Fast hätte ein Käufer in Polen einen gefälschten iPhone 15 Pro erstanden – mit einem billigen IPS-LCD-Display anstelle des originalen OLED-Bildschirms. Zum Glück war ein Freund dabei, der das sofort bemerkte und den Betrug aufdeckte. 
Das vermeintliche Schnäppchen wurde auf OLX für 2.400 Złoty (etwa 662 Dollar) angeboten – ein Preis, der zwar verlockend klang, aber letztlich zu gut war, um wahr zu sein.
Der Verkäufer pries das Gerät als „in perfektem Zustand“ an. Keine Kratzer, alles funktioniere einwandfrei. Doch als der Käufer und sein Freund sich abends mit dem Verkäufer trafen, fiel Letzterem sofort etwas auf. Die Anzeige sah merkwürdig aus: Die Farben wirkten flach, und die Bewegungen waren alles andere als flüssig. Statt des erwarteten 120-Hz-ProMotion-OLEDs arbeitete der Bildschirm offensichtlich nur mit 60 Hz – ein klares Zeichen für einen Austausch.
Um sicherzugehen, zog der Freund sein eigenes iPhone 17 hervor und zeigte, wie die Dynamic Island eigentlich aussehen sollte. Der Unterschied war sofort sichtbar. Der Verkäufer stritt zunächst alles ab, doch nach etwas Druck gab er zu, dass auch er das Gerät gebraucht gekauft hatte – angeblich ohne zu wissen, dass es manipuliert war. Ob das stimmte oder nur eine Ausrede war, bleibt offen.
Solche Betrugsfälle sind auf Online-Marktplätzen keine Seltenheit, besonders in Europa, wo iPhones im Vergleich zu den USA teurer sind. Der Austausch eines hochwertigen OLED-Panels durch ein günstiges LCD spart Kosten für Betrüger, ruiniert aber das Nutzungserlebnis. Farben, Helligkeit, Energieverbrauch und sogar die Reaktionszeit des Touchscreens verschlechtern sich deutlich. Was wie ein Topmodell aussieht, ist in Wahrheit eine Bastellösung mit Billigteilen.
Der Käufer entschied sich letztlich, kein Risiko einzugehen, und kaufte stattdessen ein neues iPhone 15 direkt im Laden. Es bietet zwar weniger Premium-Funktionen als das Pro-Modell, aber dafür hundertprozentige Sicherheit. Diese Geschichte zeigt einmal mehr: Vorsicht beim Gebrauchtkauf. Prüfen Sie Geräte bei gutem Licht, vergleichen Sie die Displays und kontrollieren Sie Seriennummern – oder bringen Sie jemanden mit, der sich auskennt.
Wäre der Freund nicht dabei gewesen, hätte der Käufer wahrscheinlich hunderte Euro für ein minderwertiges Gerät ausgegeben. Manchmal reicht ein scharfer Blick, um vor einem teuren Fehler bewahrt zu werden.
3 kommentare
Treffen nachts für Handy-Kauf? Klingt nach Ärger pur
Respekt an den Freund, der Typ hat ihn echt gerettet 💪
Ich glaub dem Verkäufer irgendwie… vielleicht war er echt ahnungslos