Google Messages bekommt ein wichtiges Update, das den Schutz der Privatsphäre deutlich verbessert. Ab sofort kann die App automatisch Videos analysieren und dich warnen, wenn sie Nacktheit oder andere explizite Inhalte enthalten. 
Damit erweitert Google seine Funktion für sensible Inhalte, die bisher nur bei Fotos aktiv war – ein weiterer Schritt, um Chats sicherer und respektvoller zu machen.
Bereits im August hat Google damit begonnen, das Feature „Sensitive Content Warnings“ auszurollen, das anstößige Bilder automatisch unscharf macht, bevor du sie öffnest. Jetzt wird diese Schutzfunktion auf Videos ausgeweitet. Mit dem Play-Services-Update v25.39 (Oktober 2025) erkennt Google Messages nun auch Nacktheit in Videonachrichten – lokal auf dem Gerät, ohne dass etwas an Google-Server gesendet wird.
Wie bei vielen Google-Updates erfolgt die Einführung schrittweise. Manche Nutzer bleiben daher zunächst auf der September-Version, bevor das neue Feature in den kommenden Wochen sichtbar wird. Sobald es aktiv ist, funktioniert es wie beim Foto-Scan: Erkennt die App etwas Anstößiges, wird das Video automatisch unscharf dargestellt und mit einem Hinweis versehen. Du entscheidest dann selbst, ob du es ansehen oder lieber löschen möchtest.
Das Ganze basiert auf der SafetyCore-Technologie, einer Android-Funktion, die Nacktheit in Bildern und Videos direkt auf dem Gerät erkennt. Das bedeutet: keine Cloud, keine Datenübertragung, keine Überwachung. Alle Analysen erfolgen offline – so bleibt deine Privatsphäre vollständig gewahrt. Die künstliche Intelligenz arbeitet lokal und schützt gleichzeitig vor ungewolltem Kontakt mit expliziten Inhalten.
Interessant ist auch, dass der Schutz in beide Richtungen funktioniert. Google Messages überprüft sowohl eingehende als auch ausgehende Videos. Wenn du also versehentlich ein unangemessenes Video verschicken willst, erkennt die App das und warnt dich rechtzeitig. Die Funktion ist optional, kann also jederzeit aktiviert oder deaktiviert werden – ganz nach deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis.
Apple-Nutzer kennen ein ähnliches System aus dem iMessage-Dienst. Dort bietet „Communication Safety“ ebenfalls eine Unschärfefunktion und gibt Sicherheitshinweise, vor allem für Kinder-Accounts. Der entscheidende Unterschied: Apple konzentriert sich auf den Jugendschutz, während Google ein universelles System anbietet, das sowohl Teenager als auch Erwachsene berücksichtigt. Je nach Alter des Nutzers passt sich die Schutzstufe automatisch an.
Dieses Update mag auf den ersten Blick unspektakulär wirken, ist aber ein stiller Meilenstein. In einer Zeit, in der täglich unzählige Videos über Messenger geteilt werden, hilft diese Funktion, peinliche oder verstörende Situationen zu vermeiden – besonders für junge Nutzer. Es ist ein kleiner, aber bedeutender Fortschritt in Richtung digitaler Hygiene und bewusster Kommunikation.
Alles läuft dabei unter einem klaren Prinzip: Privatsphäre zuerst. Keine Daten verlassen dein Gerät, keine Inhalte werden gespeichert oder analysiert, außer auf deinem eigenen Smartphone. Mit dem Update auf Play Services 25.39 setzt Google damit ein wichtiges Zeichen – Sicherheit und Datenschutz können Hand in Hand gehen, ohne dass der Komfort darunter leidet.
2 kommentare
Ein kleiner Schritt für die App, ein großer für sichere Chats!
Finde gut, dass alles auf dem Gerät bleibt 👍