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Galaxy S26 Ultra könnte weltweit exklusiv auf Snapdragon 8 Elite Gen 5 setzen

von ytools
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Bei der Galaxy-S26-Reihe hat Samsung vermutlich deutlich weniger Spielraum, als es die Marketingfolien vermuten lassen. Immer mehr Leaks deuten darauf hin, dass das Galaxy S26 Ultra weltweit ausschließlich mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 ausgeliefert werden soll, während die kleineren Modelle der Serie je nach Markt zwischen diesem Qualcomm-Chip und dem hauseigenen Exynos 2600 aufgeteilt werden.
Galaxy S26 Ultra könnte weltweit exklusiv auf Snapdragon 8 Elite Gen 5 setzen
Auf dem Papier klingt das wie die bekannte Mischung aus Snapdragon- und Exynos-Varianten. Hinter den Kulissen geht es jedoch um etwas Größeres: teure Verträge, mögliche Vertragsstrafen und eine Abhängigkeit von Qualcomm, aus der sich Samsung nicht einfach so herauswinden kann.

In der Fan-Community schwelt das Thema seit Jahren. Viele Käufer haben keine Lust mehr auf die „Chip-Lotterie“, bei der manche Regionen ein Snapdragon-Flaggschiff erhalten, während andere mit einer Exynos-Version leben müssen – bei identischem Verkaufspreis. Selbst wenn die neuesten Exynos-Generationen aufgeholt haben, ist das Image angeschlagen. Wer für ein Ultra-Modell vierstellige Beträge auf den Tisch legt, will schlicht die beste verfügbare Plattform – und die heißt für die meisten Power-User immer noch Snapdragon.

Wie glaubwürdig ist der Snapdragon-Only-Leak?

Trotz aller Aufregung: Noch handelt es sich um einen Leak, nicht um eine offizielle Ankündigung. Um solche Gerüchte einzuordnen, hilft eine grobe Skala der Wahrscheinlichkeit:

  • 0–20 %: unwahrscheinlich – kaum Quellen, wenig Logik
  • 21–40 %: fragwürdig – einzelne Hinweise, aber viele Fragezeichen
  • 41–60 %: plausibel – Gesamtbild stimmig, aber ohne harte Bestätigung
  • 61–80 %: wahrscheinlich – mehrere übereinstimmende Signale, Zeitplan passt
  • 81–100 %: sehr wahrscheinlich – viele verlässliche Quellen, quasi gesetzt

Beim Galaxy S26 Ultra mit Snapdragon 8 Elite Gen 5 weltweit landen wir aktuell etwa bei 60 % – plausibel. Die Herkunft der Infos und eine echte doppelte Bestätigung sind schwach ausgeprägt (sinngemäß 1/5 bei Quelle und 1/5 bei Bestätigung), doch technisch und zeitlich passt das Bild (5/5). Qualcomms Roadmap, Samsungs jüngste Galaxy-Strategie und die Kostenstruktur moderner High-End-Chips stützen das Szenario.

Warum sich Samsung so schwer von Qualcomm lösen kann

In einer perfekten Welt würde Samsung viel stärker auf Exynos setzen. Ein eigener SoC erlaubt theoretisch bessere Integration, mehr Kontrolle über Kosten und langfristige Unabhängigkeit. In der Realität steht dem ein Problem im Weg: Im absoluten Spitzensegment wirkt Qualcomm oft wie die sicherere Bank – leistungsstark, effizient, erprobt. Genau das, was man in einem Ultra-Modell braucht, das als Aushängeschild der Marke dient.

Schätzungen zufolge lag Samsungs Chip-Ausgabenposten im Jahr 2023 bei rund 9 Milliarden US-Dollar – Tendenz steigend. Qualcomm hat seine Top-SoCs auf die modernsten TSMC-Fertigungsprozesse umgestellt und eigene Hochleistungs-CPU-Kerne eingeführt. Beides treibt die Kosten nach oben. In der Branche ist zu hören, dass ein Snapdragon 8 Elite Gen 5 Samsung je nach Stückzahl und Konditionen grob um die 280 US-Dollar pro Stück kosten könnte. Für ein Massen-Flaggschiff wie das Galaxy S26 Ultra ist das ein gewaltiger Brocken in der Stückliste.

Diese Summen verschwinden nicht einfach. Wenn Samsung das S26 Ultra global mit Snapdragon 8 Elite Gen 5 ausstattet, muss das Geld irgendwo herkommen – entweder aus deutlich kleineren Gewinnmargen oder aus höheren Endkundenpreisen. Angesichts der ohnehin schon hohen UVPs ist es realistisch, dass zumindest ein Teil der Mehrkosten am Ende auf dem Kassenzettel der Käufer landet.

Der Vertrag, der den Snapdragon festnagelt

Spannend wird es bei der Vertragsseite. In einer auf X (ehemals Twitter) gezeigten Privatnachricht wird angedeutet, dass zwischen Samsung und Qualcomm noch ein mehrjähriges Abkommen läuft, das empfindliche Vertragsstrafen bei vorzeitigem Ausstieg vorsieht. Heißt im Klartext: Würde Samsung jetzt radikal auf Exynos im Ultra umschwenken, könnte eine teure Strafzahlung fällig werden.

