Googles Circle to Search hat sich in kürzester Zeit von einem netten Gimmick zu einem der nützlichsten Android-Features entwickelt. Jetzt bekommt die Funktion ein Update, das einen der größten Nervfaktoren beseitigt: Übersetzungen laufen nun automatisch beim Scrollen weiter. Für alle, die Circle to Search noch nicht ausprobiert haben: Man hält die Navigationsleiste unten am Bildschirm gedrückt, markiert oder umkreist ein Element und erhält sofort Google-Suchergebnisse – ohne die App verlassen zu müssen. 
Ein schlanker und schneller Weg von der Neugier zur Antwort.
Besonders beliebt ist Circle to Search beim Übersetzen von Texten. Ob man Artikel in Fremdsprachen liest, im Urlaub die Speisekarte verstehen will oder internationale Shops besucht – die Funktion spart Zeit. Doch bisher gab es ein Problem: Sobald man scrollte, endete die Übersetzung und man musste jedes Mal neu starten. Bei langen Texten war das nicht nur mühsam, sondern auch ziemlich frustrierend.
Mit dem neuen Modus „Scrollen und Übersetzen“ löst Google dieses Problem. Aktiviert wird er, indem man Circle to Search startet, das Übersetzungssymbol antippt und die neue Option auswählt. Ab dann übersetzt das System automatisch weiter, während man durch die Seite scrollt. Das Beste: Die Übersetzung läuft sogar weiter, wenn man zwischen Apps wechselt. Man kann also im Browser anfangen und nahtlos im Messenger weitermachen. So wird aus einer unterbrochenen Funktion ein kontinuierlicher Begleiter.
Zunächst kommt das Update exklusiv auf ausgewählte Samsung Galaxy-Geräte, bevor es für weitere Android-Smartphones freigegeben wird. Diese enge Zusammenarbeit zwischen Google und Samsung überrascht nicht, schließlich sind Galaxy-Modelle oft die ersten, die neue Android-Funktionen erhalten. Pixel-Besitzer, obwohl sie Circle to Search mit dem Pixel 8, Pixel 8 Pro und der Galaxy-S24-Reihe im Januar 2024 zuerst nutzen konnten, müssen diesmal noch warten.
Schon in den Monaten zuvor hatte Google die Funktion ausgebaut: Etwa mit einem Song-Erkennungs-Feature oder der Möglichkeit, eine gesamte Seite mit nur zwei Fingertipps zu übersetzen. Das bleibt weiterhin praktisch, wenn der gesamte Text auf einmal sichtbar ist. Doch das neue Scroll-Update ist wesentlich alltagstauglicher, da es beim Lesen langer Seiten oder Dokumente keine Unterbrechung mehr gibt.
Ein Beispiel: Im Ausland blättert man durch eine digitale Speisekarte. Früher musste man die Vorspeisen separat übersetzen, dann die Hauptgerichte, danach die Desserts. Jetzt gleitet die Übersetzung einfach mit. Dasselbe gilt für Studierende, die wissenschaftliche Texte lesen, Berufstätige mit internationalen Dokumenten oder Online-Shopper auf globalen Plattformen. Die Verbesserung ist nicht nur Komfort, sondern ein echter Produktivitätsgewinn.
Die Auslieferung beginnt noch diese Woche, zuerst an Samsung-Nutzer. Pixel-Besitzer, die beispielsweise die Beta von Android 16 QPR2 nutzen, wie beim Pixel 6 Pro, werden sich gedulden müssen, bis die stabile Version erscheint. Wie üblich bei Google erfolgt die Einführung schrittweise, um Fehler zu vermeiden.
Unterm Strich macht das neue Feature „Scrollen und Übersetzen“ Circle to Search noch leistungsfähiger. Es bringt Android näher an einen universellen Echtzeit-Übersetzer und senkt Sprachbarrieren im Alltag auf elegante Weise. Für eine Funktion, die es erst seit Anfang 2024 gibt, ist das Tempo der Weiterentwicklung beeindruckend – und es zeigt, dass Google Circle to Search als festen Bestandteil des Android-Erlebnisses etablieren will.
3 kommentare
stelle mir das genial im Restaurant vor
Samsung schon wieder zuerst, Pixel-User gucken in die Röhre 🙄
krass, Google bringt mal was wirklich Nützliches 👍