Das Galaxy S26 Ultra gehört zu den mit Spannung erwarteten Geräten der nächsten Galaxy S-Serie, und die Gerüchte rund um dieses Modell nehmen kein Ende. Ein besonders heiß diskutiertes Gerücht betrifft die mögliche Verbesserung der Frontkamera, die nicht nur eine Aufwertung verspricht, sondern auch unerwartete Nebeneffekte mit sich bringen könnte. 
Lassen Sie uns untersuchen, was genau spekuliert wird, wie sich das auf die Nutzererfahrung auswirken könnte und warum einige dieser Änderungen nicht so vorteilhaft sein könnten, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.
Das aufregendste Gerücht betrifft den vergrößerten Ausschnitt für die Frontkamera: Es wird gemunkelt, dass der Ausschnitt im Galaxy S26 Ultra größer sein könnte als der des S25 Ultra, was dazu führen könnte, dass er der größte Ausschnitt in einem Galaxy S Ultra-Modell wird. Auf den ersten Blick mag dies wie ein Schritt zurück erscheinen – wer möchte schon größere Löcher im Display? Doch die Vergrößerung könnte eine Folge der Verbesserung des Kameralinsensystems sein, was die Qualität von Selfies und Gruppenaufnahmen erheblich steigern könnte.
Was hat es also mit der Größe des Ausschnitts auf sich? Den Gerüchten zufolge soll die Frontkamera weiterhin denselben 12-Megapixel-Sensor verwenden, aber die neue Linse könnte mit einem erweiterten Blickwinkel von 85 Grad aufwarten, statt den bisherigen 80 Grad. Auf dem Papier mag diese Änderung nicht viel erscheinen, aber aus fotografischer Sicht könnte dies einem Wechsel von einer 22-mm-Äquivalent-Linse zu einer 20-mm-Linse bei einer Vollformatkamera entsprechen. In der Praxis bedeutet das, dass die Kamera in der Lage wäre, ein breiteres Bildfeld zu erfassen, ohne dass man sich weiter vom Motiv entfernen muss.
Warum sind diese 2 mm Unterschied so wichtig? Die Veränderung mag gering erscheinen, aber in der Praxis kann dieser kleine Unterschied eine große Wirkung haben. Wenn Sie Selfies machen, könnten Sie feststellen, dass Sie mehr von der Umgebung oder mehr Personen auf dem Bild unterbringen können. Stellen Sie sich vor, Sie machen ein Selfie mit ausgestrecktem Arm und ziehen das Telefon ein paar Zentimeter näher an sich heran. Mit der breiteren Linse können Sie mehr vom Hintergrund oder von den Personen um Sie herum einfangen, was vor allem bei Gruppen-Selfies, Urlaubsfotos oder bei jeder Gelegenheit nützlich ist, bei der mehr als nur Ihr Gesicht im Bild sein soll.
Doch es gibt auch einen Haken. Wenn man die Linse weiter öffnet, insbesondere wenn das Motiv nah an der Kamera ist – wie bei einem Selfie – kann die Perspektive verzerrt wirken. Das Ergebnis? Ihr Gesicht könnte etwas gestreckt erscheinen oder Ihr Nasenansatz größer wirken. Dies ist ein typisches Problem, das bei Objektiven mit einer Brennweite unter 24 mm auftritt, insbesondere bei Porträtaufnahmen. Daher kann die breitere Linse zwar für Gruppenaufnahmen nützlich sein, aber für Selfies mit verzerrten Gesichtszügen sorgen.
In der Porträtfotografie gibt es eine allgemeine Regel: Um das natürlichste und vorteilhafteste Ergebnis zu erzielen, sollte man sich zwischen 35 mm und 85 mm bewegen. Alles, was weiter geht, führt zu Verzerrungen der Proportionen, alles was länger ist, macht das Gesicht flach und komprimiert. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber diese Faustregel gilt für die meisten Fälle. Wenn es um Selfies geht, ist das Halten des Telefons mit ausgestrecktem Arm praktisch wie das Fotografieren eines Porträts aus weniger als einem halben Meter Abstand – was viel zu nah ist, um natürliche Proportionen zu gewährleisten und ideale Ergebnisse zu erzielen.
Für viele wird das jedoch kein großes Problem darstellen. Wer gerne breitere Selfies oder Gruppenfotos macht, wird die breitere Linse wahrscheinlich zu schätzen wissen. Allerdings sollten Sie darauf achten, nicht zu nah an den Rand des Bildes zu geraten, da dort die größten Verzerrungen auftreten können. Es lohnt sich, genau auf die Positionierung im Bild zu achten, um unerwünschte Verzerrungen zu vermeiden.
Was den Sensor betrifft, so heißt es in den Gerüchten, dass der 12-Megapixel-Sensor unverändert bleibt. Zwar ist ein 12-Megapixel-Sensor solide und ermöglicht detaillierte und dynamische Aufnahmen, doch die Tatsache, dass keine Aufrüstung geplant ist, könnte enttäuschend sein. In der heutigen Smartphone-Welt scheint ein 12-Megapixel-Sensor inzwischen etwas veraltet, besonders wenn man ihn mit Konkurrenten vergleicht, die mit hochauflösenden Sensoren auftrumpfen.
Ein Beispiel dafür ist das iPhone 17. Apple hat einen völlig neuen Kamerasensor vorgestellt, der es ermöglicht, sogar im Hochformat aufgenommenes Selfies im Querformat zu machen. Diese clevere und praktische Lösung ist ein Beispiel für Innovation, das viele Samsung-Nutzer wahrscheinlich auch gerne im Galaxy S26 Ultra gesehen hätten.
Die Frontkamera des Galaxy S25 Ultra leistet bereits hervorragende Arbeit, liefert scharfe, farbtreue Aufnahmen und funktioniert zuverlässig bei verschiedenen Lichtverhältnissen. Dennoch wirkt es so, als ob Samsung mit der S26 Ultra-Kamera etwas auf Nummer sicher geht, indem sie die Linse nur breiter macht, aber auf einen neuen Sensor oder innovative Features verzichtet. Das könnte für Nutzer, die mehr Vielseitigkeit bei ihren Selfies wünschen, interessant sein, doch ein neuer Sensor hätte Samsung geholfen, sich stärker von der Konkurrenz abzuheben.
Darüber hinaus deuten Gerüchte darauf hin, dass das Teleobjektiv mit 3x-Zoom der Rückkamera keine signifikanten Verbesserungen erfahren wird. Statt der erhofften Aufrüstung auf einen 12-Megapixel-Sensor könnte der neue Sensor sogar etwas kleiner ausfallen, von 1/3,52 Zoll auf 1/3,94 Zoll schrumpfen. Wer auf ein nennenswertes Upgrade gehofft hat, wird hier wahrscheinlich enttäuscht sein.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das vermeintliche Upgrade der Frontkamera des Galaxy S26 Ultra möglicherweise ein breiteres Bildfeld bietet, aber mit Nebeneffekten einhergeht, die die Qualität von Selfies negativ beeinflussen könnten. Samsungs Entscheidung, beim 12-Megapixel-Sensor zu bleiben, mag verständlich sein, aber in Anbetracht der Konkurrenz bleibt die Frage, ob dies ausreicht, um den Anschluss zu halten. Wie sich diese Änderungen im echten Leben auswirken werden, wird sich erst nach der Veröffentlichung des Geräts zeigen, wenn die Nutzer die Kamera im Alltag testen können.
1 kommentar
Samsung hätte den 12-MP-Sensor ruhig mal upgraden können, das ist mittlerweile etwas altbacken