
Galaxy S26 Ultra: Display mit KI-Privatsphäre, neues Curved-Design, One UI 8.5 und Profi-Video-Features
Das nächste Ultra-Smartphone von Samsung wird allem Anschein nach mehr als nur ein inkrementelles Update. Zahlreiche Leaks und Hinweise aus der One-UI-Entwicklung zeichnen ein Bild von einem Gerät, das sowohl optisch als auch funktional neue Akzente setzt. Im Mittelpunkt steht ein KI-gestützter Privatsphäre-Modus für das Display, der Inhalte nur für den Nutzer sichtbar hält und seitliche Blicke effektiv blockiert. Ergänzt wird das Ganze durch eine deutlich intelligentere Netzwerkverwaltung in One UI 8.5, frische Gestensteuerung, optische Anpassungen und neue Profi-Tools für Videoproduktionen. Auch beim Design geht Samsung neue Wege: weg von der kantigen Note-Anmutung hin zu weicheren, geschwungenen Linien. Selbst der S Pen soll in überarbeiteter Form zurückkehren.
Privatsphäre-Display: Schluss mit Schulterblicken
Die spektakulärste Neuerung ist die AI Privacy Display-Funktion. Aktiviert man sie, bleibt der Bildschirminhalt frontal klar sichtbar, seitlich jedoch stark abgeschwächt oder unlesbar. Damit verschwindet das Problem des unfreiwilligen Mitlesens in Bahn, Café oder Büro. Laut Code-Fundstücken in One UI 8.5 kann das Feature automatisch einschalten, wenn man sich in belebten Umgebungen aufhält oder sensible Apps wie Banking oder Messenger nutzt.
Es soll zwei Modi geben: Manuell für die gezielte Aktivierung und Maximum, das zusätzlich die Helligkeit reduziert, um Reflexionen zu vermeiden. Zudem lassen sich bestimmte Apps als „sensibel“ markieren und sogar feste Zeitpläne erstellen, damit das Feature zu bestimmten Tageszeiten automatisch läuft. Damit wird Privatsphäre zur festen Komfortfunktion statt optionalem Zubehör.
Neues Design und überarbeiteter S Pen
Bisher waren die Ultra-Modelle durch ihren kantigen, an die Note-Serie erinnernden Look geprägt. Mit dem Galaxy S26 Ultra will Samsung offenbar auf ein geschwungenes, ergonomischeres Design umschwenken. Das Ziel: trotz großem Formfaktor eine bessere Handlage und eine modernere Optik.
Auch der S Pen bleibt ein Thema. Nach dem Wegfall der Bluetooth-Funktionen und fehlender Unterstützung im Galaxy Z Fold 7 kursierten Spekulationen, dass Samsung die Eingabestift-Tradition beenden könnte. Doch aktuelle Leaks deuten darauf hin, dass der Stift bleibt – wenn auch in leicht überarbeiteter Form. Die Änderungen scheinen eher subtil: verbesserte Ergonomie, optimiertes Gewicht und besserer Halt. Fans sollten sich jedoch keine Hoffnungen auf die Rückkehr der Bluetooth-Steuerung machen.
One UI 8.5: Intelligente Netzwerke und neue Gesten
Die neue Version der Benutzeroberfläche bringt vor allem KI-gestützte Netzwerkschaltungen. Das System analysiert in Echtzeit die Qualität von Wi-Fi und mobilen Daten und wechselt dynamisch, je nach Bedarf der Apps. So sollen Videokonferenzen nicht mehr durch instabiles WLAN abbrechen, und Downloads automatisch die schnellste Verbindung nutzen. Zusätzlich wird ein „Realtime Data Priority Mode“ erwartet, mit dem sich einzelne Apps bevorzugt mit Bandbreite versorgen lassen.
Auch optisch wird poliert: Ikonenschriften und Schatten werden angepasst, die Schnelleinstellungen erhalten ein klareres Layout. Ein Highlight ist die Einführung der Doppeltipp-Geste auf der Rückseite – ein schneller Shortcut etwa für Taschenlampe oder Screenshot. Zudem soll der Anrufbildschirm größere, abgerundete Buttons („Squircle“-Style) erhalten, die die Bedienung erleichtern.
Video auf Pro-Niveau: LOG, LUT und APV-Codec
Für Content-Creator wird es richtig spannend: Das Galaxy S26 Ultra könnte erstmals variable Bildraten direkt in der Kamera-App bieten. Damit lassen sich wahlweise 24 fps für cineastischen Look oder 60 fps für Action-Szenen aufnehmen. Hinzu kommt native Unterstützung für LOG-Profile und LUTs, wodurch Videomaterial mit mehr Dynamik aufgenommen und anschließend einheitlich bearbeitet werden kann.
Besonders ambitioniert wirkt der neue Codec APV, der 12-Bit-HDR-Aufnahmen nahezu verlustfrei ermöglichen soll. Damit schließt Samsung die Lücke zu professionellen Kamerasystemen. Zwar werden die Dateien deutlich größer, doch wer Wert auf Farbtreue, Schattendetails und Flexibilität in der Nachbearbeitung legt, bekommt hier ein mächtiges Werkzeug.
One UI 8: Bereits jetzt im Rollout
Während man auf das neue Ultra wartet, verteilt Samsung weiterhin die stabile Version von One UI 8. Neu hinzugekommen sind in Südkorea das Galaxy A35, Galaxy A55 und das Galaxy Tab S10+. Auch das Galaxy S24 FE sowie die komplette Galaxy S23-Reihe samt S23 FE haben das Update inzwischen erhalten. Nutzer können die Aktualisierung wie gewohnt unter Einstellungen → Softwareupdate → Herunterladen und installieren anstoßen. Diese Update-Strategie verdeutlicht, dass Samsung Zwischenschritte nutzt, um neue Features in der Praxis zu erproben – oft ein Vorgeschmack auf kommende Flaggschiffe.
Was noch offen bleibt
Noch fehlen konkrete Infos zu Chipsätzen, Akkukapazitäten oder Kamerasensoren. Wahrscheinlich setzt Samsung erneut auf Snapdragon- und Exynos-Varianten je nach Markt. Auch Verbesserungen bei der Energieeffizienz dürften kommen, um die neuen Display-Features ohne Einbußen bei der Laufzeit zu ermöglichen. Bei den Kameras liegt der Fokus dieses Jahr wohl auf smarter Software statt radikal neuer Hardware.
Fazit
Das Galaxy S26 Ultra formt sich zu einem Gerät, das echte Alltagsprobleme löst: Schutz der Privatsphäre, stabilere Netzwerke, intuitive Gesten und Videoqualität, die selbst Profis überzeugt. Kombiniert mit einem moderneren Design und einem weiterhin integrierten S Pen ergibt das ein Paket, das nicht nur auf der Bühne glänzt, sondern auch im Alltag.
1 kommentar
bitte bringt Bluetooth beim S Pen zurück 🙏