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Google Pixel 10 Pro XL im Kamera-Review

von ytools
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Google Pixel 10 Pro XL im Kamera-Review

Google Pixel 10 Pro XL im Kameratest: kleine Fortschritte, bekannte Stärken und ein paar Schwächen

Seit Jahren gilt die Pixel-Reihe von Google als Maßstab für Smartphone-Fotografie. Der Ruf basiert weniger auf der Hardware als auf der ausgefeilten Bildverarbeitung und cleveren Software-Features. Das neue Pixel 10 Pro XL führt diesen Ansatz fort: Die Kamera-Hardware ist fast identisch mit der des Pixel 9 Pro XL, doch dank der Tensor-G5-Plattform und neuer KI-Funktionen hat sich bei der Bildqualität dennoch etwas getan. Das Ergebnis: leicht bessere Fotos, aber beim Video gibt es weiterhin Luft nach oben.

Der Tensor G5 ist das Herzstück. Er übernimmt nicht nur klassische Rechenaufgaben, sondern treibt mit seinen KI-Modellen neue Kamera-Funktionen an: Pro Res Zoom bis 100-fach, erweiterte HDR-Verarbeitung, Cinematic-Filter für Videos. Damit macht Google klar: Lieber die Software ständig weiter optimieren, statt jedes Jahr komplett neue Sensoren einzubauen.

Kamera-Specs: Bekanntes Trio, verfeinert durch KI

Das Pixel 10 Pro XL kommt wie der kleinere Pro-Bruder mit einem Dreifach-Setup: 50 MP Samsung GNV (Hauptsensor, f/1.68), 48 MP Ultraweitwinkel und 48 MP Tele mit 5x optischem Zoom. Per Software wird das Ganze auf 100x digital aufgeblasen. Dazu eine 42 MP Selfie-Kamera mit Autofokus und 103° Sichtfeld. Auf dem Papier alles sehr vertraut, doch in 2025 ergänzt Google sinnvolle Extras: ein Pro-Modus mit manuellen Einstellungen für ISO, Shutter und Weißabgleich, durchgängiges 4K-60fps mit 10-Bit-HDR und Videostabilisierung fast auf Gimbal-Niveau.

Tensor G5: der unsichtbare Motor

Viele der Neuerungen sind unsichtbar und passieren im Hintergrund. Camera Coach etwa gibt Tipps in Echtzeit, wie man das Motiv besser ausleuchtet oder den Bildausschnitt optimiert. Auto Best Take analysiert bis zu 150 Frames, um bei Gruppenfotos die beste Aufnahme zu wählen. Mit „Ask Photos“ lassen sich Bearbeitungen per Sprachbefehl erledigen („mach heller“, „Hintergrund weichzeichnen“). Zudem gibt es das Cinematic Rendering, das Videos während der Aufnahme neu beleuchtet und cineastisch wirken lässt. Google kündigt außerdem Magic Mirror an – noch geheimnisvoll, aber klar Teil der KI-Offensive.

Punktzahlen und Benchmarks: stärker bei Fotos, schwächer bei Videos

In unserem Test erreicht das Pixel 10 Pro XL 151 Punkte – identisch zum Vorgänger, aber mit höheren Werten bei der Fotografie. Samsung Galaxy S25 Ultra bleibt mit 158 Punkten Spitzenreiter, das iPhone 16 Pro Max landet bei 154. Google hält sich stabil im oberen Feld: keine Rekordwerte, aber sehr verlässliche Resultate.

Besonders stark ist der Tele-Bereich. Fotos bei 3x, 5x und 10x Zoom wirken scharf, detailreich und natürlich – durchaus auf Augenhöhe mit Samsung. Bei 100x bricht die Qualität erwartungsgemäß ein: verwaschene Details, Artefakte. Das Hauptobjektiv liefert wie gewohnt ausgewogene Farben und sehr natürliche Hauttöne. Die Ultraweitwinkel-Kamera überzeugt durch geringe Verzerrungen und starke Makro-Optionen.

Bei Video zeigt sich die Kehrseite. Zwar sind Dynamik und Belichtung gut, doch der Hang zur Überschärfung sorgt für einen etwas künstlichen Look. Insbesondere beim Zoomen wirkt die Videoqualität übertrieben bearbeitet. Selfie- und Ultraweitwinkelvideos haben ähnliche Probleme mit zu aggressiver Nachbearbeitung.

Alltagseindruck: wo das Pixel glänzt und wo nicht

Im Alltag punktet das Pixel 10 Pro XL vor allem mit Fotos. Farben wirken lebendig, aber nicht übertrieben, und die Aufnahmen haben den typischen „Pixel-Look“: natürlich, ehrlich und dennoch social-media-tauglich. Porträts sind eine Stärke – Gesichter wirken authentisch und schmeichelhaft. Das Teleobjektiv ist in vielen Situationen extrem praktisch und bietet gute Ergebnisse bis 10x. Die Ultraweitwinkel-Kamera ist vielseitig, gerade bei Architektur oder Landschaftsaufnahmen.

Videos dagegen bleiben die Achillesferse. Trotz solider Basis wirken sie durch die starke Schärfung oft weniger hochwertig als Fotos. Wer Wert auf Videos legt, findet bei Apple oder Samsung zurzeit bessere Lösungen. Für Fotografie hingegen bleibt Google in seiner Komfortzone stark.

Hardware vs. Software: Googles Balanceakt

Die Diskussion ist altbekannt: Hat Google sich zu sehr auf KI und Algorithmen fokussiert und die Hardware-Entwicklung vernachlässigt? Zwei Generationen mit nahezu identischer Sensorik sprechen dafür. Andererseits zeigt das Pixel, wie weit man mit guter Softwareoptimierung kommen kann. Für Puristen und Hardware-Fans mag das enttäuschend sein, doch für die meisten Nutzer zählt das Gesamtergebnis – und das bleibt exzellent.

Fazit: Ein typisches Pixel – verlässlich und konsistent

Das Pixel 10 Pro XL liefert, was man von einem Pixel erwartet: sehr gute Fotos, clevere Software-Funktionen und ein stabiles Gesamtpaket. Die Schwächen liegen klar im Videobereich und in der fehlenden Hardware-Innovation. Wer bereits ein Pixel 9 Pro XL hat, wird den Sprung kaum als Pflicht sehen. Wer aber eine der besten Smartphone-Kameras für Fotos sucht, bekommt mit dem Pixel 10 Pro XL ein Gerät, das ganz vorne mitspielt.

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5 kommentare

N0madic September 19, 2025 - 5:31 am

hab das Pixel 9 Pro XL, Unterschied ist minimal. kein Grund für Upgrade

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Guru October 7, 2025 - 6:31 am

die Kamera ist ok, aber meine Spiegelreflex geb ich nicht auf 🤷

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Interlude October 30, 2025 - 8:06 am

100x Zoom klingt fett, sieht aber eher nach Aquarell aus lol

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Anonymous November 1, 2025 - 11:06 am

ehrlich, Google setzt nur noch auf KI… Hardware stagniert seit Jahren 😒

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ZedTechie January 7, 2026 - 2:20 pm

warum reden alle nur noch über Kameras? reicht doch langsam

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