedlichen Bildraten. Egal ob Slow Motion, Kinolook oder ultra-scharfe Detailaufnahmen – die S26-Serie will für jeden Anwendungsfall gerüstet sein.
Horizon Lock und smarte Kamera-Extras
Neben dem Codec bringt die Galaxy-S26-Reihe weitere spannende Kamera-Features. Mit Horizon Lock sollen Aufnahmen auch bei ruckartigen Bewegungen stabil bleiben – ähnlich wie bei GoPros ab der Hero 11. Für Vlogger oder Sportaufnahmen ist das ein echter Vorteil.
Auch im Alltag gibt es Neuerungen: Mehrseitiges Scannen von Dokumenten, erweiterte Optionen bei Motion Photos (inklusive Vor- und Nachlaufzeit), Anpassung des Auslösegeräuschs – viele kleine Features, die zusammengenommen das Nutzungserlebnis verbessern.
Schafft Samsung den Sprung vor Apple?
Apple vermarktet seine iPhones seit Jahren erfolgreich an Kreative, und ProRes ist dabei ein zentrales Verkaufsargument. Doch mit APV will Samsung die Karten neu mischen. Sollte sich die versprochene Effizienz und Flexibilität bewahrheiten, könnte die Galaxy-S26-Reihe die iPhone-17-Serie nicht nur einholen, sondern übertreffen.
Für Nutzer bedeutet das: mehr Qualität, weniger Speicherprobleme und innovative Werkzeuge direkt in der Hosentasche. Die Konkurrenz zwischen Apple und Samsung dürfte so spannend werden wie schon lange nicht mehr – und 2025 könnte ein Wendepunkt für mobiles Video sein.
1 kommentar
wow 20% weniger speicher klingt echt stark