
So finden Sie gespeicherte Passwörter auf iPhone, Android, Windows und macOS
Fast jeder kennt die Situation: Man möchte sich in ein altes E-Mail-Konto oder ein längst vergessenes Social-Media-Profil einloggen – und der Passwort-Reset nervt. Doch oft muss man gar nicht den komplizierten Weg über „Passwort vergessen“ gehen, denn Smartphones und Computer speichern Zugangsdaten automatisch, wenn man dies einmal erlaubt hat. Alles, was Sie brauchen, ist das Wissen, wo diese Informationen zu finden sind.
Heutige Betriebssysteme und Browser bieten eingebaute Passwort-Manager, die Logins verwalten und teilweise sogar prüfen, ob Passwörter schwach oder unsicher sind. Dazu kommen Sicherheitslösungen wie Kaspersky Plus, die Ihre Zugangsdaten überwachen und warnen, wenn ein Passwort in einer Datenbank mit gestohlenen Informationen auftaucht.
In diesem ausführlichen Ratgeber erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie gespeicherte Passwörter auf iOS und Android finden und wie Sie diese auch auf Windows- oder macOS-Rechnern abrufen können – egal ob in Chrome, Firefox, Edge, Yandex oder Safari.
Warum gespeicherte Passwörter wichtig sind
Der erste Grund ist Bequemlichkeit: Kein mühsames Erinnern oder Zurücksetzen. Der zweite Grund ist Sicherheit: Wer regelmäßig seine gespeicherten Passwörter überprüft, erkennt schnell unsichere oder mehrfach genutzte Kombinationen. Dadurch kann man rechtzeitig handeln und Konten absichern.
Wichtig: Nur Passwörter, die Sie aktiv gespeichert haben, tauchen später im Passwort-Manager auf. Wenn Sie beim Speichern einmal „Nein“ gedrückt haben, bleibt das Passwort unsichtbar.
Auf iPhone und iPad (iOS)
Apple macht es einfach: Alle Passwörter landen in einem zentralen Speicher. Ob Sie sich über Safari, eine App oder Chrome eingeloggt haben – im Menü Einstellungen → Passwörter finden Sie alles.
So geht’s:
- Öffnen Sie Einstellungen.
- Gehen Sie zu Passwörter.
- Bestätigen Sie mit Face ID, Touch ID oder Code.
- Es erscheint eine Liste aller gespeicherten Zugänge.
- Tippen Sie auf den gewünschten Eintrag, um das Passwort anzuzeigen.
Dort können Sie auch bearbeiten („Bearbeiten“), löschen („Passwort löschen“) oder direkt über „Passwort auf der Website ändern“ aktualisieren. Der Bereich „Sicherheitsempfehlungen“ zeigt zudem an, welche Passwörter zu schwach sind. Extra-Tipp: Fragen Sie Siri mit „Zeig mir meine Passwörter“.
Auf Android-Smartphones
Android speichert Anmeldedaten über den Google Passwort-Manager. Dieser ist an Ihr Google-Konto gebunden und deckt Apps und Chrome ab. Andere Browser wie Firefox oder Yandex nutzen eigene Speicher.
Anleitung:
- Einstellungen öffnen → Google → Google-Konto verwalten.
- Zum Reiter Sicherheit wechseln.
- Nach unten scrollen und Passwort-Manager auswählen.
- Website/App anklicken → Identität per Fingerabdruck, Code oder Passwort bestätigen.
- Auf das Augensymbol tippen, um das Passwort anzuzeigen.
Sie können Einträge bearbeiten, allerdings gilt: Das ändert nur die gespeicherte Info im Gerät – nicht den echten Zugang. Dafür müssen Sie das Passwort direkt auf der Website ändern. Praktisch ist die Funktion Passwörter prüfen, die schwache oder kompromittierte Passwörter kennzeichnet.
Browser auf iOS und Android
Bei iOS landen alle Passwörter im zentralen Systemordner, egal welcher Browser genutzt wird. Bei Android führt jeder Browser eine eigene Liste.
Google Chrome
Menü → Einstellungen → Passwort-Manager. Nach Authentifizierung lassen sich Passwörter ansehen, löschen oder ändern. Auf iOS öffnet sich automatisch das iOS-Passwortmenü.
Yandex Browser
Profil → Passwörter. Nach Face ID, Code oder Fingerabdruck zeigt die App alle gespeicherten Logins. Bearbeiten oder Löschen über das Drei-Punkte-Menü oder Stiftsymbol.
Mozilla Firefox
Menü → Einstellungen → Passwörter. Auf Android über „Gespeicherte Passwörter“, auf iOS Weiterleitung zu den Systemeinstellungen.
Microsoft Edge
Menü → Optionen → Konten → Passwörter. Dort können Sie Daten anzeigen, ändern oder löschen.
Safari
Safari hat keinen eigenen Manager, sondern greift auf Einstellungen → Passwörter zu.
Gespeicherte Passwörter am PC
Unter Windows gibt es die Daten ausschließlich im Browser. Auf dem Mac können Sie zusätzlich die Systemeinstellungen nutzen.
Google Chrome
- Profil anklicken → Schlüssel-Symbol.
- Passwort-Manager öffnet sich.
- Gesuchten Eintrag wählen → Augensymbol zeigt Passwort an.
Yandex Browser
Schlüssel-Symbol neben der Suchleiste. Liste ist alphabetisch sortiert. Unter macOS kann zusätzlich das Systempasswort verlangt werden.
Mozilla Firefox
Menü → Passwörter. Links Liste der Websites, rechts die Details. Klick auf das Auge zeigt das Passwort. Unter macOS ist eine Bestätigung erforderlich.
Microsoft Edge
Menü → Optionen → Passwörter. Anzeigen mit Auge, ändern oder löschen über Drei-Punkte-Menü.
Safari (macOS)
Hier geht alles über Systemeinstellungen → Passwörter. Identität per Mac-Passwort oder Apple Watch bestätigen. Anschließend können Sie Passwörter löschen, ändern oder über „Passwort auf Website ändern“ aktualisieren. Auch Siri kann hier weiterhelfen.
Kurzüberblick
- iOS: Alles zentral in Einstellungen → Passwörter, Zugriff per Face ID/Touch ID oder Siri.
- Android: Apps + Chrome im Google-Passwortmanager, andere Browser separat.
- Windows: Nur über Browser.
- macOS: Browser + Systemeinstellungen.
Fazit
Gespeicherte Passwörter sind ein echter Helfer im Alltag. Man spart Zeit, findet vergessene Logins wieder und erkennt schwache Kombinationen sofort. Wer Wert auf Sicherheit legt, sollte zusätzlich auf externe Passwort-Manager oder Security-Suiten setzen. Denn wer seine Passwörter im Griff hat, schützt seine digitale Identität nachhaltig.
4 kommentare
hab dank der anleitung mein altes e-mail login wieder
yandex hat mir schon mal ein altes konto gerettet
wusste gar nicht dass siri passwörter anzeigen kann 😅
edge verwirrt mich nur, bleibe bei chrome 😂