Wie hoch diese Summe wäre, weiß niemand außerhalb der beteiligten Unternehmen. Aber die Logik ist simpel: Ist die Vertragsstrafe höher als der Aufpreis, weiterhin Snapdragon-Chips zu kaufen, bleibt der wirtschaftlich sinnvolle Weg, beim Partner zu bleiben. Unter diesem Blickwinkel wirkt die Entscheidung pro Snapdragon nicht mehr wie ein rein technischer Wunsch, sondern wie die finanziell vernünftigste Option.

Dazu kommen Gerüchte über die Ausbeute (Yield) beim Exynos 2600. Wenn zu viele Chips eines Wafers Ausschuss sind, steigt der Preis pro funktionierendem SoC deutlich. Kombiniert man das mit möglichen Pönalen aus dem Qualcomm-Vertrag, wäre ein flächendeckender Einsatz von Exynos im Ultra nicht nur riskant, sondern auch teuer.

Exynos 2600: das sensible Glied der Kette

Selbst wenn der Exynos 2600 technisch Fortschritte macht, bleibt der Ruf das größte Problem. Viele Nutzer haben sich über Jahre gemerkt: Exynos bedeutet häufiger höhere Temperaturen, etwas schwächere Akkulaufzeit oder ein paar FPS weniger im Vergleich zur Snapdragon-Version. Dieses Image verschwindet nicht mit einer einzigen Generation.

Der aktuelle Leak skizziert, dass ungefähr 75 % aller Galaxy-S26-Geräte weltweit mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 laufen sollen, während der Exynos 2600 nur in einem Teil der Standard- und Plus-Modelle zum Einsatz kommt. So kann Samsung gegenüber Investoren und Öffentlichkeit zeigen, dass Exynos weiterentwickelt wird, während man gleichzeitig die kritischste Zielgruppe – die Ultra-Käufer – von eventuellen Kinderkrankheiten fernhält.

Es ist eine echte Gratwanderung. Auf der einen Seite will Samsung kein Signal senden, Exynos aufgegeben zu haben. Auf der anderen Seite würde jede Auffälligkeit bei Hitze, Throttling oder Akkulaufzeit in Exynos-Varianten die alten Vorurteile sofort wieder befeuern und den „Kauf nur Snapdragon, wenn möglich“-Reflex stärken.

Qualcomms harte Linie und das Beispiel Apple

Qualcomm ist nicht nur für schnelle SoCs bekannt, sondern auch für eine knallharte Lizenz- und Patentpolitik. Das Unternehmen verdient an der Hardware und zusätzlich am Zugriff auf ein massives Patentportfolio – besonders im Mobilfunkbereich. Für Hersteller bedeutet das komplexe Verträge, hohe Lizenzkosten und eine enorme Hürde, wenn man aus diesem Ökosystem aussteigen möchte.

Apple ist das prominenteste Beispiel. Jahrelang zahlte der Konzern hohe Summen für Qualcomm-Modems und die dazugehörigen Lizenzen und steckte parallel Milliarden in ein eigenes Modemprojekt, nur um sich schrittweise unabhängiger zu machen. Trotzdem wurde der Modem-Deal mit Qualcomm zuletzt bis mindestens März 2027 verlängert. Wenn selbst Apple nicht von heute auf morgen aussteigen kann, sagt das einiges über die Machtposition von Qualcomm aus.

Samsung dürfte bei den Anwendungsprozessoren in einer vergleichbaren Lage sein. Ein mehrjähriger Vertrag für Premium-Snapdragon-Chips mit klaren Abnahmemengen und harten Konditionen ist sehr plausibel. Und genau hier fügt sich der Snapdragon-only-Ultra-Leak perfekt in das Gesamtbild ein.

Warum ein globaler Snapdragon-Ultra Sinn ergibt

Sieht man sich das Gesamtbild an, wirkt ein Galaxy S26 Ultra, das weltweit ausschließlich auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 setzt, weniger wie eine emotionale Entscheidung und mehr wie kühle Risiko-Optimierung. Die Ultra-Serie ist Samsungs Schaufensterprodukt, die Visitenkarte der Marke im High-End-Segment. Ein Problem hier schadet dem Image deutlich mehr als eine Schwäche bei einem günstigeren Modell.

Ein einheitlicher Snapdragon im S26 Ultra würde mehrere Baustellen gleichzeitig schließen: keine Chip-Lotterie mehr, weniger technische Risiken, kein Spiel mit Vertragsstrafen, ein klares Signal an Enthusiasten. Ja, der Preis könnte steigen – aber ein Preisschild mit ein paar Euro mehr lässt sich leichter erklären als wieder eine Generation, in der Europa, Lateinamerika oder andere Regionen die „falsche“ Variante bekommen.

Solange Exynos nicht klar und dauerhaft beweist, dass man beim Gesamtpaket aus Leistung, Effizienz, Kamera-Processing und Konnektivität mindestens auf Augenhöhe mit Snapdragon agiert, bleibt Qualcomm für Samsung eher Pflichtpartner als optionale Alternative. Der aktuelle Leak, nach dem das Galaxy S26 Ultra weltweit nur mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 erscheinen könnte, ist damit weniger eine Überraschung als ein ziemlich logischer Schritt in einem ohnehin komplizierten Beziehungsgeflecht zwischen den beiden Unternehmen.

Unterm Strich bleibt: Es ist ein plausibles, aber noch nicht bestätigtes Szenario. Für alle, die beim nächsten Ultra auf keinen Fall wieder Exynos riskieren wollen, ist es allerdings genau der Leak, auf dessen Bestätigung sie still und heimlich hoffen.

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